504875677.jpg

Market News

Schraffur Strip.JPG

Performancebericht erhalten

W5 TV Channel

  • Youtube
2022-01-03 Version 2.GIF

Die Strategie zum Barometer

Kolumne von Matthias Wiemert

Schraffur Strip.JPG

30-06-2022

 

 

Die Rohstoffpreise beruhigen sich tendenziell. Das ist für eine sinkende Inflation gut.

Allerdings heißte eine sinkende Inflation im Umkehrschluss noch lange nicht, dass die Kurse automatisch steigen.

Für steigende Kurse braucht es nach Kostolany Geld und optimistische Anleger.

Die USA hält tendenziell an ihrem Tapering Kurs fest, d.h. Geld fließt nicht mehr in rauen Mengen. Die Verbraucherstimmung trübt sich in den USA ebenfalls zunehmend ein. Das war der ausschlaggebende Faktor für den Kursrutsch am Mittwoch.

Wenn man Kursvorhersagen auf Grund Kostolanys einfacher Formel wagen würde, haben wir noch ein ganzes Stück Arbeit vor uns, da beide Zutaten für steigende Börse aktuell nicht gegeben sind.

Noch sieht es so aus, als ob die meisten Firmen der USA die Inflation gut verkraften aber was ist wenn die Rezession sich bewahrheitet und wir zwei Quartale in Folge schrumpfendes Wachstum erleben?

 

Dann haben wir offiziell eine Rezession. Vielleicht spiegeln sich schwächere Unternehmenszahlen nicht in der nun anstehenden Quartalssaison wieder, sondern erst in der Saison, die im Herbst beginnt.

Dann steuern wir mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen finalen Ausverkauf im Crash Monat Oktober zu.

Das wäre doch fantastisch! Noch einmal 10% niedrigere Kurse! Hoffen wir das es so kommt und versuchen unsere Equity bis dahin weiterhin zu halten. Ab dann kann endlich geerntet werden.

 

Der Bärenmarkt hätte dann fast ein Jahr angedauert, was eigentlich  nicht unüblich ist. I.d.R. dauern Bärenmärkte 9 bis 18 Monate.

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

Mercury Systems (MRCY): ausgeführt

International Business Machines (IBM): ausgeführt

28-06-2022

 

An der Indikatorenlage des Barometers hat sich nicht viel geändert.

Auf dem DAX lastet womöglich die Shortwette von Ray Dalio. :-)

Richtig euphorisch sieht die Entwicklung des Dax in der jüngsten Vergangenheit nicht aus.

 

Während der DAX sich grundsätzlich in dem seit Januar anhaltenden Crash ganz gut behaupten konnte, hat er die leichte relative Stärke gegenüber dem SP500 nun wieder abgegeben. Der SP500 und und Der Dax liegen beide ungefähr 18% unter ihren Hochs vom Dezember.

Die relative Stärke gibt Hinweise darüber, wo das Geld aktuell hinfließt. Ein sehr hilfreiches Werkzeug. Wenn eine Branche oder eine Aktie fällt, dann wird diese nicht gekauft. Relativ simpel aber dieser Ansatz ist sehr gut verwendbar und nachvollziehbar. Nachfrage treibt den Preis.

Offensichtlich scheint seit einigen Wochen Geld in chinesische Aktien zu fließen, sonst würden sie nicht steigen.

Der von mir seit 2 Jahren favorisierte Sektor Energie hingegen leidet aktuell eher unter Gewinnmitnahmen.

 

Dieser Sektor zeigte in den letzten Woche erhebliche relative Schwäche. Die letzte Abwärtsbewegung fand unter massiven Volumen statt, offensichtlich überstieg hier die Nachfrage nicht das Angebot.

Im Energiesektor sollte man sicherlich vorsichtig sein, wenn hier auf "Kauf the Dip" spekuliert wird :-)

Unter dem Strich bietet sich überhaupt noch sehr vorsichtiges Taktieren an. Die Zeit der meisten Longtrader ist noch nicht angebrochen.

Erst wenn sich eine offensichtliche Umkehr gebildet hat oder die Indizes z.B. ihre 100Tage gleitenden Durchschnitte nach oben durchbrochen haben, hat sich eine neue Hausse etabliert. Bis dahin gilt weiterhin das Kapital zusammenhalten.

Es bleibt ein Geduldsspiel.

W5 High Potential Musterportfolio

Die Solar Branche war  und ist eine gute Entscheidung. Wir nehmen wieder einen Solarwert auf. Etwas mehr Geduld hätte man bei Enphase zeigen sollen aber unser primäres Ziel ist die Verteidigung unser Equity.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

Sunpower (SPWR): buystop 18.34 // 4,5 % Equity // DAY // Stoploss 17.06

Mercury Systems (MRCY): halten // 4,5 % Equity // DAY // Stoploss 58.78

International Business Machines (IBM): halten // 6,0 % Equity // DAY // Stoploss 135.37

27-06-2022

 

Eine ziemliche starke Tageskerze hat sich am Freitag gezeigt. Von der Eröffnung an wurde gekauft bis zum Tagesschluss. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, das wir insgesamt noch ein paar freundliche Tage erleben.

Ob der Börsenboden nun hinter uns liegt, möchte ich nicht unterschreiben. Eine ausgedehnte Doppelbodenformation könnte ich mir eher vorstellen. Vielleicht sehen wir tatsächlich keine neuen Tiefs mehr aber die Kurse könnten nach einer Zwischenrally noch mal an den zurückliegenden Tiefs kratzen.

Man darf nicht vergessen, dass wir uns aktuell noch im Zinsanhebungszyklus befinden. Tendenziell ist das keine gute Voraussetzung für dauerhafte steigende Kurse.

Der Buchwert und das Shiller KGV des SP500 sind noch nicht auf Niveaus angekommen, die als günstig eingestuft werden könnten. Von daher ist es für ein All in Spiel noch zu früh. 

W5 High Potential Musterportfolio

Am Freitag sind 75% der Aktien gestiegen. Enphase gehörte nicht dazu. Das kann als relative Schwäche eingestuft werden. Auch wenn Enphase grundsätzlich sicherlich ein guter Kandidat ist, verabschieden wir uns zunächst von der Aktie.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

Mercury Systems (MRCY): buystop 61.35 // 4,5 % Equity // DAY // Stoploss 58.78

International Business Machines (IBM): buystop 138.63 // 6,0 % Equity // DAY // Stoploss 135.37

Enphase (ENPH): Schliessen zur Markeröffnung (MOO)

25-06-2022

Die Wochenendkolumne über die chinesische Wirtschaft und Kultur von Eric Nebe:

nach ein paar allgemeineren Themen in den letzten Wochen heute mal wieder ein konkreteres Update zum Markt. Das 2. Halbajhr 2022 ist fast durch. Wo steht China? Wirtschaftlich hat China zwei sehr holprige Quartale hinter sich und es wird auch in den  nächsten Monaten weiterhin an vielen Ecken knarzen. Doch die wirtschaftliche Erholung in China ist klar spür- und erkennbar und auch das Anlegersentiment hat sich zuletzt wieder aufgehellt. Blicken wir im Folgenden daher stellvertretend auf Chinas wichtigsten Leitindex – den Hang Seng Index.

Im März haben wir einen unfassbaren Ausverkauf gesehen, wie er nicht untypisch am Ende von Bärenmärkten und Übertreibungsphasen ist. Vielleicht ist das auch noch genau dies, was den US-Indizes fehlt, aber darum geht es heute nicht. Im Anschluss an dieses Tief (in der Abb. Punkt A) folgte eine erkennbare Erholung, allerdings noch keine nachhaltige Trendwende. Ich persönliche gehe davon aus, dass wir bei den China-Aktien die Tiefstände in diesem Jahr hinter uns gelassen haben und diese auch nicht mehr angelaufen werden.

Dabei sollte allerdings auch klar sein, dass der mittelfristige Abwärtstrend nach wie vor intakt ist (siehe hellblaue Linie in der Abb.). Für Entwarnung oder euphorische Käufe ist es also noch zu früh. Doch wer wartet, bis die Luft absolut rein ist und gar nicht investiert ist, der wird wahrscheinlich einiges verpassen. Denn viele Werte werden sich dieses Jahr möglicherweise recht stark erholen. Beim Gesamtmarkt sehe ich dagegen die Höchststände aus den beiden Vorjahren (I + II in der Abb.) noch ein wenig weiter entfernt und würde dem Hang Seng Index für dieses Jahr noch ein Kursziel von ca. 26.000 Punkten resp. gut 20% einräumen.

Momentan tendiert der Index ein wenig unentschlossen – mit jedoch positiven Tendenzen. Diese könnten sich noch stärker bemerkbar machen, wenn die momentan eher seitwärts gerichtete Bewegung, durch das Verlassen des in der Abb. violett eingezeichneten Dreiecks, nach oben aufgelöst wird. In jedem Fall bleibt es spannend und ich freue mich auf das 2. Halbjahr, in dem sicherlich einige Extrachancen auf China-Anleger warten sollten.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein erfolgreiches Wochenende!

Eric Nebe

24-06-2022

 

Ein geschätzter Kollege äußerte sich zum gestrigen Kommentar und stellte fest, dass es noch eine weitere Unbekannte gibt im aktuellen Informationscocktail. Und zwar sei die Situation in China noch ungewiss.

 

Das ist selbstverständlich richtig und wurde hier in den letzten Wochen ebenfalls thematisiert.

Einen nicht unerheblichen Teil der Inflation verdanken wir ja genau den Lieferengpässen, die teils ihren Ursprung in China haben. Auch wenn es ungewiss bleibt, der Chinesische Aktienindex steigt seit zwei Monaten und gibt Hoffnung.

Die Preisanstiege bei den Rohstoffen heizte die Inflationsproblematik im Grunde nur an, denn die Angebotsverknappung und damit die Inflation setzte bereits vor dem Ukrainekrieg ein.

Die Börse überrascht gern.

Wenn Heiterkeit herrscht und der allgemeine Konsens besteht, dass der nächste Crash frühestens in einem halben Jahr zu erwarten ist, dreht der Index plötzlich schon vorher Richtung Abgrund.

 

Andersherum steigt sie auch gern unerwartet. Wenn viele schon gar nicht mehr an einen Aufwärtstrend glauben und man z.B. nur noch gelegentlich die Kurse beobachtet, weil der Turnaround erst im "nächsten Jahr" erwartet wird, dann setzt der Turnaround plötzlich sehr zeitnah ein.

Der "Stammtisch-Gespräche-Sentiment-Index", also der Sentiment Index, der sich aus Gesprächen, Stammtisch und Chatgruppen zum Thema Börse ergibt, signalisiert eine Situation wie oben geschildert. Viele warten auf den endgültigen Sell off und rechnen nicht mit einer Wende zum jetzigen Zeitpunkt . Mir geht es übrigens auch so :-)

Aber das Barometer hat sich klammheimlich nach oben gearbeitet und liefert damit sogar den Hinweis auf eine mögliche Rally. 

Aktuell bieten sich gute Tradingsetups in den Industriegruppen Solar, Biotechnologie und anderen Untergruppen des Healthcare Sektors. Es scheint fast als ob Pharma und Clean Energy bei der nächsten Hausse führende Themen werden könnten.

Auch zyklische Werte zeigen vereinzelt Erholungstendenzen, und wie oben bereits erwähnt, könnten chinesischen Aktien ebenfalls eine Bodenbildung etabliert haben.

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

International Business Machines (IBM): buystop 138.63 // 6,0 % Equity // DAY // Stoploss 135.37

Enphase (ENPH): buystop 201.80 // 2,0 % Equity // DAY// Stoploss 186.57

23-06-2022

 

An der Gesamtsituation hat sich nichts geändert. Es bleibt unübersichtlich. Insbesondere die Entwicklungen der letzten Tage liefern ein gemischtes Bild.

Am auffälligsten erscheint mir die anhaltend kräftige Gegenbewegung im Bondmarkt. Diese könnte bedeuten, dass die Bondmärkte sich grob auf dem aktuellen Niveau einpendeln.

 

Die Bondmärkte spiegeln die Erwartungen der Zinsen. Fallen die Bondmärkte nicht weiter, könnte daraus geschlossen werden, dass zwar mit weiteren Zinsanhebungen gerechnet wird aber die drastische Zinsverschärfung ausbleibt.

Wenn ich mich richtig erinnere, ist in den USA eine Anhebung auf 2,5 bis 3% geplant. Wenn es denn so kommt, wäre diese Entwicklung in den aktuellen Aktienkursen eingepreist.

Dann wären die einzigen Unbekannten noch der Verlauf im Ukraine Konflikt und die Unternehmensgewinne, in die wir spätestens  in der nächsten Quartalssaisonsehen Einblicke erhalten. 

Auch wenn im Ukraine Konflikt die Zeichen nicht auf Entspannung stehen, sieht man am aktuell starken Fall des Ölpreises, dass dieser Krieg nicht allein für die Preisbildung der Rohstoffe maßgeblich ist.

 

Mit etwas Glück beruhigt sich die Unsicherheit beim Thema Rohstoffpreise. Das hätte natürlich positive Auswirkung auf die weiteren Inflationswerte.

Warten wir ab.

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

100% Cash

21-06-2022

 

Ich kann der Wochenendkolumne von Eric nur zustimmen. Gerade Europa ist unbedeutend geworden bzw. wird unbedeutend gemacht. Die Agenda der letzten Jahrzehnte wirkt, insbesondere aber mit Einführung des Euros.

Schaut man sich den Eurostoxx an oder den Kursindex des DAX seit Einführung des Euros im Jahr 2001, stellt man fest, dass die Indizes noch immer unter den Hochs von vor 20 Jahren notieren!

Man hat uns zwar stets vorgebetet, dass der Euro gut für uns ist, aber irgendwie scheint die Wirtschaft, die nun mal grob an einem Börsenindex abzulesen ist, dass nicht so zu sehen.

Auch wurde stets der Vorteil einer schwachen Währung gepriesen, da dies ja gut für Export ist. Toll, dabei vergisst man wohl, dass zur Herstellung von Rohstoffen, Importe notwendig sind, die dann zu höheren Preisen eingekauft werden müssen. Für ein Volk ist jedenfalls  eine starke Währung gut!

Genau diese Phänomen spüren wir z.B. aktuell auch an der Tankstelle. Der Euro lag schon mal bei über 1,50 zum USD, aktuell haben wir fast die Parität erreicht. D.h. einen nicht unerheblichen Teil unserer Inflation macht der schwache Außenhandelswert des Euros aus. Bei einem Euro/Dollar Verhältnis von 1,5 würde der Liter Benzin nicht 2 Eurokosten, sondern ca. 1,35 Euro.

Der Euro wiederum notiert so niedrig, weil Investoren vermutlich die zunehmende Bedeutungslosigkeit Europas spüren. Eine aufstrebende Wirtschaft würde mehr Investorengelder anlocken, als eine vor Bürokratie erstickende Wirtschaft, die bei einer Inflation von 8%, Zinsen von 0,25% abwirft.

Ein "normaler" Zins würde dem Euro helfen aber dass scheint auch nicht gewollt oder machbar zu sein, sonst hätte man es schon getan. Der zarte Wachstum würde mit drastisch höheren Zinsen wahrscheinlich sofort niedergewalzt werden.

Man kann von Glück sprechen, dass es eben nicht auf der gesamten Welt so düster aussieht , wie hier in Europa. Sonst könnte man wohl gar keine Long Trades mehr mit guten Gewissen platzieren.

Die Amerikaner werden es durch ihren Optimismus schon wieder schaffen, sich aus den Börsentiefs heraus zuarbeiten.

Naja, und Asien, wie Eric es schon schrieb, entwickelt sich zunehmend autark. Man sieht es an der chinesischen Börse, die sich aktuell gegen den Abwärtstrend stemmt. Eine bemerkenswerte Abkopplung.

Wann geht es wieder aufwärts mit den Börsen?

Der einzige Unsicherheitsfaktor sind m.E. die Unternehmensgewinne. Gerade die Gewinne für das laufende und nächste Quartal. Das sind die Zeiträume, in denen das Konsumentenverhalten, geprägt durch die hohe Inflation, in den Zahlen ablesbar wird.

Es heißt zwar, alles ist eingepreist aber die Gewinnsituation m.E. eben noch nicht.

 

Es wird in den Medien bereits darauf hingewiesen, das die KGVs kräftig zurückgekommen sind. Ich erwähnte das bereist an anderer Stelle.

Die KGVs laufen der Börsenentwicklung tendenziell voraus! Fallende KGVs sind eher ein Anzeichen für kommende Schwäche. Steigende KGVs sind ein Anzeichen für Stärke.

Amazon hatte stets ein hohes KGV, dass der KGV fokussierte Investor auch stets als zu teuer interpretierte. Natürlich hat der KGV-Investor somit nie von dem 10.000% Kursanstieg partizipieren können.

 

Bevor ich einen Shitstorm ernte, möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass jeder Fall selbstverständlich gesondert zu betrachten ist. Auch die Zeiträume der Betrachtungen der KGVs etc...

Wir reden hier von Tendenzen.

Also, die Börse hängt von der Inflation und den Zinsen ab. Denn diese beiden Faktoren beeinflussen die Unternehmensgewinne, Kapitalbeschaffung und das Konsumentenverhalten.

Wachsende Unternehmensgewinne ziehen Anlagegelder, fehlende Unternehmensgewinne verscheuchen die Anleger. Ein Unternehmen, das kein Wachstum zeigt und kein Geld verdient, dessen Aktien werden nicht steigen.

Eingepreist scheint mir die Inflation und die Zinsentwicklung aber noch nicht eingepreist bzw. Überraschungspotential bietet der Impact der Inflation auf die Unternehmensgewinne.

 

Das werden wir in der kommenden Berichtssaison sehen. Wenn mit den kommenden Quartalszahlen Gewinnwarnungen ausgesprochen werden, dann kann es nochmal ein Stück nach unten gehen. Wenn die Aussichten stabil sind, dann könnten wir gerade einen Boden ausbilden.

W5 High Potential Musterportfolio

Börse USA heut geschlossen

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

First American Corp (FAF): schließen zur Eröffnung (MOO)

22-06-2022

 

Ray Dalio hat seine Shortpositionierung für Europa ausgebaut. :-)

Das kann ich gar nicht verstehen... Hier wird doch Politik mit Augenmaß betrieben. Erst beteiligt man sich an Sanktionen, an denen sich 80% der Welt scheinbar nicht beteiligen. Diese 80% profitieren jetzt teilweise von verbesserten Energieverträgen, während europäische Bürger und Wirtschaft leiden.

Als nächstes schreibt der Fokus gestern: "Putins Gasspielchen". Jetzt dreht man uns aktiv den Gashahn zu, genau das was provoziert worden ist und weist die Schuld auf Russland?! Das nenne ich planvolles Agieren!

Nein, ich sehe wirklich keinen Grund zur Sorge in Europa. Das Investment von Ray Dalio ist überhaupt nicht nachvollziehbar :-)

An den Märkten haben gestern leider trotz Erholung die Technologie Werte nicht das Feld angeführt. Defensive Titel wurden bevorzugt. 

Der Euro schwächelt leider auch wieder. Bei zunehmender Stärke des Euro würde es Rückenwind für die Börsen bedeuten.

Signale kamen in den letzten Tagen möglicherweise vom Bondmarkt. Dort kam es nach einem massiven Abverkauf in den letzten Wochen zunächst zu einer Vollbremsung. Sollten wir hier ein Basisbildung sehen, dann würde das gut für die Börsen sein.

Nach wie vor ist die Situation sehr unklar und "eingepreist" ist sicherlich auch noch nicht alles. Die ein oder andere Überraschung könnte das Pendel der Abrissbirne noch einmal richtig schön ausholen lassen.

Auch wenn Europa, wie es ein Finanzbeobachter mal schrieb, in die Bedeutungslosigkeit fallen wird, würde eine starke Rezession Hierzulande das Weltbörsenklima belasten.

Hoffentlich kommt es nicht so wie Lindner es gestern äußerte. Er möchte uns, natürlich nicht sich selbst :-), auf eine lange Phase der Entbehrungen einstimmen.

Es lohnt sich wohl immer noch, den ein oder anderen Shortversuch zu unternehmen. Longversuche, Shorts sowieso, sollten derzeit ausschließlich mit Stoploss ausgeführt werden.

 

Das Potenzial nach unten ist nicht absehbar. Zu lange könnte die Durststrecke noch anhalten, ggf. eben noch Monate oder Jahre. In dieser Zeit der volatilen Sägezahn- bzw. Abwärtsmärkte besteht die Gefahr, mit zu hohen unkontrollierten Engagements salamischeibenartig sein Depot zu schmelzen.

Die Disziplin nichts zu tun, ist Arbeit genug

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

100% Cash

19-06-2022

Die Wochenendkolumne über die chinesische Wirtschaft und Kultur von Eric Nebe:

während du diese Zeilen liest, befinde ich mich für einige Tage im westlichen Teil von Borneo. Der malaysische Part auf Borneo (Ostmalaysia) ist grob gesagt geographisch in die beiden Staaten Sabah und Sarawak unterteilt. Technisch gehört auch noch Labuan dazu, allerdings handelt es sich hierbei um eine Insel, die flächenmäßig deutlich kleiner ist als die anderen beiden.

Normalerweise halte ich mich in der Hauptstadt von Sabah – Kota Kinabalu – auf. Nun bin ich jedoch für ein paar Tage in die Hauptstadt Sarawaks – Kuching – geflogen. Die Stadt ist vor allem für ihre „Laksa“ bekannt, eine extrem leckere Nudelsuppe (siehe Bild), die ein Joint Venture aus chinesischer und südostasiatischer Küche darstellt und vor allem in Malaysia und Singapur in verschiedenen Varianten verspeist wird. Auch ich werde mir hier die ein oder andere Schüssel genehmigen und nebenbei Stadt und Natur in der Region erkunden.

Einige Menschen fragen sich vielleicht, warum ich mich so viel in Asien aufhalte und ob mir das in Bezug auf China hilft, neue Erkenntnisse zu gewinnen. Dies ist durchaus der Fall, denn der Einfluss Chinas ist fast überall offensichtlich und die Einstellung der Menschen in anderen asiatischen Ländern zu Wirtschaft und Politik sagt viel darüber aus, wie sich die Welt ändert. Für mich zeigt sich z. B., dass auch Asien sich mitunter weiter vom Westen entfernt, als es uns vielleicht bewusst ist – oder sagen wir, ein Stück weit unabhängiger wird.

Während viele westliche Staaten zu fast jeder politischen Angelegenheit eine klare Haltung fordern, haben einige Ereignisse zuletzt gezeigt, dass Asien hier nicht mitspielen wird und egoistischer agiert, als wir es vielleicht bisher gewohnt waren. Kein Wunder, Asien trägt immerhin mittlerweile weit mehr zum Wachstum der Weltwirtschaft bei, als die USA und Europa zusammen. Sich hier für einige Länder in irgendwelchen hitzigen Debatten auf nur eine Seite zu schlagen, kann kostspielig werden und bringt dem Land letztendlich nur Pluspunkte auf dem Konto der Moralbilanz, wirtschaftlich jedoch möglicherweise Nachteile.

Dass mit steigender Wirtschaftskraft auch das Selbstvertrauen von Ländern steigt ist nachvollziehbar und sollte möglicherweise nicht nur zukünftig mehr berücksichtigt sondern auch respektiert werden.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein erfolgreiches Wochenende!
Eric Nebe

17-06-2022

 

Wenn das so weiter geht, steht der SP500 bald auf 0.

 

Dann gehe ich auf jeden Fall all in :-)

Vielleicht sollte man ein wenig Heiterkeit verbreiten, daher heute mal zwei Börsenwitze passend zur Situation:

----

Nach einem heftigen Börsencrash unterhalten sich zwei frustrierte Daytrader: "Hast du Dir auch schon eine Pistole gekauft?"

Darauf der andere: "Wovon denn?

Und noch einer:

Ein Frankfurter Börsenhändler bereitet seinem Leben vorzeitig ein Ende, da er sich verspekuliert und viel Geld verloren hat.

Seine Frankfurter Börsenkollegen stiften ihm einen Grabstein, auf dem in goldenen Buchstaben steht: "Hier liegt er richtig, an der Börse lag er immer falsch

----------

Ewig weit kann es nicht mehr sein, bis der Boden erreicht ist. Der berühmte technologielastige ETF von Kathy Wood, der ARKK, bildet bereits eine Divergenz aus und hatte gestern kein neues Tief mehr gemacht.

 

Der ETF von Williaim O'Neil (FFTY), der Growth Titel enthält, hat gestern hingegen noch ein neues Tief gemacht. Diese beiden ETFs kann man gern als Gradmesser hernehmen, um die Risikobereitschaft großer Anleger einzuschätzen.

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

First American Corp (FAF): halten // Target 46.50 // Stoploss 52.80 // 5% of Equity

Victoria Secret (VSCO): schließen zur Eröffnung (MOO)

16-06-2022

 

Jerome Powell hat wieder einmal ein klasse Job gemacht. Um 0,75% wurden die Zinsen angehoben.

Mit diesem größten Zinsschritt seit 1994 hat er ein Zeichen gesetzt, entschlossen gegen die Inflation anzukämpfen auch wenn die Inflation m.E. nicht durch eine überhitze Wirtschaft entstanden ist, sondern durch Angebotsverknappung.

In diesem Fall hilft eine Zinsanhebung eben nur bedingt. Wahrscheinlich trägt die unerwartet hohe Inflation selbst dazu bei, die Wirtschaft abzukühlen.

Allerdings werden sich Anleihekäufer fragen, wieso sie einer Zentralbank die Anleihen abkaufen sollen, wenn die Inflation 8% beträgt aber eine Anleihe z.B. nur 1% abwirft. Der Realzins wäre unvertretbar negativ.

 

D.h. die Regierungen sind auch von dieser Seite gezwungen, die Zinsen anzuheben, um ihre Anleihen verkaufen zu können.

Naja, wenn ggf. die Prognosen für die Inflation in einigen Monaten freundlicher werden, dann könnte ich mir vorstellen, dass der Marktboden erreicht ist.

Daher war es wohl eine gute Entscheidung, den gestrigen Zinsschritt etwas höher zu bemessen, damit man hinterher entspannter an die Sache herangehen kann.

Die FED verschafft sich so Spielraum. Mit einer nachlassenden Inflation räumt sich die FED so die Möglichkeit ein, mit  einem minimalen Zinssenkungsschritt den Start für die neue Börsenhausse einzuleiten.

Wer Aktien akkumulierender Weise längerfristig ins Depot nehmen möchte, der sollte nun keine defensive Titel mehr in Erwägung ziehen, sondern jetzt schon auf die nächste Hausse spekulieren. 

 

Das bedeutet Aktien aus den Bereichen Technologie, zyklischen Konsumgüter etc...

Healthcare, Staples, etc. wäre geeignete Kandidaten, die man derzeit in einem noch anhaltenden Bärenmarkt gut shorten könnte. Die haben nach einem Anstieg in den letzten Monaten das meiste Potenzial zu fallen.

Aber um es noch einmal explizit auszudrücken. Wenn defensive Werte verkauft werden, heißt es noch lange nicht, dass der nächste Börsenfrühling unmittelbar bevorsteht. Wenn überhaupt, kann die aktuelle Situation gegenteilig gedeutet werden. Es lohnt nicht mal mehr defensive Aktien zu halten :-) 

Die meisten Follower kennen meine Vorgehensweise. Tag für Tag trage ich Informationen zusammen und verschaffe mir einen Überblick. Eine Kristallkugel habe ich nicht. Der Markt wird es uns sagen, was wir zu tun haben.

Geduld, Disziplin und keine Elefanten Verluste.

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

First American Corp (FAF): sellstoplimit// 51.80/ 51.50// DAY // Stoploss 53.62 // 5% of Equity

Victoria Secret (VSCO): halten// Target 27.00 // DAY // Stoploss 36.90 // 1,7% of Equity

15-06-2022

 

In den letzten Tagen veranstalteten die Börsenteilnehmer ein Blutbad. Das Barometer ist tiefrot, so etwas ist gewöhnlich nur in panikartigen Crashphasen zu sehen. Dabei haben wir erst 20% im SP500 verloren und die richtige Panik, also die Kapitulation, hat, dem Chart-Muster nach zu urteilen, noch nicht eingesetzt.

Im Nasdaq dagegen, sah es schon eher nach einem "Rette-sich-wer-kann-Ausverkauf " aus.

Die Börsensitzungen starteten mit Downgaps und schlossen quasi am Tief des Tages. Das bedeutet, dass nach einer ohnehin pessimistischen Eröffnung, fast niemand bereit war, die Kurse im Laufe der Handelssitzung zu stützen, geschweige denn nach oben zu treiben.

Bemerkenswert war der Wechsel der Sektoren. Während vor einigen Tagen/Wochen noch Defensive Titel und Versorger Aktien gesucht wurden, haben diese nun überraschend kräftig gelitten. Auch der in einer Späthausse gut performende Rohstoffsektor hat eine starke Trendwende nach unten vorgenommen.

Im Gegenzug haben sich gestern die Technologie Aktien und die zyklischen Konsumtitel besser behauptet als die Defensivtitel.

Goldminen und Anleihen fielen beide weiter und der Dollar gewinnt wieder an Stärke.

Aus diesen Entwicklungen könnte man annehmen, dass das große Geld sich auf einen weiteren Trend nach unten eingestellt hat und wenn etwas im Abwärtsrausch absorbiert wird, dann jetzt schon Sektoren, die gewöhnlich eine Hausse anführen.

 

Die Betonung liegt auf Absorbieren. Noch befinden wir uns, dem Gesamtbild nach zu urteilen, an der linken Seite einer Marktumkehr, an die sich normalerweise erst noch die Bodenbildung anschließt. Mit Vollendung der Bodenbildung kommt dann erst der Aufwärtstrend.

Derartig extreme Bärenmärkte sollten die Anlegerherzen höher schlagen lassen. Ich stelle mir das Geschehen wie ein Pfeilbogen vor. Je weiter es nach unten geht, desto weiter spannt sich der Pfeilbogen und desto rascher und schneller geht es im Anschluss nach oben.

Wenn wir Glück haben, geht es noch einmal 10% nach unten, natürlich mit gelegentlichen Rally-Unterbrechungen. So wie heute, wo sich ein kleiner Rebound abzeichnet.

 

Geduld und Disziplin sind gerade in diesen Phasen die Eigenschaften, mit denen das Spiel zu Gewinnen ist. Es ist absolut überlebenswichtig, streng nach System zu arbeiten, keine systemlosen Bottom-Pick-Aktionen durchzuführen, minimalste Positionsgrößen zu verwenden.

Als systemlose Handelsaktionen bezeichne ich Bauchgefühloperationen, die meist ohne Stoplosses durchgeführt werden, in der Hoffnung das absolute Tief zu erwischen.

Schnäppchenjagd entspricht zwar dem menschlichen Naturell aber niemand weiß, wie tief es noch abwärts geht oder ob es vielleicht schon das Tief war. Fomos und Cheapos werden bei dieser hohen Volatilität, wenn ohne Plan gearbeitet wird, durch den Fleischwolf gedreht.

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

Victoria Secret (VSCO): halten// Target 27.00 // DAY // Stoploss 38.25 // 1,7% of Equity

13-06-2022

 

Das Barometer ist leider wieder in den tiefroten Bereich gerutscht. Auch wenn es die letzten Wochen immer wieder Erholungsversuche gab, so konnte das Barometer nicht weit nach rechts in den grünen Bereich vorrücken.

Es gibt nach diesen starken Verkaufstagen wirklich nicht viel Ermutigendes. Letzte Woche hatte ich noch auf ein paar weitere Tage Börsenrally gehofft.

Nun müssen wir uns zunächst wieder gedulden und beobachten, wie sich die Börsen an den Tiefs vom Mai verhalten.

Elon Musk hat ein "komisches Gefühl" für die naheliegende Zukunft. Ich finde die Äußerung insofern bemerkenswert, weil er sonst nur durch Cryptogeflüster auffiel. Wir alle kennen die Probleme, mit denen die Globalwirtschaft kämpft aber die Äußerung von Musk hat m.E. mehr Gewicht als eine der zahlreichen Analysten, die ebenfalls Ungewitter aufziehen sehen.

Wenigstens die chinesischen Aktien zeigen relative Stärke. Alibaba hat sogar ihren 100 Tage gleitenden Durchschnitt nach oben gekreuzt. Alibaba könnte nun nach einer soliden Bodenbildungsformation ein guter Bottom Pick werden, obwohl über der Chinesischen Politik derzeit viele Fragezeichen stehen. Vor einem Monat hatte ich das noch optimistischer betrachtet als jetzt. Auch Charly Munger, der langjährige Freund und Partner von Warren Buffet, hat die Hälfte seiner Position von Alibaba im ersten Quartal diesen Jahre mit Verlust verkauft.

Am 14.6.22 kein Update!

W5 High Potential Musterportfolio

Die restlichen Positionen wurden ausgestoppt. Hier warten wir erstmal wieder ab, bis bessre Zeiten kommen.

Eine Shortposition können wir aufbauen.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

Victoria Secret (VSCO): sellstoplimit, 35.40, 35.10 // Target 27.00 // DAY // Stoploss 39.60 // 1,7% of Equity

12-06-2022

Die Wochenendkolumne über die chinesische Wirtschaft und Kultur von Eric Nebe:

letzte Woche ging in China die möglicherweise größte Test-Veranstaltung der Geschichte zu Ende. Nein, ich spreche nicht von Covid-Tests, sondern von der zentralen Prüfung zur Hochschulreife, welche auch unter dem Namen „Gaokao“ bekannt ist. Mit einer Rekordzahl von 11,9 Mio. Studenten, die dieses Jahr daran teilnahmen, war die Prüfung die größte Massenveranstaltung Chinas der letzten Monate.

Dabei wurden in rund 330.000 Prüfungsräumen chinaweit unter der Aufsicht von über 1 Mio. Prüfungspersonal innerhalb von 2 Tagen Schüler in verschiedenen Bildungsbereichen getestet. Das Ergebnis des Exams ist deutlich relevanter als etwa das Abitur in Deutschland, denn in China entscheidet es über den Großteil des zukünftigen Karrierepfads. Es ist letztendlich auch ein Grund, warum immer noch viele Chinesen im Ausland studieren wollen, wo die Ergebnisse weniger relevant sind und wo viele Unis zur Quotenerfüllung und Finanzierung ihrer Budgets gerne Chinesen entgegennehmen.

Übrigens gibt es in China einen, wie ich finde, ähnlich erschreckenden Trend wie bei uns: Immer mehr junge Leute wollen Beamte werden. Man verdient zwar auch in China als Staatsdiener nicht so viel wie in der Privatwirtschaft, aber dafür gibt es reichlich Sozialleistungen.

Die Entscheidung von ambitionierten und talentierten Leuten zwischen Staat und Privatwirtschaft ist für die Entwicklung eines Landes extrem relevant. Der chinesische Ökonom Weiying Zang argumentierte etwa in einem seiner Bücher, dass sich Chinas Wirtschaftswunder v. a. auf die Umverteilung von unternehmerischen Talenten aus der Regierung und der Landwirtschaft in die Geschäftstätigkeit zurückführen lässt. Talente gibt es in jedem Land anteilig etwas gleich viele. Doch entscheidend ist, wo diese arbeiten.

Es ist eine Art Wettbewerbssituation: Arbeiten sie für den Staat, ist es größtenteils aus wirtschaftlicher Sicht verschwendetes Humankapital. Arbeiten mehr Talente in der Privatwirtschaft, führt dies i. d. R. zu mehr Innovation und Wirtschaftsleistung, so wie in China in den letzten Jahrzehnten geschehen. Als China-Aktionär hoffe ich natürlich, dass es hier keine gravierende Rückkehr gibt und viele junge Leute weiter den Weg zu Privatunternehmen suchen.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein erfolgreiches Wochenende!
Eric Nebe

08-06-2022

 

Wenn ein Tageskerze vom Eröffnungskurs an, steigt, dann ist das als positiv zu bewerten. Gestern hat sich dieses Phänomen im SPY gezeigt.

Dazu hat die Kerze nahezu am Hochpunkt geschlossen. Es hat quasi bis zur letzten Minute keiner daran gedacht, seine Aktien zu verkaufen.

So jedenfalls könnte man das Geschehen interpretieren.

Die Börse ist ein Marktplatz, an dem sich Händler gegenüber stehen. Um sich ein Idee zu verschaffen, in welche Richtung sich der Markt mittelfristig bewegen könnte, müssen wir feststellen, ob mehr Angebot oder mehr Nachfrage bei den Händlern besteht.

Wenn also vom ersten Augenblick der Eröffnung keine Kursbewegungen nach unten stattfanden, wurde sozusagen jede Aktie, von Anfang an, von "irgendwem" absorbiert.

 

Es wurde nicht erst abgewartet, wie sich der Markt entwickelt oder beobachtet, ob es günstigere Preise zum Kaufen gibt, nein, es wurde gleich die erste Aktie zum Eröffnungskurs gekauft.

Im Laufe der Handelssitzung wurde weiterhin gekauft, denn die gestrige Tageskerze ist steigend. Und es wurde bis zum Schluss gekauft. Es gab gestern keinen Hinweis auf Verkaufsdruck, denn auch die letzten höheren Schlusskurse wurden von den Käufern akzeptiert.

Leider fand das ganze Szenario unter allenfalls durchschnittlichen Handelsvolumen statt, so dass dem Tag nicht ganz so viel Gewicht beigemessen werden kann.

Dennoch ein erfreulicher Tag. Es hat den Anschein, das Händler sich in die Startpositionen zu bringen.

W5 High Potential Musterportfolio

Die Angaben "% of Equity" Angaben von MARPS und GOGO sind vertauscht!!

MARPS 2% und GOGO 9% ist richtig, wie jetzt korrigiert unten angeführt

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

Marine Petroleum (MARPS): buystoplimit, 9.52/9.34 , DAY// Stoploss 8.22 // 2% of Equity

EZ corp (EZPW): buystoplimit, 7.97/8.02 , DAY// Stoploss 7.65 // 10% of Eq.

Gogo Inc (GOGO): buystoplimit, 21.32/21.16 , DAY // Stoploss 20.15 // 9% of Eq.

Kirby (KEX): halten // Stoploss 67.50

DHI Group (DHX): Stoploss ausgeführt

Valaris (VAL): halten // Stoploss 57.21

Chemours Company (CC): halten // Stoploss 40.45

09-06-2022

 

In den USA brodelt es wohl ein bisschen. Biden rief den Energie Notstand aus. Der Ukraine Krieg ist Schuld?

Ich dachte, die USA sind Energie Exporteur, wie passt denn das jetzt zusammen? Offenbar ist für alles in der Welt der Ukraine Krieg zuständig.

Die Inflation sorgt zunehmend für Missmut in der Bevölkerung. Wie vor einigen Tagen erwähnt, ist die Lage für mich, fundamental gesehen, schwer einzuschätzen. Wieviel Inflation ist verträglich?

 

Eine Entspannung der Inflation jedenfalls wäre fantastisch. Vor einigen Tagen hatte Powell noch richtigerweise bekanntgegeben, das die Inflation aktuell nicht mit einer Zinsanhebung zu bekämpfen sei, gestern wurde aber in den Medien wieder von Zinsanhebungen geschrieben, um die Inflation zu bekämpfen?

Manchmal hat man echt das Gefühl, dass die einen auf den Arm nehmen wollen.

Die Unterindikatoren des Barometers flackern teils im leichtgrünen Bereich auf, nur um dann wieder in den leicht roten Bereich zurück zu federn.... nichts tun wäre wahrscheinlich besser, als sich in diesem Hin und Her aufzureiben.

In den letzten Tagen gab es vermehrt gute Trading Setups. Das ist für sich genommen ein positives Signal. Heute allerdings präsentierte sich in meinem täglichen Aktienscreen das Gegenteil. Nicht viel Brauchbares dabei.

Man darf einfach nicht viel erwarten. Nach wie vor gilt, wer seine Equity einigermaßen hält, kann aktuell zufrieden sein. Es kommen wieder Zeiten, in denen jeder ein guter Investor ist. Das liegt dann aber eher daran, dass die Börse jeden tag steigt :-)

W5 High Potential Musterportfolio

Weiterhin kein vorwärtskommen im Depot. Häufig ist das der beste Indikator, ob es mit der Börse aufwärts geht oder nicht. Leider bleibt es eine sehr zähe Angelegenheit.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

EZ corp (EZPW): löschen

Gogo Inc (GOGO): ausgetsoppt

Valaris (VAL): ausgestoppt

Marine Petroleum (MARPS): halten // Target 10,70 // Stoploss 8.22 // 2% of Equity

Kirby (KEX): halten // Target 72,90 // Stoploss 67.50

Chemours Company (CC): halten // Stoploss 43.27

10-06-2022

 

Das Barometer hat einen Punkt abgegeben und ist nun wieder zurück gefallen in den roten Bereich. Schade, die Bärenmarktrally hätte gern noch einige Tage anhalten können.

Schauen wir mal, ob sich eine W  Formation im Zusammenhang mit de Tiefs von Mitte Mai ergibt oder ob die Börse noch weiter abtaucht Richtung 3600 Punkte im SP500.

Die Globalökonomie ist aktuell nicht einfach. Daher wären neue Tiefs schon wahrscheinlich. Ausgerechnet diejenigen Schlüsselkriterien, die zu einer Inflationsentspannung beitragen könnten (Energie und Lieferketten), kämpfen derzeit mit Problemen.

Streiks im Hamburger Hafen, Streiks bei den Truckern in Südkoreanischen Häfen,...

In Texas kam es zu einem Produktionsausfall in einem der weltweit größten Flüssiggasproduktionen. In Wien hat ein Zwischenfall bei der OMV Raffinerie für mögliche Diesel Engpässe gesorgt.

Es ist tatsächlich keine einfache Zeit, in der wir leben.

Ein Lichtblick gab es jedoch, der chinesische Außenhandel hat sich im Mai überraschend gut erholt.

 

Ein intaktes China ist für die Weltwirtschaft wichtig, von daher wäre es wünschenswert, wenn dort  die Normalität Einzug erhält.

Aber man sollte nicht zu viel Hoffnung in ein bestimmtes Szenario legen bzw. gedanklich flexibel bleiben. Ein kleines Kursfeuerwerk bei Inflationsberuhigung ist möglich, genauso wie ein weiter anhaltender Bärenmarkt über ein oder zwei Jahre!

Eine derart unübersichtliche Situation wie aktuell gab es, wenn überhaupt vergleichbar, vor 50 Jahren das letzte Mal.

Es ist ratsam, die Aktivitäten gering zu halten oder vielleicht sogar ein wenig Abstand zur Börse zu bekommen.

Leider kann man z.Z.. ja nicht mal nach Mallorca fliegen, weil zahlreiche Flüge gestrichen wurden :-)

Zu wenig Personal an den Flughäfen zur Abfertigung, nicht genügend Stewardessen...? 

Die Transportbranche klagt ebenfalls über zu wenig Personal. Die Gastronomie klagt über zu wenig Personal, in der Pflege scheint überall Personal Notstand zu herrschen....?

Kann mir irgend jemand erklären, wo die alle hin sind?

W5 High Potential Musterportfolio

Der Tag gestern ging nicht spurlos an unserem Musterportfolio vorbei. Wir  halten nur noch zwei Aktien.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

Marine Petroleum (MARPS): halten // Target 10,70 // Stoploss 8.85 // 2% of Equity

Kirby (KEX): halten // Target 70,90 // Stoploss 67.80

07-06-2022

 

Nach oben geht es nicht wirklich aber... es geht auch nicht nach unten! Das Volumen trocknet gerade förmlich aus.

Es sieht nicht nach ausgeprägtem Verkaufsdruck aus. Große rote Tageskerzen würden einen Verkaufsdruck signalisieren.

Für mich gleicht die aktuelle Lage einem Kanninchen vor der Schlange. Bloss nicht bewegen und keine Fehler machen

Die Börsianer warten auf eine Initialzündung, nach oben oder nach unten, und das wird die kurzfristige Trendrichtung. Das Barometer tendiert leider eher schwächer, so daß eine Abwärtsdynamik etwas wahrscheinlicher erscheint aber man weiß es nicht. 

Die Relative Stärke des DAX und der Asiatischen Märkte geben eine wenig Zuversicht.

In solchen Phasen werden gern Stoplosses abgefischt. Ein Falsebreakout nach unten wird  eingeleitet, nur um dann in der späteren Handelssitzung über dem Eröffnungskurs zu schließen.

Die Richtung von heute wird sicherlich mit entscheidend für die nächsten Tage. Die aktuelle Range besteht schon ganze fünf Tage an.

W5 High Potential Musterportfolio

ENSV wurden wir nicht gefillt, Das war auch besser so :-)

SPTN wurden wir leider ausgetsoppt. Die Zeiten sind nach wie vor sehr zäh.

Heute probieren wir es mit einem Transport Unternehmen aus der Schiffahrt.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Kirby(KEX): buystop, 69.36, 9% of Eq., GTC// Stoploss 66.34

Spartan Nash (SPTN): ausgestoppt

Enservco (ENSV): löschen

DHI Group (DHX): halten // Stoploss 6.55 // Target 7.51, GTC

Valaris (VAL): halten // Stoploss 57.21

Chemours Company (CC): halten // Stoploss 40.45

06-06-2022

 

Mit dem Schlusskurs vom Freitag sind die Marktbreite Indikatoren wieder leicht gefallen. Der Tiefpunkt  im SP500 liegt mittlerweile zwei Wochen zurück, dennoch entwickeln sich die Unterindikatoren des Barometers nicht in die positive Richtung. Das könnte erfreulicher sein.

Technologie und zyklische Konsumgüter scheinen weiterhin nur akkumuliert zu werden. Anschlusskäufe finden im zweiten Schritt nicht statt. Dennoch haben diese Sektoren die letzte Woche mit der besten Performance abgeschlossen.

Möglicherweise ändert sich das Bild diese Woche wieder und alles, was mit Rohstoffen und deren Transport zu tun hat, führt das Feld an.

Im Musterdepot setzen wir auf diese mögliche Entwicklung und positionieren uns in den Industriegruppen mit hoher relativer Stärke. Heute fangen wir zunächst mit einem Wert an, der rund um die Gas Produktion, Services anbietet. Fast ein Pennystock, der hohes Potential bietet, sofern die Rechnung aufgeht.

 

Das Unternehmen gibt es bereits seit 1980 und seine Kursentwicklung gleicht einer Wellenform, mit anderen Worten kein Wachstumswert.

Bei Aktien lohnt es sich, die aktuell stärksten Branchen zu identifizieren und auf der Welle, die jeweils en vogue ist, mit zuschwimmen. Es gibt Phasen, in denen Growth Titel gesucht werden und in anderen Phasen wiederum, sind es eher ungewöhnliche Titel, wie aktuell z.B. aus der Schifffahrt.

Growth Aktien wurden in den letzten Monaten gar nicht gesucht, wenn man sich den ARKK ETF anschaut. Die einst gefeierte Kathy Woods erlebte mit ihrem Innovation Fonds seit Februar 2021 einen Rückgang von über 70%.

Als Retail Investor bietet sich die Trittbrettfahrer Strategie an. Das bedeutet, dort einzusteigen, wo das große Geld sich engagiert. Um sich ein Bild zu machen, wo das große Geld sich engagiert, braucht man sich nur die relativ stärksten Industriegruppen anzuschauen.

W5 High Potential Musterportfolio

Bei IRTC hat der Stoploss leider nicht gehalten. Da es vielleicht aber doch weiter aufwärts geht, probieren wir eine weitere Position mit geringem Risiko aus.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Spartan Nash (SPTN): buystop, 36.23, 8,5% of Eq., GTC// Stoploss 34.45

Enservco (ENSV): buystop, 2.61, 1,5% of Eq., GTC// Stoploss 2.24

DHI Group (DHX): halten // Stoploss 6.55 // Target 7.51, GTC

Valaris (VAL): halten // Stoploss 57.21

Chemours Company (CC): halten // Stoploss 40.45

04-06-2022

Die Wochenendkolumne über die chinesische Wirtschaft und Kultur von Eric Nebe:

Shanghai meldet sich zurück! Die Lockdowns haben nach knapp zwei Monaten ein Ende und es kehrt langsam wieder ein wenig Normalität ein. Wenn so eine Stadt wiederbelebt wird, sind das Ausmaße, die wir uns eigentlich kaum vorstellen können: Man geht alleine davon aus, dass fast 3 Mio. Geschäfte ihren Betrieb nun wieder aufnehmen können.

Um die ganze Prozedur zusätzlich einzuheizen und die diesjährigen Wachstumsziele zu erreichen, wird nun in China auch langsam mit finanziellen Druckmitteln agiert: So gibt es etwa eine Art Abwrackprämie beim Kauf von neuen E-Autos oder großzügige Subventionen beim Erwerb von Elektro-Konsumartikeln.

Auch der Online-Handel will mitspielen: Die großen E-Commerce-Dienstleister, angeführt von Alibaba und JD.com, haben üppige Werbeaktionen für das jährliche 618-Einkaufsfestival gestartet und bieten hohe Rabatte, um Online-Händler inmitten der schwächelnden Wirtschaft des Landes zu unterstützen. Die Einzelhandelsgala zur Jahresmitte, die 2004 als einfache Verkaufsförderung von JD.com zur Feier seines Gründungsjubiläums am 18. Juni begann, hat sich inzwischen zum zweitgrößten Einkaufsfestival des Landes (nach dem Singles' Day) entwickelt. Übrigens habe ich beide Unternehmen letzte Woche ausführlich auf meinem YouTube-Kanal analysiert und mir die Zahlen aus dem Q1 genau angeschaut – die besser ausfielen als vom Markt erwartet.
JD, Alibaba, Baozun, ...

Zusammenfassend kann man sagen, dass in China derzeit so etwas herrscht wie Aufbruchsstimmung. Doch gute Stimmung alleine reicht nicht, um ein Fußballspiel zu gewinnen. Deshalb müssen nun die Konsumenten mit ihren Yuans sprechen und wir werden dann in einigen Monaten sehen, ob China die Lockdowns gut verdaut hat oder die Kaufkraft und das Wirtschaftsklima nachhaltig gebeutelt wurden.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein erfolgreiches Wochenende!
Eric Nebe

03-06-2022

 

Endlich einmal standen hauptsächliche zyklische Konsumgüter und Technologie auf der Speisekarte der Anleger. Defensive Titel waren weniger gefragt.

Wenn dieser Zustand weiter anhält und der USD zu dem seinen Abwärtstrend beibehält, dann können wir uns bestimmt noch über mehrere Tage Sonnenschein an der Börse freuen.

Die Marktbreite Indikatoren verbessern sich zunehmend und könnten zusammen mit einer sich beruhigenden Volatilität dafür sorgen, dass das Barometer weiter nach rechts, in den saftig grünen Bereich rutscht. Noch ist es aber nicht soweit.

Viele Werte sind günstig bewertet aber ich denke, dass die Spreu vom Weizen in vielen Bereichen noch immer  zu trennen ist.

Die kürzlich erwähnte Google oder eine AMD sind große Titel, die fundamental betrachtet nicht mehr weiter fallen müssten. Technologie Service Unternehmen leiden selbst nicht so sehr unter der Inflation aber evtl. ihre Kunden.

Naja, es bleibt dabei, meine Einschätzung, volatiles Auf und Ab, auch möglich in größeren Wellen bis Inflation und Zinsschritte nicht mehr für Überraschungen sorgen.

Viel ist ja schon eingepreist aber gerade die Inflation würde die Märkte regelrecht in Euphorie versetzen, wenn absehbar wäre, dass es an dieser Front zur Entspannung kommt.

W5 High Potential Musterportfolio

Bei IRTC hat der Stoploss leider nicht gehalten. Da es vielleicht aber doch weiter aufwärts geht, probieren wir eine weitere Position mit geringem Risiko aus.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Spartan Nash (SPTN): buystop, 36.23, 8,5% of Eq., GTC// Stoploss 34.45

DHI Group (DHX): halten // Stoploss 6.39

Valaris (VAL): halten // Stoploss 57.21

Chemours Company (CC): halten // Stoploss 40.45

02-06-2022

 

Gestern haben wir negative Vorzeichen gesehen aber dennoch haben sich die Marktbreiteindikatoren und die Volatilität nicht weiter abgekühlt.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es heute oder morgen zu einem weiteren Aufwärtsschub kommt in dieser Rally. Nach wie vor sehe ich aber eher eine Bärenmarktrally.

Wenn das Ende der Zinsnahebungen und eine Beruhigung der Inflation absehbar wird, glaube ich an einen anhaltenden Aufschwung. 

Die Rohstoffmärkte scheinen sich bereist ein wenig zu beruhigen. Es ist aber m.E. noch nicht die Zeit gekommen, große Gewinne zu machen.

Weiterhin ist abwarten und Tee trinken das Motto der Stunde.

W5 High Potential Musterportfolio

Bei IRTC hat der Stoploss leider nicht gehalten. Da es vielleicht aber doch weiter aufwärts geht, probieren wir eine weitere Position mit geringem Risiko aus.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

DHI Group (DHX): buystop, 6.71, GTC, 4% of Eq. // Stoploss 6.39

Valaris (VAL): halten // Stoploss 57.21

Chemours Company (CC): halten // Stoploss 39.45

iRythem (IRTC): Stoploss ausgeführt

01-06-2022

 

Einige Fragen sich, ob der Boden einzementiert ist und nun die Zeit reif ist für "All in".

Dabei geht es um Werte wie Alibaba oder einen ETF auf Halbleiter.

All in schon aber nur mit Stoploss ist meine Einschätzung. Ich würde noch nicht All in gehen und weitere Börsencrashs aussitzen wollen. Noch sehe ich zu viel Überraschungspotential.

Zinsanhebungen werden sicherlich moderat ausfallen. Die FED hatte in den letzten Monaten Augenmaß bewiesen, was man von der Eurozonen nicht unbedingt behaupten kann. Hier ist alles möglich, der wirtschaftliche Selbstmord nimmt volle Fahrt auf. Das Gas wurde Meldungen zufolge für die Niederlanden und Dänemark abgestellt.

Der Vorsitzende der internationalen Energieagentur warnt vor einer Energiekrise, die schwerer wiegen könnte als in den 70gern. 

Ein Ölpreis von über 100 Dollar hat in der Vergangenheit ohnehin systematisch zu einer Rezession geführt und damit zu einem Abschwung an den Börsen.

Für einen langanhaltenden Aufschwung sehe ich einfach nicht die passenden Rahmenbedingungen, wie z.B. das Ende der Zinsanhebungen oder steigende Technologie Aktien. 

Nach  wie vor führen eher defensive Industriegruppen die Relative Stärke Listen an. 

Die Marktbreite Indikatoren signalisieren derzeit Aufwärtstendenzen aber diese reagieren sehr kurzfristig und können schon nächste Woche wieder auf Tauchstation gehen.

Longterm Investments könnten wenn überhaupt an sehr schwachen Börsentagen platziert werden. Ich sehe derzeit eine Bärenmarktrally, die jederzeit kippen könnte.

Die Auftragsbücher sind zwar voll aber häufig können die Aufträge nicht bedient werden. Entweder durch Lieferengpässe oder durch fehlendes Personal.

 

Das jedenfalls habe ich persönlich durch Gespräche in den letzten Tagen heraus hören können.

 

Gerade gestern gleich zweimal. Die Steuern sind einfach zu hoch. Mitarbeiter sind nicht zu haben oder nicht leistbar.

Die eine Firma kann im Bereich Anlagenbau nicht mehr konkurrenzfähig in Deutschland produzieren und die andere etwas kleinere Tiefbau Firma kann nicht expandieren, weil dazu drei weitere Mitarbeiter nötig wären, die man nicht bezahlen kann.

Alle sind recht busy aber keiner verdient Geld, so hat es den Anschein.

Dieser Zustand ist übrigens an der operativen Margin eines Unternehmens erkennbar. Neben dem Umsatz und dem Gewinn, eine der wenigen Fundamentalzahlen, die ich betrachte. Wenn die operative Margin gering ist gleicht ein Unternehmen eher einer Wechselstube.

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Valaris (VAL): halten // Stoploss 57.21

Chemours Company (CC): halten // Stoploss 39.45

iRythem (IRTC): halten // Stoploss 132.90

31-05-2022

 

Hoffen wir, dass sich der ein oder andere gut erholt hat, an dem zurückliegenden langen Wochenende. Ich selbst erhielt ein schönes selbst gemaltes Bild von meiner 7jährigen Tochter zum Vatertag.

So ein Geschenk erweicht jedes Herz und tröstet über den ein oder anderen Drawdown hinweg. Obwohl, zur Zeit geht es wieder aufwärts. Die Investitionsquote ist von 0% vor einigen Tagen auf 60% angestiegen. 

Nach vielen Jahren des Tradings konnte ich feststellen, dass der Fokus auf de Investitionsquote mehr Auswirkung hatte als der Fokus auf den Einstieg oder den Exit. Eine variabel gestaltete Investitionsquote oder ein variables  Risiko pro Trade sind Elemente der Steuerung, die viel mehr Kraft haben, als die meisten denken. In der Literatur gibt es dazu leider sehr wenig.

Das Riskmanagement dient dazu, mit wenig Risiko viel Rendite zu erzielen ansonsten würden wir ins Casino gehen. Dort kann man sehr leicht und sehr schnell 100% Rendite erzielen, wenn man z.B. alles auf rot setzt und rot dann auch kommt... :-)

Warum man das aber eben nicht mit 100.000 Euro macht und wie man trotzdem 100% Rendite innerhalb einer definierten Zeit macht, das sollte ein guter Tradingplan mit einem guten Riskmanagement beantworten.

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Southwest Gasholdings (SWX): halten // Stoploss 92.75

Alliance Recources  (ARLP): halten //  Stoploss 19.30

Valaris (VAL): halten // Stoploss 57.21

Chemours Company (CC): halten // Stoploss 39.45

Intra Celllular (ITCI): löschen

iRythem (IRTC): buystop, 140.68,GTC , 7,5% of Equity // Stoploss 132.90

28-05-2022

Die Wochenendkolumne über die chinesische Wirtschaft und Kultur von Eric Nebe:

aufgrund der jüngsten Wertminderung von Vermögenswerten wurden viele Menschen auf der Welt monetär betrachtet etwas ärmer. Allerdings gibt es auf unserem Planeten mehr Superreiche als je zuvor, die einen Verlust von ein paar Milliarden leichter verdauen können.

Apropos Milliarden: Statistiken zeigen, dass China letztes Jahr mit 1.133 Milliardären (+75 zum Vorjahr), die Welt in dieser Kategorie anführt, gefolgt von den USA mit 716 (+20 zum Vorjahr). Die beiden Nationen stellen 55% aller Milliardäre der Welt. China verlor jedoch auch die meisten Milliardäre, da 160 Personen von der Liste gestrichen wurden, gefolgt von den USA mit 32 und Russland mit 13. Der Großteil der Streichungen in China resultiert aus Vermögenden, die aus der Internet-, Immobilien-, Bildungs-, und E-Zigaretten-Industrie stammen.

Die Top-3-Städte mit den meisten Milliardären befinden sich nun ebenfalls alle in China: Peking, Shanghai und Shenzhen, gefolgt von New York und London. Chinas Tech-Hub Shenzhen hat letztes Jahr acht Milliardäre hinzugefügt und mit insgesamt 113 nun New York überholt. Auch Frauenpower ohne künstliche Geschlechterquoten und endlose Diskussionen gibt es: Im vergangenen Jahr dominierte China weltweit mit 66% der 269 Milliardärinnen.

Dabei sollten Schattenseiten dieser Entwicklung nicht unter den Tisch gekehrt werden: Ich habe kürzlich ein Buch mit dem Titel „Red Roulette“ gelesen, das von dem Chinesen Desmond Shum geschrieben wurde. Er argumentiert zum Beispiel, dass in der Vergangenheit jedes Jahr zwei Drittel der 100 reichsten Chinesen in dieser Liste ersetzt wurden. Es belegt nicht nur die Schnelligkeit in China, sondern ebenso, dass man rapide sehr tief fallen kann. Um erfolgreich zu sein, müssen chinesische Unternehmer oft Gesetze beugen und werden daher im Laufe der Zeit immer anfälliger. Aus diesem Grund sind viele Chinesen bis heute eher kurzfristig orientiert und das sogenannte „Flipping“ von Vermögensobjekten bleibt gängige Praxis.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein erfolgreiches Wochenende!
Eric Nebe

27-05-2022

 

Die Marktbreiteindikatoren haben sich erneut verbessert.

Aufmerksame Leser haben sicherlich seit Tagen den latenten Klang des Optimismus zwischen den Zeilen lesen. Daher platzierten wir in unserem Musterportfolio, das ich u.a. selbst auch umsetze, bereits die ersten Orders.

Überraschend  positive Ausblicke haben Einzelhändler in den USA gestern herausgebracht. Das ist sehr erleichternd, wie ich finde. Es ist doch nicht alles so schlecht, wie es scheint...

 

Naja, wir wissen ja, das die Auftragsbücher der Firmen voll sind aber das Geld zum Konsumieren wird knapp. Wie so etwas ausgeht wissen nur die Finanzhistoriker. Für mich alles schwer einschätzbar.

 

Dazu kommen die Affenpocken, die medial gerade genauso eingeleitet werden, wie seinerzeit Corona. Der erste Fall ist aufgetreten und schon wird von einer Pandemie gesprochen. Wenn das wieder Lockdowns etc. nach sich zeiht, dann mal gute Nacht.

 

Die FED hat in ihrer gestrigen Sitzung kein zu hawkischen Ankündigungen gemacht und hat somit ihrerseits für Aufhellung gesorgt.

Wie an anderer Stelle erwähnt, sind die Entwicklungen der Charts aussagekräftiger als die Aussagen und Meinungen von Finanzseiten.

Charttechnische Fakten sind z.B.  der schwächelnde US Dollar, ein starker Transportindex gestern, starke Unternehmensanleihen, divergierende Marktbreiteindikatoren, ein divergierender Russell2000, usw. und sofort

Daher nehme ich an, das wir für ein paar Tage aufatmen können.

 

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Southwest Gasholdings (SWX): halten // Stoploss 92.75

Alliance Recources  (ARLP): halten //  Stoploss 18.74

Valaris (VAL): halten // Stoploss 55.28

Chemours Company (CC): halten // Stoploss 39.45

Intra Celllular (ITCI): Buystop, 59.31, 5% of Equity, GTC, Stoploss 56.04

26-05-2022

 

Die Marktbreiteindikatoren haben sich geringfügig verbessert. Die Anzahl guter Setups zum Traden nimmt weiterhin zu.

Es riecht nach einer Erholung.

Langfristig orientierte Schnäppchenjäger könnten sich die AMD Aktie anschauen. Die Aktie wird unter extrem hohen Volumen seit ca. einem Monat akkumuliert und bildet gegenüber dem Index relative Stärke aus.

Die Quartalszahlen am 3. Mai überraschten ebenfalls positiv. AMD befindet sich in der Halbleiterbranche, die gemäß Hausverstand, auch in nächster Zukunft volle Auftragsbücher haben sollte.

 

W5 High Potential Musterportfolio

SWX läuft unrund. Raus damit! Nur eine steigende Aktie ist eine gute Aktie :-)

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Southwest Gasholdings (SWX): halten // Stoploss 92.75

Alliance Recources  (ARLP): halten //  Stoploss 18.74

Valaris (VAL): halten // Stoploss 55.28

Chemours Company (CC): Buystop, 41.60, 6% of Equity, GTC, Stoploss 39.45

25-05-2022

 

Junge, Junge, was ist denn mit dem Nasdaq los?

Eine Google fällt in der Spitze über 8% und hat somit ein Kurs Gewinn Verhältnis für nächstes Jahr von gerade mal 15. Für diese Aktie kann man das wohl als Schnäppchen bezeichnen.

 

Google konnte seit Jahren den Umsatz und Gewinn steigern und im Gegensatz zu vielen anderen Bigplayern, hat Google sogar noch die operative Margin ausbauen können. Wenn viel vom Umsatz "hängen" bleibt, kann man viele Fehler machen oder hat viel Cash zur Verfügung, um zu investieren.

 

Wahrscheinlich werden, wie bei SNAP auch, die Werbeeinnahmen weniger. Bei der Werbung wird in schlechten Zeiten meist als erstes gekürzt.

Die Anzahl "tradbarer" Aktien nimmt aber dennoch zu. Ich vermute, dass in den nächsten Tagen eine Erholungsrally einsetzt.

Aktuell trudeln mehr Anfragen herein, was man machen kann und wie weit der Markt noch fällt. Das sind Anzeichen von Panik und Angst. Mein email  Posteingang dient sozusagen als Sentimentindikator. 

Ich weiß es natürlich auch nicht, aber es sollte wenigstens für ein paar Tage aufwärts gehen. Im Russell2000 ist gestern die dritte Cheapo-Lunte innerhalb der letzten zwei Wochen aufgetaucht.

 

Eine Lunte ist der untere Schatten einer Kerze. Wenn dieser relativ lang ist, im Verhältnis zum Kerzenkörper, dann spricht man von einer Hammer-Candle. Den meisten wird das ein Begriff sein.

Und die Cheapos wiederum sind das Gegenteil von den FOMOs. Die Cheapos wollen um jeden Preis very cheap einkaufen, während die Fomos dem Preis hinterher laufen, aus Angst etwas zu verpassen.

 

Mehrere Cheapolunten an einer Unterstützungslinie deuten darauf hin, dass die Cheapos unterwegs sind und an der, bzw. noch besser, unter der Unterstützungslinie einkaufen. Günstig ist ja noch zu teuer :-)

Aus Chance Risiko Sicht macht es selbstverständlich Sinn, günstig einzukaufen aber wichtiger ist die Geschwindigkeit, mit der eine Aktie nach dem Kauf steigt. Wer unseren Ansatz hier verfolgt, der kennt meine Meinung:

 

Cheap kann noch viel cheaper werden.

W5 High Potential Musterportfolio

Die besten Setups zeigen sich aktuell in Ressourcen Aktien. Wenn die Börse sagt, Ressourcen steigen, dann lassen wir uns leiten und tun was der Markt sagt :-)

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Southwest Gasholdings (SWX): halten, GTC, Stoploss 90,23

Alliance Recources  (ARLP): Buystop, 19.90, 3,5% of Equity, GTC, Stoploss 18.74

Valaris (VAL): Buystop, 59.21, 4,5% of Equity, GTC, Stoploss 55.28

24-05-2022

 

Trotz der gestrigen Börsensitzung mit positiven Vorzeichen hat sich an den Marktbreiteindikatoren nicht viel getan. Nach einer Bodenbildung sah der Tag gestern noch nicht aus. Das Volumen viel dafür zu gering aus.

Dennoch ist seit mehreren Tagen zu beobachten, dass die Marktbreiteindiaktoren insgesamt Divergenzen ausbilden. Das bedeutet, dass diese Indikatoren selbst eine Bodenbildung vollziehen und im Vergleich zur Kursentwicklung der Indizes Relative Stärke zeigen. Häufig folgen die Börsenindizes zeitverzögert.

Auch fällt der US Dollar positiv auf, der in den letzten Tagen etwas schwächer wurde. Ein schwacher Dollar ist allgemein gut für steigende Börsen.

Weiterhin befinden wir uns in einer sehr volatilen Phase, in der, wenn überhaupt, nur minimale Positionsgrößen getradet werden sollten. 

Wenn aber ein lokaler Boden im Aktienmarkt aktuell erreicht sein sollte, werden diese ersten Positionen gelingen. Als Hinweis, ob ein Boden erreicht ist oder nicht, ist eine Gelingen oder Nichtgelingen der offenen Positionen ohnehin der beste Indikator. 

 

Selbstverständlich könnte das Gelingen oder Nichtgelingen auch mit Papertrading umgesetzt werden.

Ich trade gern durch fast alle Phasen hindurch, um ein besseres Gefühl für den Markt zu bekommen bzw. um am Ball zu bleiben. Das setzt natürlich ein striktes Riskmanagement voraus und eine rigorose Umsetzung der Stoploss-Regeln.

Im Musterportfolio werden wir heute eine Order in einer Aktie platzieren, in der wir vor einiger Zeit ausgestoppt worden sind.

Eine Aktie, die sich im jüngsten Abwärtstrend des Broadmarktes durch relative Stärke abgehoben hat. Häufig klappt ein Trade erst beim zweiten oder dritten Anlauf.

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Southwest Gasholdings (SWX): halten, GTC, Stoploss 90,23

Alliance Recources  (ARLP): Buystop, 19.90, 3,5% of Equity, GTC, Stoploss 18.74

23-05-2022

 

In einem volatilen Markt, wie er aktuell vorherrscht, werden Trading Positionen häufig in der Börsenmühle zermahlt. Short oder Long Positionen.

 

Der Finanz Mathematiker Benoit Mandelbrot hatte seinerzeit ein Modell veröffentlich, in dem er Werte für die Volatilität von mehr als einer Standardabweichung über dem Durchschnitt als "tradingfeindliche Zonen" bezeichnete.

Die Werte für den Volatilitätsindex erreichten in den letzten Wochen immer mal wieder diese Zone. Als Trader muss man sich also nicht wundern, wenn nichts klappt.

Die großen Vermögen der berühmten Traderlegenden wurden übrigens dann gemacht, wenn die Volatilität sich unterhalb ihres langjährigen Durchschnitts befand. Die Legenden nutzten im Prinzip "nur" den Rückenwind der großen Börsenaufschwünge aus und hatten nicht unbedingt eine IQ von 300.

Selbst Warren Buffet hatte zu Beginn seiner Karriere, in den 50zigern, eine Phase der sehr niedrigen Volatilität erwischt und konnte so glänzen. In den 60zigern wiederum verzeichnete sein Depot Abschläge von über 50%. Darüber redet natürlich niemand. 

Es kommt darauf an, die Phasen der hohen Volatilität, gleichbedeutend mit Bärenmärkten,  zu überstehen und dann bereit zu sein, wenn die Börsensonne wieder scheint. Die meisten geben in den traderfeindlichen Phasen auf.

Vielleicht hatten Traderlegenden nur einen gewöhnlichen IQ aber auf jeden Fall hatten Sie außerordentliche Disziplin!

 

Disziplin und Geduld ist an der Börse wichtiger als schlau zu sein.

W5 High Potential Musterportfolio

Mit sehr wenig Risiko platzieren wir uns in der SWX, in der wie zuvor ganz knapp ausgestoppt worden sind. Das Chartbild sieht nach wie vor gut aus.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Southwest Gasholdings (SWX): Buystop, 94.75, 6% of Equity, GTC, Stoploss 90,23

21-05-2022

 

Die Wochenendkolumne über die chinesische Wirtschaft und Kultur von Eric Nebe:

es geht los, die Berichtsaison in China nimmt Fahrt auf! Heißt für mich, Hochkonjunktur, denn ich lese mir natürlich viele Geschäftsberichte durch. Die Aussagekraft dieser wertvollen Dokumente schlägt langfristig, davon bin ich überzeugt als Fundamentalanleger, jede Charttechnik und Geldpolitik.

Chinesische Unternehmen, gerade die Big-Techs, veröffentlichen ihre Zahlen meist deutlich später als ihre US-Pendants. Woran liegt das? Tatsächlich gibt es keine offizielle Begründung dafür. Für mich ist das Naheliegendste jedoch ein relativ banaler Grund, den ich immer wieder erwähne und der für China-Investoren im Westen wichtig ist: In China stehen Aktionärs-Interessen zu keiner Zeit im Vordergrund, was speziell im angelsächsischen Raum komplett anders ist. Demnach sind auch die Geschäftsberichte (die nun mal gesetzlich vorgeschrieben sind) eher eine Formalität, die man irgendwie abwickelt.

Nicht falsch verstehen: Die Unternehmen in China selbst interessieren sich durchaus für Zahlen, allerdings weniger für die anderen Anteilseigner (die Aktieninhaber). Da ich selbst in Finanzfunktionen in einem großen DAX-Konzern gearbeitet habe, weiß ich, dass im Prinzip die finalen Zahlen für ein Quartal am ersten Tag eines jeden neuen Quartals vorliegen und diese dem Management sehr wohl bekannt sind. Natürlich muss dies alles noch geprüft werden, Sondereffekte kalkuliert werden und zum Schluss in einen schönen Bericht mit entsprechender Prosa verpackt werden. Doch selbst hier finden sich bei fast allen Unternehmen viele Standardphrasen und vorgefertigte, mit Anwälten abgestimmte, Textbausteine. Mit anderen Worten: Wann so ein Bericht öffentlich erscheint, ist letztendlich eher eine Frage der Priorität.

Einer der ersten großen chinesischen Tech-Konzerne, der sein Zahlenwerk letzte Woche präsentiert hat, war Tencent. Wenn du mehr zu den Zahlen erfahren möchtest und wissen willst, wie ich mich bei der Aktie verhalte, dann schau dir am besten mein YouTube-Video an, das morgen erscheint.

Bis dahin wünsche ich dir schon mal ein erfolgreiches Wochenende!
Eric Nebe

20-05-2022

 

Vorgestern  haben die Quartalszahlen von Target die Börsen in die Tiefe geschickt. Aber nicht nur Target, sondern Walmart, Dollartree, etc. geben seit Tagen stark ab. Und stark heißt in diesem Fall wirklich stark.

Ein vergleichbarer Ausverkauf fand bei Target nur einmal statt, 2008. Nicht einmal in der Coronakrise oder in der Dotcom Blase erlebten wir bei den Einzelhändlern derartige Panikverkäufe.

Warum sind die Einzelhändler interessant?

Sie spiegeln das Konsumentenverhalten wieder. Wenn fleißig konsumiert wird, ist die Welt in Ordnung.

 

Gestern sind die Einzelhändleraktien weiter gefallen, gegen den Trend des Breiten Marktes. Man sollte diese Aktiengruppe genau beobachten.

In die Gruppe der desaströsen Aktien gesellen sich die Transportwerte. Diese markierten ebenfalls neue Tiefs.

Man könnte schon fast in Hoffnungslosigkeit verfallen, wenn da nicht die aufhellenden Momente aufleuchten würden.

Da wären der US Dollar, das Gold und die US Staats- und Unternehmens-Anleihen. Alle Charts deuten darauf hin, dass die Zinsen wohl eher nicht aggressiv angehoben werden, wie zunächst von Powell am Anfang der Woche angekündigt.

Auch der Russell2000 bildet seit Tagen Relative Stärke gegenüber dem SP500 aus. Der Russell wird normalerweise eher gekauft, wenn es heißt Risk on.

Wohin die Reise geht gleicht einem Münzwurf. Aber einen weiteren Crash um nochmal 20 oder 30%, sowie in der Finanzkrise oder Dotcomblase, das halte ich für das unwahrscheinlichste Szenario.

Buy and Hope Investoren können mit langem Atem sicherlich Tiefs zum Akkumulieren ausnutzen, genauso wie es seit Wochen in der Halbleiterbranche praktiziert wird. Immer wieder werden schwache Tage am nächsten Tag hochgekauft.

W5 High Potential Musterportfolio

100% Cash

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Southwest Gasholdings (SWX): ausgeführt

Enterprise Products (EPD): ausgeführt

19-05-2022

 

Überraschung!

Ich hätte es nicht gedacht, das wir einen solchen Ausverkauf erleben. Es ist wirklich eine außerordentlich schwere Zeit.

Sechs Monate hält der Bärenmarkt mittlerweile an und zählt damit zu den größeren Bärenmärkten.

Die Coronakrise dagegen, war ein Kindergeburtstag. Dort hatten wir nach sechs Monaten schon wieder neue Allzeithochs erreicht!

Aktuelle befinden wir uns nach sechs Monaten immer noch am Tief. In Situationen wie diesen bin ich froh, dass ich den Bärenmarkt 2000 erlebt habe.

Drei Jahre (!) ging es dort nach unten. Das emotional schwierige in solchen Zeiten ist, wenn kurze Unterbrechungen Hoffnung aufkommen lassen und kleine Zugewinne im Depot durch die nächste Abwärtswelle sofort wieder doppelt zerstört werden.

 

Neueinsteiger unterschätzen genau diese Möglichkeit des langanhaltenden zermürbenden Bärenmarktes. Die Robinhood Trader, die mit der Coronakrise hervorgekamen, haben sicherlich einen Großteil ihrer Gewinne wieder abgegeben. Die praktizieren das "Loch-im-Eimer-Phänomen". Das Depot verliert durch Halten fallender Aktien permanent Geld, wie ein Eimer mit Loch permanent Wasser verliert.

Der Vorteil des Retail Traders im Haifischbecken, schnell handeln zu können, ist mental gesehen, derzeit ein Nachteil.

Man muss auch in diesen schweren Zeiten traden und kann nicht einfach weglaufen :-)))

 

Schmerzliche Stoplosses müssen eingehalten werden!!! Aber auch das Platzieren neuer Long Signale wird zur Herausforderung.

Long Signale umsetzen ist aber notwendig, sonst verpasst man den Einstieg für den nächsten Big Trade. Der kommt bestimmt!

Ein Traderkollege hatte kürzlich das fünfzehnte Mal hintereinander einen Stoploss umsetzen müssen. Das ist die letzten 10 Jahren nicht mehr vorgekommen. In Bullenmärkten macht er aber 50% und mehr. Das weiß er und daher bleibt er weiterhin diszipliniert.

Was kann man machen?

Positionsgrößen stark reduzieren und auf jeden Fall die Stoplosses einhalten, auch wenn es schmerzt! Sonst wird aus einem 1% Verlust plötzlich 10 oder 20%. Hinterher wäre man froh, wenn man den 1% Verlust realisiert hätte :-)

Regel Nummer 1: Keine Elefantenverluste

Ein Beispiel war die United Steel am 19. April diesen Jahres. Der Kontext für einen Trade in dieser Aktie stimmte für mich. Auch fundamental gesehen war die Aktie ein Kauf. Aber das wunderschöne Setup missglückte und der  Stoploss wurde zwei Tage später gerissen. Aber bei Nichteinhalten des Stoplosses wäre die weitere Folge -35% in drei Wochen!

 

Von dieser -35%-Sorte zwei oder drei Trades und man überlegt, ob man gleich oder erst beim vierten Fehltrade aus dem Fenster springen soll.

Wenn ein Stoploss erreicht wird gibt es folgende Überlegungen:

Die richtige Überlegung lautet: -1% oder -35%, was möchte ich?

Die falsche Überlegung lautet: -1% oder vielleicht dreht die Aktie noch um?

Kapitalschutz geht vor!

Warum kam es eigentlich gestern zu dem Abverkauf?

Target war der Bösewicht. Ein US Einzelhändler, der unter der Inflation zu leiden hat. Steigende Kosten und weniger margenstarke Produkte wurden verkauft.

Das ist für mich insofern interessant, da nun wohl doch die Inflation durchschlägt. Ich hatte mich in den letzten Wochen stets gefragt, ab welchem Zeitpunkt der "Tipping Point" erreicht wird.

Ab welchem Zeitpunkt werden die gestiegenen Kosten nachfragewirksam? Darum geht es. Ein bisschen Inflation ist gut, das lässt die Preise moderat steigen und damit die Umsätze der Firmen. Benzin für 1,20 oder 1,25 spielt kein Rolle.

Ab einem gewissen Punkt wird aber nicht mehr gekauft, weil das Geld nicht mehr ausreicht. Dann werden nur noch die notwendigsten Produkte zum "Überleben" gekauft. Das führt selbstredend zum Zusammenbruch der Wirtschaft, weil Firmen, die keine überlebensnotwendigen Produkte herstellen, nichts mehr verkaufen.

Wie es an der Börse weitergeht ist nicht einschätzbar für mich, jedenfalls die mittelfristige Situation nicht. Eine solche Inflation habe ich nur als kleiner Bengel erlebt. Dort kümmerte mich das wenig :-)

 

Zählt man aber eins und eins zusammen, dann sollte es mit der Wirtschaft dann wieder aufwärts gehen, wenn Angebot und Nachfrage sich wieder einpendeln. Das bedeutet, gestiegene Produktpreise können durch gestiegene Gehälter wieder bezahlt werden. Die Börse wird in dem Fall sechs bis zwölf Monate vorher steigen.

Kurzfristig könnten wir immer wieder mal Zwischenrallys sehen.

W5 High Potential Musterportfolio

Wir ziehen die Stopplosses nach.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

McKesson (MCK) : löschen

Southwest Gasholdings (SWX): halten // ISL: 91.00, 100% of Pos., GTC

Enterprise Products (EPD): halten // ISL: 26.30 ,100% of Pos., GTC

18-05-2022

 

Die Erholung der letzten Tage  hielt an. Es wurden ausgebombte Branchen eingesammelt. Das ist ein gutes Zeichen für einen Marktumschwung. 

Aber das Volumen nahm merklich ab. Ich weiß nicht, ob man der Sache schon trauen kann. Schauen wir, ob wir einen Follow Through Day sehen.

 

Dieser Begriff wurde einst von William O'Neil definiert. Ein Tag mit bestätigendem Charakter innerhalb der nächsten 10 Tage nach einem Tiefpunkt.

Ansonsten wird es eine sehr kurze Erholungsrally, die eigentlich ohnehin überfällig war. Es gab in den letzten 120 Jahren nur zwei Jahre , in denen die ersten vier Monaten noch schlechter performten als das Jahr 2022!

 

All diejenigen, die weniger als 15% Drawdown im Depot verzeichnen, zählen dieses Jahr sicherlich schon zu den glücklicheren Investoren. 

W5 High Potential Musterportfolio

Die erhöhen die Positionsgrößen.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

McKesson (MCK) : buystop, 340.03, 11% of Equity, GTC

 Southwest Gasholdings (SWX): halten // ISL: 87.30, 100% of Pos., GTC

Enterprise Products (EPD): halten // ISL: 25.50 ,100% of Pos., GTC

17-05-2022

 

Vor einigen Tagen schrieb ich an dieser Stelle, dass die Weltwirtschaft zwar mit der Inflation zu kämpfen hat und auch Lieferengpässe ein Problem darstellen. Dennoch ist die Stimmung in vielen anderen Regionen der Erde nicht so dramatisch wie es hier in Europa scheint.

Viele Fondsmanager und Ökonomen prophezeiten seit Beginn des Ukrainekriegs, dass die Handelssanktion gegen Russland vornehmlich die heimische Wirtschaft treffen würden anstatt Russland.

Ja und wie es scheint, sollten Sie Recht behalten. Gestern brachte Bloomberg, dass gemäß der IEA (Internationale Energie Agentur), Russlands Einnahmen durch Öl dieses Jahr stetig stiegen und im April sogar ein Rekordhoch verzeichnet wurde!

Während andere Länder ihre Handelsbeziehungen ausbauen und scheinbar auch noch Pommes verkaufen können, weil es ausreichend Frittieröl gibt, steigen in unseren Breiten die Belastungen in jeder Hinsicht.

 

Wenigstens der Deutsche Staat kann sich wieder einmal über Rekordeinnahmen freuen. Die Rekordeinnahmen werden gebraucht, da Waffen in die Ukraine geliefert werden müssen. Wäre eine neutrale Haltung, ähnlich wie die Schweiz, nicht angebrachter?

Jedenfalls, da die Weltökonomie gar nicht so schlecht dar steht, würde ein kurzfristige Rally schon Sinn machen. Und im Anschluss könnte sich eine ausgedehnte volatile Seitwärts/Bodenbildungsphase ergeben.

An den Börsen könnte man den gestrigen Handelstag als neutral einstufen. Wenig Umsatz, kein Trend. Noch steht die Richtung der nächsten Tage und Wochen nicht fest. Erneut wurden gestern eher defensive Titel eingesammelt. Das spricht nicht für sprudelnde Zuversicht.

Wenigstens die Future schauen heute schon mal recht ordentlich aus.

W5 High Potential Musterportfolio

Die erhöhen die Positionsgrößen.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 Southwest Gasholdings (SWX): buystop, 92.50, 12,5% of Equity, GTC

Enterprise Products (EPD): buystop, 26.65, 16% of Equity, GTC

16-05-2022

 

Ein grandioser Freitag, ein Turnaround Friday sozusagen.

Die Unterindikatoren des Barometers, die in stark überverkauften Märkten sensitiver reagieren als im volatilitätsarmen Umfeld, signalisieren einen möglichen Gezeitenwechsel, wenn auch nur vorübergehender Natur.

In der letzten Woche hatten sich vereinzelt erste Indizien gezeigt, die erahnen ließen, das der Abwärtsdruck abnimmt.

Der DAX bildete relative Stärke, die Volatilität nahm ab,...

So funktioniert das mit der Börse... Fährtenlesen wie ein Indianer. Es fallen meistens nicht alle Aktien gleichzeitig und wenn die Ampel auf grün springt, steigen alle gemeinsam, nein so läuft es glücklicherweise nicht.

 

Bei einem Börsenhoch verhält es sich ähnlich. Erst fallen die einen dann die anderen und zum Schluss alle....

 

Dennoch kann man leider nicht genau den Tag bestimmen, wenn ein Tief oder Hoch erreicht wird.

 

Das ist auch nicht notwendig, denn als kleine Fische im Haifischbecken können wir blitzschnell reagieren, kaufen oder verkaufen. Wir haben die Wunderwaffe des Trademanagements im Halfter.

Ein riesiger Vorteil gegenüber den Haien im Haifischbecken, naja eigentlich gegenüber den Walen im Haifischbecken.

Ob sich tatsächlich eine kurze Rally in den nächsten Tagen/Wochen präsentiert, muss sich heute oder in den nächsten Tagen durch weitere Anschlusskäufe noch herausstellen. Ansonsten war es nur ein Strohfeuer.

Aber nicht nur im Aktienmarkt hat sich ein möglicher Turnaround angekündigt, sondern auch im Cryptobereich.

 

Ich selbst habe wenig Kenntnisse über die Cryptoszene aber die mit dem Cryptomarkt in Verbindung stehende Aktien wie Roblox, Bumble, Marathon Digital scheinen unter enormen Volumen einen Boden zu finden. Das hieße, dass auch beim Bitcoin ein Boden entstehen könnte.

W5 High Potential Musterportfolio

Im Falle einer Erholung wollen wir uns mit einer kleinen Position vortasten.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 Southwest Gasholdings (SWX): buystop, 92.50, 5% of Equity, GTC

14-05-2022

 

Die Wochenendkolumne über die chinesische Wirtschaft und Kultur von Eric Nebe:

dies ist mein letzter Newsletter, welchen ich direkt aus Thailand schreibe. Ab nächster Woche berichte ich dann meine wöchentlichen Zeilen von der etwas weiter südlich liegenden Insel Borneo. Thailand ist in Bezug auf China in einer besonderen Position: Statistisch leben mit über 9 Mio. Auslandschinesen mehr chinesisch stämmige Menschen in Thailand, als in jedem anderen Land der Welt – natürlich abgesehen von China selbst. Hinzu kam pre-Covid noch mal eine Besucheranzahl, die mit über 10 Mio. jährlich, die o. g. Zahl sogar übertraf.

Doch die Zeiten haben sich geändert: Dieses Jahr dürfte die Anzahl chinesischer Touristen in Thailand gen 0 laufen. Die einzigen Chinesen, welche mir in Bangkok begegnet sind, arbeiten hier längerfristig. Und wenn man den jüngsten Berichten glauben darf, will die chinesisch Einwanderungsbehörde die Beschränkungen für „nicht wesentliche“ Reisen und Passgenehmigungen sogar noch mal verschärfen. In der ersten Hälfte des Jahres 2021 stellte China nur 335.000 Pässe aus, hauptsächlich für Auslandsstudien, Geschäftsreisen und Beschäftigung. Dies waren 2% weniger als im gleichen Zeitraum 2019. Die Reisebeschneidung belastet natürlich chinesische Tourismusaktien wie Trip.com enorm.

Zwar fokussiert man sich bei den chinesischen Tourismusunternehmen strategisch mittlerweile stark auf den einheimischen Markt, aber zum einen lässt man damit natürlich Potential liegen, zum anderen wissen wir ja auch, dass dieses Jahr der Tourismussektor in China keine großen Sprünge machen wird.

Wenn du übrigens an meinem großen Thailand-Fazit interessiert bist und meine 3 wichtigsten Takeaways in Bezug auf China erfahren willst, dann empfehle ich mein neues YouTube-Video, welches Sonntag erscheint. Am besten den Kanal abonnieren und die Glocke aktivieren, dann wirst du es nicht verpassen.

Viele Grüße
Eric Nebe

13-05-2022

 

Der nächste Bullenmarkt kommt bestimmt. Ein übergeordneter Bullenmarkt lässt wohl noch auf sich warten aber eine kurzfristige Rally wird zunehmend wahrscheinlicher.

Auch gestern zeigten die Sentiments eine Divergenz an. Die neuen Tiefs der letzten Tage wurde nicht mehr durch nackte Panik erzeugt. 

Der DAX hat sich erneut stärker behauptet und die asiatischen Märkte bilden ebenfalls seit Tagen eine positive Divergenz.

 

Das Bild wird abgerundet durch die Marktbreiteindikatoren, die sich gestern von einer besseren Seite präsentierten als die Tage zuvor.

 

Wenn mit dem gestrigen Tag tatsächlich ein Umkehrpunkt erreicht wurde, dann sollten sich nun starke  Anschlusstage zeigen, sonst kann man eher von einem Rallyversuch ausgehen, der in den nächsten 3 bis 5 Tagen von den Bären niedergewalzt wird.

Wie immer gilt, es kann nur Tag für Tag eine Interpretation erfolgen, noch ist das Gesamtbild offen.

Nach unten haben wir m.E. nicht mehr soviel Platz. Maximal 3600 bis 3700 im Sp500 würde ich als Zielmarke sehen, sollte es einen weiteren Abwärtsschub geben. Fundamentale Kennzahlen wären dann in einem Bereich, von dem man ausgehen könnte, dass der Markt nicht mehr exorbitant überbewertet ist.

Das wären zwar immer noch 5 bis 10% Abwärtspotential aber in panikartigen Verkaufswellen können diese Bewegungen innerhalb einer Woche geschehen.

Warten wir also ab und schauen uns die Pläne für das neue Kanzleramt in Berlin an. Gemäß dem Medienartikel wird das neu Kanzleramt immerhin 8x so groß wie das Weiße Haus in Washington.

Das ist ganz klar ein Zeichen von zukünftig abnehmender Bürokratie in Deutschland :-)

Ein Mammutprojekt in einer Zeit, in der viele Haushalte ihre Nebenkostenrechnungen nicht mehr bezahlen können.

W5 High Potential Musterportfolio

Im Falle einer Erholung wollen wir uns mit einer kleinen Position vortasten.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 Southwest Gasholdings (SWX): buystop, 92.50, 5% of Equity, GTC

12-05-2022

 

Die US Börsen haben auch gestern neue Tiefs markiert. Der einzige Index, der sich gestern behaupten konnte, war der DAX.

Das sieht man nicht alle Tage, dass ausgerechnet die "German Angst" sich in einem so hoffnungslosen Börsenzustand gegen den Trend behauptet.

Es gab noch eine weitere Auffälligkeit und zwar die Volatilität. Auch diese hat in den letzten zwei Tagen die allgemeine Abwärtsdynamik nicht  mit umgesetzt.

Ansonsten sehen die meisten  Unterindikatoren des Barometers nicht ermutigend aus.

Tja, was soll man sagen. Abwarten und Tee trinken. Nichts tun und warten, bis der nächste Bullenmarkt einsetzt.

Man kann es gar nicht oft genug sagen, der nächste Bullenmarkt kommt bestimmt und dann ist gute Vorbereitung alles.

Bärenmärkte wie aktuell, können hervorragend als Vorbereitungsphase genutzt werden, sei es auch meditativ! Damit ist gemeint, sich sozusagen per Meditation die Umsetzungsdisziplin anzueignen.

Bei manchen Tradern liegt der Misserfolg nicht am Tradingsystem, sondern an der Umsetzungsdisziplin. Zugegeben, auch ich bin Mensch und auch mir unterlaufen immer noch die klassischen Fehler aber im geringeren Maße wie vor Jahren.

Diszipliniertes Umsetzen des Systems ist nicht irgendein Blabla. Es ist DIE Voraussetzung für Erfolg. Das weiß ich aus eigener (leidvoller)  Erfahrung.

Disziplin ist wie ein Muskel, den man trainieren muss.

 

Was für den Marathonläufer ein gut trainierten Beinmuskel ist, ist für den Trader ein gut trainierter Disziplinmuskel.

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

Das Depot ist 100% im Cash.

Vorgestern hatte ich versehentlich die gerissene Stopporder von ARLP übersehen. Das lag daran, dass in unserem Signaldienst ein anderer Stoploss für ARLP benutzt wurde, der noch nicht aktiviert wurde.

11-05-2022

 

Die Unterindikatoren haben sich weiter geringfügig eingetrübt und wirken mittlerweile stark überverkauft. Dennoch kann es weiter bergab gehen. 

Im Nasdaq notieren nur noch 13 % über ihrem 200 Tage Durchschnitt. Ein derart niedriger Wert wird nur selten erreicht.

Es scheint aber, dass insbesondere die Technologie des Nasdaqs sehr gezielt akkumuliert werden. Die Werte die gute Zahlen vorweisen können und günstige Bewertungen haben, können sich dem Abwärtsdruck teils entgegen stemmen und werden schon jetzt sukzessive eingesammelt.

Die Halbleiterbranche, eines meiner Lieblingsbranchen, bildet seit ungefähr einem Monat relative Stärke gegenüber dem Gesamtmarkt aus.

Sollte es zu einem Showdown kommen, dann wäre z.B. ein gehebelter Semiconductor ETF sicherlich eine gute Wahl. 

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

Der Stoploss wurde bei ARLP bereits gerissen am 9.Mai.

Damit ist das Depot 100% Cash.

10-05-2022

 

Die letzten Unterstützungslinien der wichtigsten US Indizes sind gefallen. Wie weit kann es jetzt fallen oder war es vielleicht sogar nur eine Bärenfalle?

Wie immer, kann diese Frage von den Retail Tradern nicht beantwortet werden. In den obersten Etagen von Blackrock und Goldman Sachs wissen die sicherlich mehr.

Der Otto Normalo kann sich nur Tag für Tag vorarbeiten und versuchen, Rückschlüsse durch die täglichen Kursentwicklungen zu ziehen.

Es geht an den Finanzmärkten beim großen Geld immer um den Endwert einer verzinsten Geldanlage, d.h. das Interesse ist auf Gelderhalt mit möglichst wenig Risiko gerichtet und weniger auf Rendite.

Anleihen mit 3% Zinsen, wie es derzeit die 10jährige US Anleihe bietet, geraten verstärkt in den Fokus der großen Institutionellen. 3% sicher, das ist schon mal nicht schlecht für Kapitalsammelbecken.

Überbewertete Aktienmärkte dagegen, fallen weiter nach hinten im Feld des Anlagespektrums.

Gold ist nur dann interessant, wenn die Realrendite beginnt zu fallen. Derzeit sieht es aber nach verschärftem Tempo bei den US Zinsen aus, so daß der Trend des Realzins steigend ist, wenn auch immer noch negativ. Gold fällt in nächster Zeit daher wohl auch als Anlagevehikel aus.

Apropos, wohin könnte der Goldpreis tendieren?

Im langjährigen Schnitt lag der Preis einer Unze ungefähr 10% über den "Aus-der-Erde-buddel-Kosten".

 

Vor ca. 3 Jahren waren es m.E. 1400 Dollar, mittlerweile dürften es vielleicht 1600 Dollar sein. Das bedeutet, der ungefähre Fair Value von Gold dürfte bei 1800 liegen. Das Szenario von den Goldfanatikern, dass der Goldpreis bald 10.000 kosten wird, könnte maximal im Extremfall eines halben Weltuntergangs eintreten.

Wohin könnte der Aktienmarkt fallen?

Er fällt solange, bis keine Verkäufer mehr am Markt sind und die großen Adressen alle Aktien aufgesaugt haben.

Das tritt spätestens dann ein, wenn die Aktienmärkte günstig bewertet sind. Genau dann hat sich das Risiko nach unten reduziert und Aktien werden wieder als Langfristanlage mit guten Chancen bei überschaubarem Risiko gesucht.

 

Nimmt man den Buchwert des SP500 als Messlatte, könnten wir noch einmal 10 bis 20% fallen.

Gemäß dem Shiller KGV ist die Überbewertung des Aktienmarktes schon gar nicht mehr so exorbitant. Bei einem weiterer Fall von ungefähr 10%, hätten wir bereits durchschnittliche Bewertungsniveaus erreicht.

Sollte es weiter bergab gehen, tippe ich auf 3700 im SP500.

Es muss aber nicht weiter fallen!

Die Börsen können durch ausgedehnte Seitwärtsbewegungen ebenfalls Überbewertungen abbauen. Wenn die Erde sich ganz normal weiterdreht, werden sich die derzeit hochbewerteten Aktienkurse, in ein oder zwei Jahren relativieren.

 

Das schönere Szenario für einen Trader wäre natürlich ein Crash, um günstig Aktien einzusammeln.

Sorry an alle Buy and Hope Investoren :-)

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

Flex LNG (FLNG): löschen

Alliance Resource (ARLP): halten // stoploss 17.40, 100% of Pos., GTC

09-05-2022

 

Während die zweite Hälfte der letzten Woche noch einen Hoffnungsschimmer aufkommen ließ, hat der Tag am Freitag das Blatt wieder gewendet.

Es besteht wieder ein fifty-fifty-Szenario für aufwärts oder abwärts, wobei mittelfristig mit einer weiteren Abwärtstendenz zu rechnen ist. Wenn wir eine Erholungsrally sehen, dann wohl nur kurzfristiger Natur.

Als Trader wird das Börsengeschehen Tag für Tag beobachtet. Ein Trader muss flexibel bleiben. An einer Meinung festzuhalten ist gefährlich, erst recht, wenn in dem Zuge z.B. Stoplosses nicht eingehalten werden, nur weil man glaubt, dass die Börse doch eigentlich steigen müsste.

Gesamtwirtschaftlich sieht es aber nicht ausschließlich schlecht aus. Sicherlich belastet die Inflation. Aber angenommen, die Inflation ufert nicht weit bis ins nächste Jahre hinein aus und die Wirtschaft kann die Inflation stemmen, dann muss es nicht unbedingt ein tiefen Fall der Börsen geben. Wie weit es im schlechtesten Fall gehen kann, dazu morgen mehr.

Am Wochenende lass ich einen Artikel eines Investmenthauses, in dem es sinngemäß hieß:

Die Stimmung in der Eurozone sollte man nicht vergleichen mit der Stimmung weltweit. Ungefähr 75% der Weltbevölkerung interessiert der Ukrainekrieg nur insofern, dass die Inflation spürbar zunimmt.

 

Aber Handelssanktionen und Aufrüstung sind im Großteil der Welt überhaupt kein Thema. Daher konzentriert man sich dort mehr darauf, die Ökonomie zu meistern und beschränkt sich nicht so sehr durch eigens auferlegte Handelssanktionen.

Die Stimmung ist nicht überall so aufgeladen und negativ, wie hier in Zentraleuropa. Dass die Stimmung schlecht ist, ist erkennbar am erneut gefallenen Einkaufsmangerindex der deutschen Industrie.

Wir müssen heute in erster Linie schauen, ob die Unterstützungslinien in allen US Indizes halten oder ob wir ein Schlusskurs unter der Unterstützung sehen. Das wird sicherlich das Börsengeschehen der nächsten Tage und Wochen beeinflussen.

W5 High Potential Musterportfolio

Eine weitere Position kommt in unser Depot

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

Flex LNG (FLNG): buystop, 30.30, 6,5% of Eq., GTC

Alliance Resource (ARLP): halten // stoploss 17.40, 100% of Pos., GTC

07-05-2022

 

Die Wochenendkolumne über die chinesische Wirtschaft und Kultur von Eric Nebe:

vor einiger Zeit habe ich gelesen, dass der Start eines eigenen YouTube-Kanals das größte Projekt ist, das man als sog. Creator angehen kann. In der Vergangenheit hätte ich es selbst nie in Erwägung gezogen, mich auf so einer Plattform permanent zu präsentieren – viel Aufwand und möglicher öffentlicher Beschuss wogen ganz klar schwerer als potentielle Vorteile. Doch die Zeiten ändern sich, wie wir alle wissen und dies hat in meinem Fall auf YouTube bezogen zwei Gründe.

Zum einen ist YouTube eben nicht mehr das gleiche wie zu seinen Anfangszeiten, sondern ohne Frage eine Substitution des konventionellen Fernsehens. Seit der Gründung 2005 ist YouTube für viele Menschen zu einem festen Bestandteil des täglichen Lebens geworden. Der große Unterschied zu Fernsehen oder klassischem Streaming: Theoretisch kann jeder mitmachen.

Zum anderen merke ich, dass das Verständnis gegenüber China immer wichtiger wird. Es gibt eine steigende Anzahl von Newslettern, Thinktanks und Kanälen, die über China berichten. Allerdings ist gerade im deutschsprachigen Markt das Angebot sehr mager. Hinzu kommt, dass häufig nur einzelne Bereiche abgedeckt werden (etwa Tech oder Politik) und das Gesamtbild nicht wirklich treffend dargestellt wird.

https://www.youtube.com/watch?v=NN0Wlwc0748


Dies alles waren Beweggründe für mich, dieses Jahr tatsächlich meinen eigenen YouTube-Kanal zu starten, welcher letzten Monat sein Debüt feierte. Ich lade dich daher herzlich ein, mir auch dort zu folgen. Besonders freuen würde ich mich, wenn du den Kanal abonnierst und weiterempfiehlst.

Letzte Woche habe ich z. B. über ein thailändisches Unternehmen berichtet, das seine Wurzeln in Hongkong hat (Link siehe oben) und morgen wird ein sehr interesantes Video veröffentlicht, bei dem ich die aktuelle Einstellung der chinesischen Regierung zu den Tech-Konzernen bewerte.

In diesem Sinne viel Spaß beim Anschauen und ein erfolgreiches Wochenende!
Eric Nebe

06-05-2022

 

Obwohl wir gestern einen crashartigen Tag sahen, hat sich das Barometer nicht von der Stelle bewegt.

In den letzten Minuten wurden die Indizes noch einmal nach oben gekauft. Die letzten Minuten spielen beim sogenannten "Torschlussindikator" eine Rolle. Der bewertet nur die Handelsaktivitäten der letzten 30 Minuten eines jeden Tages.

Wie jeder andere Indikator ist dieser allein nicht aussagekräftig aber die Idee hinter dem Indikator ist nachvollziehbar.

Die bedeutendsten Bewegungen finden zur Eröffnung und eben zum Ende einer jeden Börsensitzung statt.

 

Das sind die Zeiten, an denen das "große Geld" aktiv wird. Erkennbar ist das am Volumen auf einem Intradaychart. Das Volumen ist zu diesen Zeiten am höchsten, somit haben die Kursentwicklungen dort am meisten Bedeutung.

Gestern, wie gesagt, wurde kurz vor Börsenschluss massiv gekauft, wirklich massiv :-)

Das Handelsvolumen der letzten 10 Minuten des SPY war das höchste Volumen seit über einem Jahr! Im zurückliegenden Jahr gab es keinen einzigen Tag, an dem in den letzten 10 Minuten soviel gehandelt wurde, wie gestern.

Und während dieses enorme Handelsvolumen entstand, stiegen die Kurse. D.h. diese Kursbewegung könnte ein Hinweis auf enorme Nachfrage sein.

Dennoch vermute ich, dass wir uns in der Akkumulation befinden und nicht gleich neue Hochs sehen.

Aber vielleicht eine kurzfristige Periode steigender Kurse.

W5 High Potential Musterportfolio

Eine weitere Position kommt in unser Depot

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

Flex LNG (FLNG): buystop, 30.30, 6,5% of Eq., GTC

Alliance Resource (ARLP): halten // stoploss 17.40, 100% of Pos., GTC

05-05-2022

 

Vorgestern wurde akkumuliert. D.h. es wurden selektiv Aktien gekauft. Gestern, nach der FED Sitzung,  gab es ein Kursfeuerwerk, das nahezu alle Sektoren steigen ließ. Das ist der Unterschied von gezielter Selektion und einem Marktbreiten Börsenanstieg.

Es ist sogar das Börsenbarometer in den grünen Bereich umgeschlagen, obwohl eigentlich für den starken Anstieg zu wenig Volumen im Spiel war. Es sieht gut aus aber noch nicht ausgezeichnet, für meinen Geschmack.

Die FED Sitzung war fast emotional. Herr Powell, der Präsident der FED, hat m.E. eine gute Arbeit gemacht. Er hat sich teils an das Volk gerichtet und mitfühlend angeführt, dass die aktuellen Zeiten auf Grund der Inflation schwierig sind.

 

Er kann aber nicht viel machen, da die Inflation durch Angebotsverknappung entsteht und nicht durch eine überhitzte Wirtschaft. Daher hätten selbst drastische Zinsschritte nur eine begrenzte Wirkung.

Er hob die solide Wirtschaft hervor und ist guter Dinge, das die USA auch mit den erhöhten Zinsen gut leben kann. Die Börsen befürchteten einen drastischen Zinsschritt von 75 Basispunkten, die noch nicht eingepreist wären. Ein solcher Schritt hätte eher einen Kurssturz nach unten ausgelöst.

Powell hat nicht nur dieses mal, wie ich finde, Fingerspitzengefühl bewiesen.

Man hätte den Tenor der FED Sitzung erahnen können, wie ich im gestrigen Kommentar erwähnte. Das "knowing money" positionierte sich schon die Tage zuvor und hat die Spuren hinterlassen.

Gestern wurden aber nicht ausschließlich Technologie Werte gekauft und Defensivtitel abgestoßen. Ganz im Gegenteil, eine Coca Cola gewann über 3%. Wenn bei Technologie gekauft wurde, dann große Werte mit einer hohen Marktkapitalisierung. Ich denke, dass weiterhin eher akkumuliert wird als das die FOMO umgeht.

Die Marktteilnehmer stellen sich m.E. auf eine anhaltende/steigende Inflation ein und positionieren sich noch nicht für eine lang anhaltende Börsenrally.

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

Nextier Oilfield (NEX): buystop, 11.85, 5% of Eq., GTC

Alliance Resource (ARLP): halten // stoploss 17.40, 100% of Pos., GTC

04-05-2022

 

Kurz vor der FED Sitzung ist erwartungsgemäß nicht viel passiert. Was kommt wohl heraus bei der heutigen Sitzung?

Schauen wir uns die Sektoren an:

Versorger gaben in den letzten Tagen stark ab. Healthcare, Real Estate und defensive Konsumgüter schwächeln charttechnisch ebenfalls.

 

Der riskantere Russell2000 zeigt gegenüber dem SP500 relative Stärke. 

Der Nasdaq performte wenigstens nicht mehr schwächer als der SP500. 

Auf Grund der Entwicklungen der Unterindikatoren könnten sich heute folgende Aussagen ergeben:

Bla Blubb, wir tun alles, was nötig ist, bla blubb, Zinsen moderat anheben, nur wenn nötig stärker , bla blubb die Wirtschaft nicht abwürgen bla blubb, wir beobachten die Lage genau, bla blubb

Wahrscheinlich wir es keine drastischen Ankündigungen geben, denn es scheint allmählich Geld aus den defensiven Titeln in Nebenwerte und Technologie hinein zufließen. Werte, die am Beginn eines Aufwärtstrends das Feld anführen.

Aus diesem Grund werden wir uns mit dem Musterportfolio vorsichtig in den Markt trauen. Wir stehen vor einer Wegscheide. Sollten die ersten Schritte nicht erfolgreich sein, verkaufen wir sofort wieder. Das Abwärtspotential ist mindestens genauso gegenwärtig wie das Potential für steigende Kurse. Auf keinen Fall halten wir an Aktien fest, die nicht laufen.

Eine Schei... Aktie im Depot ist wie ein Loch im Eimer.

 

Wie bei einem Eimer mit Loch das Wasser unaufhaltsam ausrinnt, verliert das Depot permanent Geld.

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

Alliance Resource (ARLP): buystop, 18.95, 3,5% of EQ., GTC

03-05-2022

 

Es ist das eingetreten, was häufig in Situationen wie diesen eintritt. Ich habe das im gestrigen Kommentar geschildert:

Nach einem ersten Abwärtsrutsch wurden die Kurse anschließend massiv nach oben gekauft. Das ganze Szenario fand unter hohem Volumen statt.

Nun ist es aber so, dass wir keine Marktbreite erlebten. Es wurde sozusagen nicht "auf Teufel komm raus" jede Branche gekauft.

Das bedeutet, es wurde akkumuliert. Akkumulationsphasen sind die Bodenbildungsphasen im Aktienmarkt.

 

Es werden in diesen Phasen von Institutionellen selektiv Aktien gekauft, die im Zuge einer bärischen Einstellung vieler Anleger, in Panik verkauft werden. In der Panik wird keine Rücksicht genommen, ob die Aktie kennzahlentechnisch bereist günstig ist. Der Institutionelle wiederum denkt langfristig und schaut sich als erstes die Kennzahlen an. Er sieht einen fairen Wert der Aktie und kauft. Ob es zunächst weiter nach unten geht, interessiert den Institutionellen weniger.

Buffet z.B. kauft zu Beginn der Akkumulationsphasen bzw. zum Ende eines Abwärtstrend. Mit seiner großen Brieftasche kann er nicht in Aufwärtstrends kaufen. Im Aufwärtstrend würde er sich die Preise selbst kaputt machen bzw. die Kurse enorm nach oben bewegen.

Akkumulation bedeutet aber nicht, dass die Kurse nach oben getrieben werden. Das passiert, wenn die Börse übergeht von der Akkumulation in den Aufwärtstrend, für den Trader der ideale Einstiegszeitpunkt.

Die Frage lautet, wann setzt der Aufwärtstrend ein? 

Eigentlich ganz logisch. Er setzt dann ein, wenn keine Verkäufer mehr in Sicht sind.

 

Ab diesem Zeitpunkt überwiegt eine Gruppe, die Käufer. Die Verkäufer haben bereits ihr Tafelsilber verkauft.

 

Es kann also nur nach oben gehen, weil kein Marktteilnehmer mehr in Panik verkaufen möchte und noch niedrigere Preise in Kauf nimmt.

Wenn die Mehrzahl der Marktteilnehmer Aktien besitzen möchte und ggf. auch höhere Preise in Kauf nimmt, dann müssen die Kurse als Folge steigen.

Das aktuelle Bild deutet m.E. eher darauf hin, dass noch Unentschlossenheit (potentielle Verkäufer) vorhanden ist aber große Kaufadressen bereits zuschlagen. Wir befinden uns noch in der Akkumulationsphase.

Die Unentschlossenen haben ihren Finger am Verkaufsbutton- Abzug und wenn sich weiter fallende Kurse abzeichnen, dann nimmt das Verkaufsvolumen wieder zu, weil diese Unentschlossenen weitere Aktien auf den Markt werfen.

Unbeantwortet bleibt die Frage, ob sich eine erneute Abwärtswelle anschließt oder die aktuell volatile Seitwärts- bzw. Akkumulationsphase fortbesteht.

Warten wir die FED Sitzung am Mittwoch ab.

W5 High Potential Musterportfolio

Wir halten aktuell keine Positionen und warten mit Neuplatzierungen ab. 

In unübersichtlichen Zeiten wie diesen setzen wir einfach unsere Sp500 Strategie um, die auch Shortpositionen beinhaltet.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

02-05-2022

 

Viele werden sich am Wochenende mit der Frage beschäftigt haben, ob wir diese Woche bei den Börsen den Durchbruch nach unten erleben werden oder nicht.

Ganz einfach das Tief kaufen wäre für einen Breakout Trader  bzw. Break Down Trader in diesem Fall, das Naheliegendste.

Das funktioniert auf der Shortseite leider nicht so einfach, wie auf der Long Seite. Offensichtliche Short Breakdowns werden gern im Anschluss massiv nach oben gekauft. D.h. nicht, dass jeder Durchbruch nach unten fehlschlägt, sonst gäbe es in der Vergangenheit keine langen tiefen Bärenmärkte.

Einige Traderkollegen legen sich derzeit auf die Lauer und versuchen mögliche Falsebreakdowns für einen Long Einstieg auszunutzen. Das Chance Risiko Verhältnis ist enorm, sollte der Durchbruch nach unten Misslingen und sich im Anschluss eine Rally abzeichnen.

Das Problem bei einen Breakdown-Shorttrade ist, diesen risikotechnisch zu betreuen. Wie groß soll die Positionsgröße gewählt werden? Wo könnte der Stoploss platziert werden? Ich empfehle die Positionsgröße sehr gering zu halten und bei nachhaltigem Durchbruch nach unten, die Position auszubauen. Die CRVs sind nicht gut. Auf der anderen Seite, irgendwann muss man einsteigen, wenn man shorten möchte.

Einen Long Einstieg in Aktien, wie es einige Kollegen vorhaben, traue ich mich noch nicht. Die ökonomischen Rahmenbedingungen sind, wie in den letzten Kommentaren bereits erwähnt, nicht besonders ermutigend.

 

Natürlich könnte man argumentieren, dass viele negative Aspekte schon eingepreist sind aber Intel hat z.B. in seinen jüngsten Quartalszahlen bekannt gegeben, dass die Lieferschwierigkeiten noch bis 2024 anhalten könnten. 

Weitere Verknappung könnte weiter steigende Preise bedeuten und die Hoffnung auf eine sich verlangsamende Inflation durch den Basiseffekt zunichte machen. Damit einhergehend folgen alle negativen Begleiterscheinungen, wie mögliche Zinsanhebungen, Konsumabnahme, etc...

Zusätzliches ÖL kippte der US Minister Austin ins Feuer, der auf dem Treffen vor einigen Tagen in Ramstein eine mögliche Aufnahme der Ukraine in die NATO ansprach. Das heißt, es ist eher mit einer Eskalation zu rechnen als mit baldigem Frieden. Die Begeisterung für eine Aufrüstung hat natürlich nichts mit seiner Nähe zum US Rüstungskonzern Raytheon zu tun :-)

An der Börse wird die Zukunft gehandelt und Unsicherheit mag die Börse gar nicht. Die jetzige Situation bietet noch viel Überraschungspotential. Daher werde ich meine Aktivitäten sehr gering halten. Diese Phasen müssen überstanden werden, mit möglichst wenig Drawdown.

 

Umso mehr Kapital auf dem Konto vorhanden ist, umso mehr kann man verdienen.

Dieser Punkt wird häufig vergessen. Wer 20% Drawdown im Portfolio hat, hat rein rechnerisch auch 20% weniger Kaufkraft. 

Folglich kann ein zukünftiger Indexanstieg von z.B.  30%, mathematisch gesehen, bei dem Konto mit weniger Kapital auch weniger bewirken. 30% auf 100.000 Euro sind 30.000 und 30% auf 80.000 Euro sind 24.000 Euro.

Auf Dauer ein nicht unerheblicher Effekt.

W5 High Potential Musterportfolio

Wir halten aktuell keine Positionen und warten mit Neuplatzierungen ab. 

In unübersichtlichen Zeiten wie diesen setzen wir einfach unsere Sp500 Strategie um, die auch Shortpositionen beinhaltet.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

30-04-2022

 

Die Wochenendkolumne über die chinesische Wirtschaft und Kultur von Eric Nebe:

die Situation, in der wie uns momentan befinden, ist enorm spannend. Augenscheinlich ist erst einmal alles negativ. Wer es nicht schafft, sich dem täglichen negativen Mediensturm zu entziehen, könnte glauben, dass wir in einer Welt voller Niedergang und Horror leben. Das große ganze Bild sieht allerdings völlig anders aus. Denn so tragisch viele Ereignisse und Einzelschicksale sind, den Menschen auf unserem Planeten ging es noch nie besser als in diesem Jahrzehnt. Dies trifft vor allem auf ein Land zu – nämlich China.

Es gibt keinen langfristigen Aufstieg ohne Gegenbewegungen und Rückschläge. Dass Chinas Wachstumstrend noch intakt ist, belegt das Wirtschaftswachstum von 4,8% im ersten Quartal. Ebenfalls robust zeigt sich der internationale Warenhandel, welcher in China um 11% zum Vorjahr anstieg. Von der immer populärer werdenden Deglobalisierungstheorie halte ich übrigens recht wenig, aber dazu vielleicht ein anderes Mal mehr. Was ich in China als aktuell durchaus kritischen Punkt sehe, ist eher der inländische Konsum. Dieser schwächelt weiterhin, ist allerdings enorm relevant für das Land.

Es ist nun davon auszugehen, dass China versuchen wird, diesen anzuheizen, um dann gerade im zweiten Halbjahr eine starke Erholung durchzuziehen. Doch geht das so einfach? Als Erstes müssten die Covid-Maßnahmen reduziert werden, denn Konsum ist letztendlich (im Vergleich zu bspw. Investitionen in Infrastruktur) nichts, was ein Staat erzwingen kann. Konsum ist nicht Sache des Staates, sondern von Unternehmertum und Marktwirtschaft und hängt eher mit der Stimmungslage und den finanziellen Möglichkeiten einer Bevölkerung zusammen.

Die Aufgabe des Staates ist es, die richtigen Rahmenbedingungen zu sichern. Und er kann natürlich kurzfristig Anreize schaffen. So kommen jetzt in China Ideen für Gutscheine auf, die originell verpackt an Konsumenten verteilt werden könnten und speziell im Einzelhandel eingesetzt werden. Auch eine Art Helikoptergeld, wie vor geraumer Zeit in den USA angedacht, kann man nicht mehr ausschließen. Was mich wirklich positiv stimmt, ist, dass Chinesen von ihrer Natur her sehr kauffreudig sind. Und wenn diese wieder freien Lauf erhält, wird irgendwann auch wieder die Kauflaune bei China-Anlegern steigen – da bin ich mir recht sicher.

In diesem Sinne wünsche ich ein erfolgreiches Wochenende!
Eric Nebe

29-04-2022

 

Obwohl wir Käufe in fast allen Sektoren gesehen haben, konnte sich das Barometer nicht verbessern.

Stand heute sieht es nicht nach einem starken Rebound aus. Aber warten wir das weitere Kursgeschehen ab. 

Die Zahlen von Apple kamen heraus. Der CEO erwähnte Lieferkettenprobleme, vor allem in Shanghai. Das wird sicherlich auch andere Unternehmen betreffen. Gemäß den Nachrichten wird sich die Lage in 4 bis 8 Wochen entspannen.  

Die Lieferketten Engpässe bestehen schon seit einem Jahr. Mittlerweile scheint aber die Belastung für die Wirtschaft mehr und mehr spürbar zu werden.

Zusammen mit der Inflation und Zinsanhebungen haben wir nicht die allerbesten Voraussetzungen für eine nachhaltige Börsenrally.

Flexibel bleiben und die Aktivität reduzieren.

In diesen Tagen gilt:

Die Disziplin nichts zu tun ist Arbeit genug

W5 High Potential Musterportfolio

Wir halten aktuell keine Positionen und warten mit Neuplatzierungen ab. 

In unübersichtlichen Zeiten wie diesen setzen wir einfach unsere Sp500 Strategie um, die auch Shortpositionen beinhaltet.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

28-04-2022

 

Unter hohen Umsätzen verloren die großen Indizes gestern nur wenig an Boden. Es macht einen Unterschied, ob hohes Volumen bei trendigen Tageskerzen stattfindet oder sich der Kurs unter hohem Volumen nur wenig von der Stelle bewegt.

Der zweite Fall hat eine bremsende Signalwirkung. Viele Käufer und Verkäufer haben sich zu einem bestimmten Level geeinigt.

Wenn unter hohem Volumen die Kurse gestern weiter abgegeben hätten, könnte man auf weiteren Abgabedruck schließen. Offensichtlich ist das aber nicht der Fall gewesen. Man hat zwar viel verkauft (genauso wie gekauft) aber nicht mehr um jeden Preis.

Das aktuelle Level wird jedenfalls hart umkämpft. Mehr kann noch nicht gesagt werden. Während der Russel2000 und der Nasdaq bereits ihre Märztiefs unterschritten haben, konnten der Dow Jones und der SPY ihre Tiefs verteidigen.

Auch der Transport Index viel positiv auf, indem er sich gegenüber dem Gesamtmarkt behauptete. Ein Rebound ist für heute und die nächsten Tage sehr wahrscheinlich.

Ich bin gespannt auf den heutigen Tag. Wenn wir heute massive Käufe sehen, bestenfalls mit einem trendigen Kerzenkörper, könnte sogar ein mittelfristiges Kaufsignal entstehen.

 

Die Marktbreite Indikatoren sind in ein Bereich, der das Börsenbarometer sehr reaktiv macht. In diesen Phasen kann das Börsenbarometer sehr schnell von einer Seite zur anderen ausschlagen.

 

Ein tiefrotes Börsenbarometer bedeutet sozusagen nicht, dass der nächste Bullenmarkt Lichtjahre entfernt ist. Im Gegenteil, es gilt das Prinzip: "Wenn die Nacht am dunkelsten ist, ist der Tag nicht mehr fern".

W5 High Potential Musterportfolio

Wir haben zunächst die Positionen aufgelöst und warten mit Neuplatzierungen ab. Equity-Erhalt geht vor Rendite.

In unübersichtlichen Zeiten wie diesen setzen wir einfach unsere Sp500 Strategie um, die auch Shortpositionen beinhaltet.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Keine Positionen

// keine Änderungen

---

27-04-2022

 

Was ist ein Manolo Trade?

Manolo ist ein guter Bekannter, der gern mit Hebel 20 arbeitet. Ein Manolo Trade ist folglich ein Trade unter Verwendung eines hohen Hebels.

 

Dadurch hat er spektakuläre Erfolge erzielt. Die Kehrseite ist eine volatile Equity. Besser gesagt, eine sehr volatile Equity.

 

Unter Börsianern ist volatil die vornehme Bezeichnung für heftiger Drawdown, der ggf. zur Appetitlosigkeit führt.

Manolo versteht bestimmt sein Handwerk aber Anfängern sei davon abzuraten hohe Hebeln zu verwenden.

 

Was passiert in solchen Phasen, wenn die Equity wieder einmal sehr "volatil" ist? 

Man arbeitet gegen die Mathematik.

100% hoch und 50% runter und wieder 100% hoch und 50% runter bedeutet 0!

Das hat jeder sicherlich schon einmal gelesen und ist Klischee, aber es stimmt.

 

Um einen 20%igen Equityverlust auszugleichen bedarf es 25% Gewinn. Auf Dauer macht sich die Mathematik bemerkbar. 20% hoch und 20% runter, 20% hoch, 20% runter bedeutet Totalverlust.

Der einzige Weg, um der Mathematik so gut es geht aus dem Weg zu gehen, ist die Vermeidung größerer Drawdowns. 

Um 5% Drawdown auszugleichen, braucht es nur etwas mehr als 5%, um wieder Breakeven zu kommen.

Erschwerend kommt hinzu, dass im Drawdown die Gefahr von "Revenge Trading" zunimmt, also eine emotionale Note im Trading. Rache Trading zu deutsch.

 

"Ich hole den Rückstand mit einer besonders ausgeklügelten Kamikaze Taktik schnell wieder auf".

Was dann folgt, ist der Manolo Hebel im Quadrat. Tja und dann ist der Total-Ruin auch nicht mehr weit entfernt.

Zum Markt:

Wir kratzen an der letzten Verteidigungslinie. Ich denke wir zappeln noch ein wenig hin und her und dann geht es weiter Richtung Süden.

W5 High Potential Musterportfolio

Wir haben zunächst die Positionen aufgelöst und warten mit Neuplatzierungen ab. Equity-Erhalt geht vor Rendite.

In unübersichtlichen Zeiten wie diesen setzen wir einfach unsere Sp500 Strategie um, die auch Shortpositionen beinhaltet.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Keine Positionen

// keine Änderungen

---

26-04-2022

 

 

Wir sind an den lokalen Tiefs von Mitte Februar abgeprallt.

Die gestrige Kerze hatte eine "Hammerformation" ausgebildet. Das bedeutet, die Kurse um die lokalen Tiefs wurden zum Kauf genutzt. Das relativ hohe Volumen bestätigt, dass der Kampf gestern mit viel Geld geführt worden ist.

Angenommen das Volumen wäre sehr niedrig gewesen, könnte man daraus schließen, dass es nicht viel Interesse auf der Käuferseite gab.

Angesichts der vorliegenden charttechnischen Situation kann man davon ausgehen, dass die Börse nicht so einfach nach unten durchrauscht.

Ob es der Wendepunkt war, für eine sich anschließende Periode mit steigenden Kursen, kann nicht abgeschätzt werden.

 

Wir müssen in den nächsten Tagen  weiterhin auf Fährtensuche gehen, um uns ein Bild zu machen. Das Kursverhalten heute und morgen wird sicherlich weitere Indizien liefern.

Am übergeordneten Szenario ändert sich nicht viel. Die 10jährigen US Anleihen notieren bei fast 3%. Diese Marke hat die Börsen im September 2018 einstürzen lassen.

Unter der Oberfläche der großen Indizes sieht es gemischt aus. Einige Aktien sind fundamental betrachtet bereits günstig. Halbleiter, AAPL, GOOGL,.... sind Werte, deren KGVs weit zurück gekommen sind.

 

Andere Aktien, gerade aus der zweiten Reihe, könnten noch gewaltig Luft ablassen. Viele Blue Chips und Bigtechs sind nicht überbewertet aber viele kleine und mittelgroße Werte schon.

Werden die BlueChips an bestimmten Tagen, so wie gestern, akkumuliert, reicht das aus, um die Indizes steigen zu lassen.

Auf Grund ihrer hohen Marktkapitalisierung haben sie einen starken Einfluss auf das Kursverhalten der Indizes.

Es könnte also sein, dass der gesamte Index nicht außergewöhnlich fällt, weil die Blue Chips den Markt stützen aber niedrig kapitalisierte Unternehmen mit hohen Bewertungen trotzdem stark fallen.

 

Der übergeordnete Trend in einer Zinsanhebungsphase sollte dennoch nach unten zeigen.

 

Vielleicht erleben wir aber auch eine mehrere Monate anhaltende volatile Seitwärtsphase, in der wir zwischen den Allzeithochs und lokalen Tiefstständen hin und her pendeln.

Wie fast nirgendswo anders gilt an der Börse, sich die Fexibilität zu bewahren. Man muss das handeln, was die Börse vorgibt und nicht seine eigene Meinung.

W5 High Potential Musterportfolio

Wir haben zunächst die Positionen aufgelöst und warten mit Neuplatzierungen ab. Equity-Erhalt geht vor Rendite.

In unübersichtlichen Zeiten wie diesen setzen wir einfach unsere Sp500 Strategie um, die auch Shortpositionen beinhaltet.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Keine Positionen

// keine Änderungen

---

25-04-2022

 

Zur aktuellen Lage muss wohl nicht viel gesagt werden. Die großen roten Kerzen der letzten beiden Handelstage sind für jeden sichtbar.

Die Frage ist, ob es oder wie weit es noch nach unten geht oder erleben wir eine charttechnische Schulter-Kopf-Schulter Formation und können wieder steigende Kurse erwarten ?

Ich weiß es natürlich auch nicht und schaue mir an, was die Börse macht. An der Börse ist man auf der Spurensuche wie ein Indianer.

In den 50igern bis 2000 war es einfach. Gingen die Zinsen hoch, ist die Börse gefallen.

 

In den letzten 20 bis 30 Jahren fiel die Börse erst, nach dem einige Zinsschritten getan wurden. Statistisch gesehen, nach dem dritten Zinsschritt oder ungefähr ein knappes Jahr nach dem ersten Zinsschritt.

Aber... in jedem Fall fiel die Börse :-)

Ein weiteres Indiz für eine Fortsetzung des Bärenmarktes ist der Transportindex. Der Transport Index ist vor kurzem außergewöhnlich heftig gefallen.

Noch ein weiteres Indiz ist der Ölpreis. Statistisch gesehen tritt eine Rezession ein, ungefähr ein Jahr nach dem Ölpreise auf extrem hohen Leveln notieren.

Rein statistisch gesehen haben wir also noch ein bisschen Zeit, bis der Bärenmarkt kommt. Und vielleicht passiert auch überhaupt nichts und die Kurse laufen weiter nach oben. Vielleicht ist dieses Mal die Lage anders zu bewerten als sonst?

 

Dieses Mal ist alles anders, das kennt man doch  :-)

Falls die Abrissbirne aber doch gleich kommt, haben wir vom jetzigen Niveau wahrscheinlich noch einmal 10 bis 20% Luft nach unten, um auf langjährige durchschnittliche Fundamentalbewertungen zu gelangen.

W5 High Potential Musterportfolio

Wir haben zunächst die Positionen aufgelöst und warten mit Neuplatzierungen ab. Equity-Erhalt geht vor Rendite.

In unübersichtlichen Zeiten wie diesen setzen wir einfach unsere Sp500 Strategie um, die auch Shortpositionen beinhaltet.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Keine Positionen

// keine Änderungen

---

23-04-2022

 

Die Wochenendkolumne über die chinesische Wirtschaft und Kultur von Eric Nebe:

Shanghai ist am Ende! Wenn es danach geht, was man so in den letzten Wochen liest, könnte man dies sicherlich meinen. Die Situation dort zu beschönigen muss man sicherlich nicht, aber eine rationale und relative Einordnung fehlt für mich an der ein oder anderen Stelle.

In meinem neuen Podcast erkläre ich daher einige Hintergründe zu dem Lockdown und zeige, wo das eigentliche Problem liegt - was oft im Westen gar nicht so bekannt ist.

Da Shanghai für mich eine ganz besondere Stadt ist, werde ich zudem viele persönliche Eindrücke aus meinen bisherigen Reisen einfließen lassen und du erfährst, was diese Stadt für mich so einzigartig macht.

Du kannst die Folge, wie gewohnt, auf allen bekannten Podcast-Portalen abrufen:
Apple-Podcasts
Spotify
Google Podcasts
Dragonfolio Homepage

Ich freue mich auf Dein Feedback zur Episode und wünsche Dir ein erfolgreiches Wochenende!

Viele Grüße
Eric Nebe

22-04-2022

 

In den letzten 2 Jahren wurden 80% der gesamten Dollarmenge gedruckt.

So wie ich den Artikel verstanden habe, wurden seit der Einführung des Dollars Anno dazumal, 80% der existierenden  Dollars in den letzten 22 Monaten gedruckt.

Die vornehme Bezeichnung für Geld Drucken lautet quantitative Lockerung. Die Geldmengenerweiterung war die Antwort auf die Coronakrise.

 

Was sind die Auswirkungen?

Eine von vielen Auswirkungen:

Israel kündigt an, die Strategie für seine Währungsreserven neu zu sortieren. Der chinesische Yuan wird Einzug erhalten, genauso wie die Anteile des australischen und kanadischen Dollars ausgebaut werden.

Der Euro und der US Dollar werden reduziert!

Ersetzt werden Euro und Dollar durch Währungen von Ländern, die entweder über Rohstoffe verfügen oder sich, wie im Falle Chinas, durch zunehmende wirtschaftliche Stärke auszeichnen.

Übrigens hat der sehr bekannte norwegische Staatsfonds vor 4 oder 5 Jahren seinen Anteil an europäischen Aktien stark reduziert und vermehrt auf Unternehmensanteile aus den USA oder Asien gesetzt.

Die Eurozone versprüht anscheinend nicht mehr den Optimismus, der große Investoren anlockt.

Die Anleger hatten gestern aber nicht nur keinen Hunger auf Europäische Aktien, auch US Werte wurden im späten Handel ohne Gegenwehr abverkauft.

Das Barometer zeigt schon seit längerer Zeit rot und der Erholungsversuch der letzten Woche wurde massiv niedergewalzt.

Es sieht danach aus, dass das Pendel der Abrissbirne gerade ordentlich ausholt.

W5 High Potential Musterportfolio

Kein guter Tag für unser Depot.

Bei Northrop ist mir gestern ein Fehler unterlaufen, den ich später korrigierte. Die zweite Order wurde 

auch ausgeführt.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Occidental Petroleum (OXY): Stoploss 58.50, 9% of Eq., GTC

America Homes (AMH): halten // Stoploss, 43.00, 100% of Pos., GTC

Principal Financial (PFG): halten //stopploss, 74.88, 10% of EQ., GTC

Chevron (CVX): halten // Stoploss 163.80, 100% of Pos., GTC

Enphase (ENPH): stoploss, ausgeführt

United Steel (X): stoploss, ausgeführt

Northrop Grumman (NOC):  Stoploss, ausgeführt

// keine Änderungen

---

21-04-2022

 

Das Tagesereignis von gestern war sicherlich der Absturz der Netflix Aktie. Hätte man das erahnen können?

Das erste Indiz ergab sich Mitte Januar. Dort trat bereits das erste Down Gap auf. Es ist häufig zu beobachten, das auf ein erstes Downgap ein zweites folgt.

Ich erinnere an den Kommentar vor einigen Tagen: Relative Stärke + Hausverstand

Im Dezember verlor Netflix 20%. Im Januar verlor die Aktie in der Spitze noch einmal 40%. Tja, was soll man dazu sagen? Meine Theorie jedenfalls besagt, dass eine Aktie, die von Investoren händeringend gesucht und gekauft wird, wohl keine 50% verliert, oder? Das ist kann nicht als Relative Stärke bezeichnet werden.

Ist Netflix jetzt ein Kauf? Fundamental gesehen scheint sie günstig zu sein? Genau diese Frage wurde mir im November 2021 zu Paypal gestellt.

Nach dem zweiten Downgap notierte Paypal zum Zeitpunkt der Frage über 30% unter ihrem Allzeithoch. Damit war sie günstig. Aber sie wurde noch "günstiger" :-)

Sie wurde sogar nochmal 50% günstiger!

Damit ist die Frage beantwortet, ob Netflix jetzt ein Kauf ist.

 

Wenn man keine wirklich zuverlässigen Unternehmen Insiderinformation hat und als einzige Quelle nur auf das Geschwafel in den Finanznachrichten zurückgreifen kann, dann sollte man wenigstens einen Cross über den SMA100 abwarten. Bestenfalls zeigt der SMA100 beriets nach oben.

Das gilt für Paypal, Netflix oder auch Alibaba. Das sind alles ausnahmslos "günstige" Aktien.

 

Günstig kann aber noch günstiger werden. Günstig kann sogar wertlos werden. Bis günstig eventuell teuer wird, kann sehr viel Zeit vergehen. Als Trader ist es besser, teuer noch teurer zu verkaufen.

Das hat Jesse Livermore schon um 1900 erkannt. Der erfolgreichste Swingtrader aller Zeiten. 

W5 High Potential Musterportfolio

Enphase war ein glatter Schuß ins Knie. Die werfen wir heute mit einem engen Stoploss aus dem Depot.

Northrop hätte bereits Anzeichen zeigen sollen, das etwas vorwärts geht. Wir löschen die Order zunächst.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Occidental Petroleum (OXY): buystop 63.05, 9% of Eq., GTC

Northrop Grumman (NOC): gefillt *ergänzt

Enphase (ENPH): stoploss, 176.70, 100% of Pos., GTC

Principal Financial (PFG): halten //stopploss, 73.40, 10% of EQ., GTC

United Steel (X): halten // stoploss, 34.50, 10% of EQ., GTC

// keine Änderungen

Northrop Grumman (NOC): halten // Stoploss, 450.00, 100% of Pos., GTC

Chevron (CVX): halten // Stoploss 160.40, 100% of Pos., GTC

America Homes (AMH): halten // Stoploss, 39.60, 100% of Pos., GTC

20-04-2022

 

Das Traderleben ist manchmal hart.

Im Musterportfolio wurden wir vor einigen Tagen bei der Position von Farmland Partners ausgestoppt. Diese steigt nun gerade kometenhaft in den Himmel :-)

Aber System ist System und da passiert so etwas. Es steht ja nirgendswo geschrieben, dass eine Aktie nicht zweimal gekauft werden kann. Häufig ist der zweite oder auch der dritte Einstiegsversuch sogar der beste.

Denn was ist mit einer Aktie, die in einem kurzen Zeitraum immer wieder Entry Setups ausbildet? Auf gleichem oder höherem Level...? Ist diese Aktie auf dem Weg nach unten oder nach oben?

Viele Trader, scheuen sich, eine Aktie erneut zu kaufen, wenn sie sich einmal die Finger verbrannt haben. Ich sehe das anders und werde mich bei Farmland auf die Lauer legen.

Das gleiche gilt für die Aktie von RADA Electronics, aus der wir kürzlich ebenfalls unglücklicherweise ausgetsoppt wurden.

Die Rada Aktie zeichnet sich durch starke Fundamentalzahlen aus.

Umsatzzuwächse und steigende Profite sehe ich gern bei einer Aktie. In der Investmentwelt werden zur Beurteilung der finanziellen Situation eines Unternehmen teilweise gern komplizierte Kennzahlenmodelle verwendet. 

Als "ehemaliger" Unternehmer waren für mich Umsatzzahlen und "was unter dem Strich hängen bleibt"

entscheidend.

Sicherlich sind ROI oder Schuldenquote etc. wichtige Größen aber wenn ein Unternehmen expandiert und gleichzeitig Umsatz- und Gewinnsprünge verzeichnet, dann ist das die erste Indikation dafür, dass die Aktie gesund ist.

Was nützt es, wenn eine Aktie keine Schulden hat aber auch keine Gewinne verzeichnet? Natürlich gibt es es auch andere Fälle, z.B. die Kombination, keine Gewinne und trotzdem steiler Anstieg. Tja, da ist denn wahrscheinlich das "knowing money" am Werk.

W5 High Potential Musterportfolio

Den Kurssprung der ZEN Aktie konnte man zur Aktualisierungszeit des gestrigen Kommentars nicht erahnen. Unter der aktuellen Charttechnik würde man sie wohl weiterhin halten. Traderleben ist hart :-)

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Northrop Grumman (NOC): buystop, 473.40, 8% of EQ., GTC

Enphase (ENPH): buystop, 197.30, 5% of EQ., GTC

Principal Financial (PFG): buystop, 75.30, 10% of EQ., GTC

United Steel (X): buystop, 38.30, 10% of EQ., GTC

// keine Änderungen

Northrop Grumman (NOC): halten // Stoploss, 450.00, 100% of Pos., GTC

Chevron (CVX): halten // Stoploss 160.40, 100% of Pos., GTC

America Homes (AMH): halten // Stoploss, 39.60, 100% of Pos., GTC

19-04-2022

 

Ein ehemaliger Coachee gab das Stichwort zum heutigen Kommentar:

Hausverstand!

Hausverstand ist Teil einer Strategie, die ich innerhalb des Ausbildungsprogramm in der ersten Unterrichtseinheit vorstelle:

 

Gerade für Longterm Investoren ist sie unschlagbar einfach und wirkungsvoll.

Die komplette Strategie lautet:

Hausverstand und Relative Stärke ... that's all

Relative Stärke bedeutet, ich schaue mir die aktuell stärksten Aktien an. Diejenigen Aktien, die sich am besten entwickeln, werden dann mit Punkt zwei der Strategie, dem Hausverstand untersucht.

Mittels Hausverstand versuche ich zu evaluieren, ob die die Relative Stärke zu rechtfertigen ist.

Am Stammtisch würde man die Strategie so übersetzen:

"Kann das eigentlich angehen, das die Aktie so abgeht?"

Zwei Anwendungsbeispiele:

1) Chevron

2) Nvidia

Beide verdienen unglaublich viel Geld und sind gut aufgestellt in ihrer Branche. Die Produkte beider Unternehmen werden aktuell verbaut oder verwendet. Ölprodukte und Halbleiter werden auch in absehbarer Zeit dringend benötigt.

Soviel zum Hausverstand, das eine Puzzle-Teil der Strategie.

Kommen wir zum zweiten Teil der Strategie, die relative Stärke:

Im Gegensatz zur Nvidia bildet die Chevron Aktie derzeit eine Relative Stärke dem Gesamtmarkt gegenüber aus.

Also würde man gemäß der Strategie sein Geld eher bei der Chevron investieren. Beide überzeugen mit ihren Produkten und somit unseren Hausverstand aber Chevron bildet relative Stärke aus.

 

Sobald die Chevron Aktie beginnt zu  straucheln, z.B. wenn sie zwei oder dreimal innerhalb von zwei Monaten unter ihren gleitenden Durchschnitt 50Tage fällt, würde man sie abstoßen. Vermutlich befindet sie sich dann im Distributionsstatus.

Also Nvidia aktuell kein Kaufkandidat? Naja, es gibt ja auch andere Strategien, oh je.

Nach Wyckoff wäre sie aktuell womöglich ein genialer "Strongbuy -Spring- Kandidat".

 

Das ist der Fluch und Segen der Börse. Fast nie ist irgendwas eindeutig :-)

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Northrop Grumman (NOC): buystop, 473.40, 8% of EQ., GTC

Northrop Grumman (NOC): halten // Stoploss, 450.00, 100% of Pos., GTC

Zendesk (ZEN): Target: 124.00, 100% of Pos.,GTC // stoposs, 117.30, 100% of Pos., GTC

Alliance Resource (ARLP): halten // Stoploss 17.24, restliche Position, GTC

SSR Mining (SSRM): halten // Stoploss, 24.10, restliche Position, GTC

// keine Änderungen

Chevron (CVX): halten // Stoploss 160.40, 100% of Pos., GTC

America Homes (AMH): halten // Stoploss, 39.60, 100% of Pos., GTC

18-04-2022

 

In den USA sind die Börsen heute geöffnet.

In Deutschland feiern wir hingegen Ostern, daher nur ein kurzes Update zum Musterportfolio. Es gibt nicht viel zu tun. Es soll nach wie vor die Northrop Grumman Aktie aufgestockt werden.

 

Alle Informationen zum aktuellen Stand der Ukrainekrise deuten darauf hin, dass die Schlacht weiter geht bzw. befeuert wird durch beidseitige Aufrüstung. Davon profitieren selbstredend die Rüstungskonzerne.

Für den Rest der Aktienwelt sieht es z.Z. nicht so rosig aus. 

Es gilt:

Die Disziplin, nichts zu tun, ist Arbeit genug.

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Northrop Grumman (NOC): buystop, 477.30, 4% of EQ., GTC

Alliance Resource (ARLP): halten // Stoploss 15.30, restliche Position, GTC

SSR Mining (SSRM): halten // Stoploss, 21.95, restliche Position, GTC

Northrop Grumman (NOC): halten // Stoploss, 443.60, 100% of Pos., GTC

Chevron (CVX): halten // Stoploss 160.40, 100% of Pos., GTC

Zendesk (ZEN): halten // stoposs, 117.30, 100% of Pos., GTC

America Homes (AMH): halten // Stoploss, 39.60, 100% of Pos., GTC

16-04-2022

 

Die Wochenendkolumne über die chinesische Wirtschaft und Kultur von Eric Nebe:

an einem Tag wie heute könnte man sich hinsichtlich China die Frage stellen, wie es eigentlich die Chinesen mit dem Osterfest halten? Für die meisten etablierten christlichen Kirchen ist es natürlich auch ein ganz besonderer Tag, doch insgesamt spielt es für die meisten Chinesen keine bedeutende Rolle und kommt ausschließlich in Verbindung mit den auch uns bekannten kommerziellen und kulinarischen Ereignissen in Verbindung.

Interessante Randinformation an dieser Stelle: Obwohl die meisten Chinesen traditionelle chinesische Religionen wie den Taoismus und länger bestehende ausländische Importe wie den Buddhismus praktizieren, ist das protestantische Christentum mit heute mindestens 38 Mio. Anhängern (etwa 3% der Bevölkerung) wahrscheinlich der am schnellsten wachsende Glaube in China. Da China auch 10 bis 12 Mio. Katholiken hat, gibt es heute in China mehr Christen als in Frankreich (38 Mio.) oder Deutschland (43 Mio.).

Ansonsten noch ein kleiner Kommentar von mir zum Markt: Aus meiner Sicht präsentieren sich die chinesischen Märkte aktuell recht stabil. Obwohl die weltweite geopolitische Situation angespannt bleibt und auch der langsam nachlassende Lockdown in Shanghai das Sentiment belastet, war der Markt zuletzt auffällig verhalten und ruhig. Montag gab es noch mal einen relativ starken Abverkauf, nachdem die Erzeugerpreise in China stark angestiegen sind. Im Anschluss beendete der Hongkonger Leitindex (siehe Abb.) den Handel jedoch drei Tage in Folge mit leicht grünen Vorzeichen, was durchaus positiv zu werten ist.

Die Verbraucherpreise stiegen übrigens in China im letzten Monat nur ganz leicht zum Vorjahr, was in erster Linie daran lag, dass die Preise für Schweinefleisch im Vergleich zur gleichen Periode 2021 um über 40% gesunken sind. Schwein gehabt könnte man sagen und damit wünsche ich jetzt auch dir - was auch immer du heute isst - ein schönes Osterwochenende!

Viele Grüße
Eric Nebe

15-04-2022

 

Heute wird an den US Börsen nicht gehandelt.

Da ich weiterhin mit sinkenden Kursen rechne, gehe ich auch weiterhin defensiv vor. Das bedeutet, es werden Teilverkäufe im Gewinn realisiert und die Eröffnungspositionen werden generell klein gehalten.

 

Somit setzen wir uns der Börse mit einem geringen Risiko aus. Im Fachjargon heißt es, es wird mit einem geringem "Maximales Open Risk" gearbeitet.

Sobald das Börsenwetter wieder aufhellt, wird die Investitionsquote und damit das Risiko erhöht.

Beim kurz- und mittelfristigem Trading ist es ratsam, den Eintritt des Wortscase Szenario anzunehmen.

 

Was kann passieren, wenn morgen die Börse einbricht und jede Position ausgestoppt wird? Welchen Drawdown erfährt mein Portfolio in diesem Szenario und ist es (für mich) vertretbar?

Warum sollte man in einer Situation mit niedrigem Chance Risiko Verhältnis viel riskieren? Auf der anderen Seite gilt, wenn die Situation fast offensichtlich positiv aussieht, dann muss man "Butter bei die Fische" geben, wie eine Norddeutsche Redewendung lautet.

Dann erhält das Depot innerhalb weniger Wochen einen Schub. Diese börsenfreundlichen Zeiten muss man konzentriert mit erhöhter Investitionsquote ausnutzen und in schlechten Zeiten das Pulver trocken und die Equity stabil halten. 

Ein Geduldsspiel, das gerade Börsenanfänger häufig unterschätzen. Trading unterscheidet sich insofern erheblich von einer "gewöhnliche" Arbeit, bei der jeden Monat konstant Einnahmen auf dem Konto verbucht werden können.

Natürlich gibt es irgendwo immer gerade eine Möglichkeit von Preisdifferenzen zu profitieren. Rohstoffmärkte, Forex, Cryptos, intraday, end of day,...

Aber wer ist schon gut in allen Sport-Disziplinen, wo doch meistens nicht mal eine Disziplin beherrscht wird.

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Alliance Resource (ARLP): halten // Stoploss 15.30, restliche Position, GTC

SSR Mining (SSRM): halten // Stoploss, 21.95, restliche Position, GTC

Cigna Corp. (CI): ausgeführt

Northrop Grumman (NOC): buystop, 477.30, 4% of EQ., GTC

Northrop Grumman (NOC): halten // Stoploss, 443.60, 100% of Pos., GTC

Chevron (CVX): halten // Stoploss 160.40, 100% of Pos., GTC

Zendesk (ZEN): halten // stoposs, 117.30, 100% of Pos., GTC

America Homes (AMH): halten // Stoploss, 39.60, 100% of Pos., GTC

14-04-2022

 

Ein zarter Pullback, der in den letzten Minuten der Handelssitzung bereits wieder genutzt wurde, um zu verkaufen.

Das Volumen war sehr niedrig aber die Marktbreiteindikatoren haben sich um einen Punkt verbessert.

Ansonsten ein Tag, der keine nennenswerten Ereignisse hervorbrachte.

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

Chevron (CVX): buystop, 172.70, 8.5% of EQ., GTC

Alliance Resource (ARLP): selllimit, 17.40, 30% of Pos. // Stoploss 15.30, GTC

SSR Mining (SSRM): selllimit, 24.25, 30% of Pos., GTC // Stoploss, 21.95, 100% of Pos.,GTC

Cigna Corp. (CI): sellimit 264,20, restliche Pos., GTC // Stoploss, 243.00, restliche Pos., GTC

Northrop Grumman (NOC): buystop, 477.30, 4% of EQ., GTC

Northrop Grumman (NOC): halten // Stoploss, 443.60, 100% of Pos., GTC

Zendesk (ZEN): halten // stoposs, 117.30, GTC

America Homes (AMH): halten // Stoploss, 39.60, 100% of Pos., GTC

13-04-2022

 

Wahrscheinlich können wir heute mit einem Pullback rechnen. Die asiatischen Märkten versprühen leichte Zuversicht und die Futuremärkte der größeren US Indizes sind im Plus.

Die FED hält verbal an ihrer "aggressiven" Zinspolitik fest. Daher ist anzunehmen, das es sich nur um eine Zwischenerholung an den Börsen handeln wird.

Nach dem möglichen Pullback der nächsten Tage wird der SP500 Future wahrscheinlich den Unterstützungsbereich um die 4250 Punkte anvisieren.

 

Auch der Ukrainekonflikt schwillt weiter. Er ist anders als die bisherigen Kriege. Dazu hatte ich in vergangenen Kommentaren Stellung bezogen. Bei diesem Krieg ist sogar Europa kurz davor, unmittelbar in den Konflikt hineingezogen zu werden.

Die USA und Europa setzen auf Waffenlieferungen und signalisieren damit ihrerseits deutlich, keine diplomatische Lösung herbei führen zu wollen. Waffenlieferungen sind natürlich auch ein Konjunkturprogramm. Es heißt, dass nicht wenige Krieg in den letzten 100 Jahren möglichst lange am Laufen gehalten wurden, um Waffen zu verkaufen. In unserem Musterdepot werden wir darauf reagieren und unsere Position des  Rüstungskonzern ausbauen.

Die Investmentbranche bereitet sich auf eine anhaltende Konfrontation vor, die eventuell ausarten könnte. Die USA wird es weniger betreffen, die sind weit weg vom Geschehen. Aber wir in Europa werden womöglich in etwas hineingezogen, das keiner möchte.

Dazu ein Video, das ich Gestern als Nachlektüre geschaut hatte. Es spiegelt neben der Ukrainekrise auch meine Meinung zur Inflation wieder:

Die Inflation könnte sich tatsächlich in Luft auflösen, rein statistisch gesehen jedenfalls. Die Waren und Produkte werden natürlich teurer bleiben aber die Inflationsrate geht zurück. Das liegt am Basiseffekt, der die Preise von 2023 mit den Preisen von 2022 vergleicht. Selbst wenn die Rohstoffpreise in 2023 auf hohem Niveau bleiben, fällt der Inflationswert.

https://www.youtube.com/watch?v=RilAtQqUM3I

Das könnte der initiale Beginn für einen neuen Bullenmarkt werden!

 

Im Herbst 2022 werden die Aussichten für das Jahr 2023 in die Aussagen der FED einfließen. Womöglich wird dort schon eine Beruhigung der Inflationszahlen verbal vorweggenommen. Die Zinsen bräuchten dann nicht mehr weiter angehoben werden und bleiben auf konstantem  Niveau.

 

Relativ gesehen, ist das Niveau trotzdem niedrig, im Vergleich zu den letzten Jahren. Mit dem relativ moderaten Zinsniveau und stabilen wirtschaftlichen Aussichten könnte es dann stramm nach oben gehen.

Gold wird spätestens dann wieder fallen, da es im Verhältnis attraktivere Geldanlagemöglichkeiten gibt. Die bleibende negative Realrendite spielt zu dem Zeitpunkt eine untergeordnete Rolle.

Wo gibt es schnell etwas zu holen? Das fragen sich die Investoren :-)

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

America Homes (ZEN): buystop, 125.80, 6.5% of EQ., GTC

America Homes (AMH): buystop, 41.30, 11% of EQ., GTC

Northrop Grumman (NOC): buystop, 477.30, 4% of EQ., GTC

Northrop Grumman (NOC): halten // Stoploss, 443.60, 100% of Pos., GTC

Alliance Resource (ARLP): halten, Stoploss 14,75, GTC

SSR Mining (SSRM): Halten //stoploss, 21.30, 50% of Pos.

Cigna Corp. (CI): halten, 50% of Pos. // Stoploss, 243.00, restliche Pos., GTC

12-04-2022

 

Es ist weit und breit kein Land in Sicht. Auch die Werte in unserem Musterportfolio entwickeln sich nur kurz positiv und können sich im Anschluss unter der Last des Broadmarkts nicht weiter verbessern. Wenigstens können wir die Equity halten.

Heute werden in den USA Verbraucherpreise verkündet. Vor allem zählt an der Börse der Ausblick. Die aktuellen Zahlen sind als Anhaltswert gut verwendbar aber die in Aussicht gestellten Werte sind das, was gekauft oder verkauft wird.

Bei den Fundamentalzahlen der Unternehmen verhält es sich ähnlich. Kurse von Unternehmensaktien steigen, obwohl das Kurs-Gewinn-Verhältnisse teils überteuert erscheint.

 

Sofern bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen weiterhin "gute Geschäftsverläufe " angekündigt werden, ist ein hoher KGV eher ein guter Indikator. Der KGV ist häufig vorlaufend! Ein steigender KGV ist eher positiv.

Wenn der Kurs einer Aktie steigt und das KGV aber plötzlich abnimmt, dann stimmt etwas nicht.

Günstige Aktien sind auch fundamental gesehen dann günstig, wenn der Preis günstig ist aber das KGV bereits steigt. 

Das "knowing money" kauft und ist bereit höhere KGVs zu akzeptieren.

Einschränkend sollte darauf hingewiesen werden, dass es an der Börse immer nur Tendenzen und Wahrscheinlichkeiten gibt. Die KGV Betrachtung ist in Einzelfällen sicherlich genauer zu analysieren. 

Überhaupt ist die Börse eine graue Welt :-) Dort gibt es leider sehr wenig schwarz oder weiß Situation. Das macht die Aktienanlage so schwer. Ohne Investitionssystem hat man überhaupt keine Chance.

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

 

Alliance Resource (ARLP):buystop, 16.20, 5% of Equity, GTC

Farmland Partners (FPI): ausgeführt

Anthem (ANTM) : ausgeführt

Krogers (KR) : halten // Stoploss 60.40, 100% of Position, GTC

Northrop Grumman (NOC): halten // Stoploss, 459.30, 100% of Pos., GTC

SSR Mining (SSRM): Halten //stoploss, 21.30, 50% of Pos.

Cigna Corp. (CI): halten, 50% of Pos. // Stoploss, 243.00, restliche Pos., GTC

11-04-2022

 

Die Situation bleibt angespannt. Es ist  weiterhin eine Zeit des Tradings und nicht der Zeitpunkt, sich langfristig zu positionieren.

Auch wenn die Halbleiter teils traumhaft günstige Gelegenheiten bietet, ist es besser den richtigen Kaufzeitpunkt abzupassen.

Renditetechnisch gesehen ist es vorteilhafter, vom Kaufzeitpunkt an schnell zu verdienen als super günstig zu kaufen und lange zu warten.

Gerade an der aktuellen Situation, in der Inflations-, Zins- und Konjunktursorgen die Schlagzeilen beherrschen, wird der Unterschied zwischen Einzeltiteln und der übergeordneten Ökonomie deutlich.

 

Börsianer sagen, Volkswirtschaft schlägt Betriebswirtschaft. Das bedeutet, ein Unternehmen kann noch so brilliante Zahlen liefern, wenn die Börse nicht will, dann will sie nicht :-)

Wenigstens die Inflation könnte sich bald relativieren, wenn der sogenannte Basiseffekt wegfällt.

 

Bleiben die Rohstoffpreise mehr oder weniger auf jetzigem Niveau, dann dienen die hohen Güterpreise des Jahres 2022 als Vergleichszahlen für die Inflationsraten 2023. Dann hätte man sozusagen eine Sorge weniger.

Statistisch gesehen sind die Jahre, die auf eine 3 enden, gute Aktienjahre. Die Jahre, die auf eine 2 enden, sind vergleichsweise schwer. 

Die Equity halten ist meine Devise aktuell und FOMO frei bleiben.

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

 

Farmland Partners (FPI): halten, stoploss, 14.19,1005 of Pos., GTC

Camden Property (CPT): löschen

Krogers (KR) : halten // Stoploss 58.80, 100% of Position, GTC

Anthem (ANTM) : halten // stoploss, 517.70, 100% of Pos., GTC

Northrop Grumman (NOC): halten // Stoploss, 459.30, 100% of Pos., GTC

SSR Mining (SSRM): Halten //stoploss, 21.30, 50% of Pos.

Cigna Corp. (CI): halten, 50% of Pos. // Stoploss, 243.00, restliche Pos., GTC

09-04-2022

 

Die Wochenendkolumne über die chinesische Wirtschaft und Kultur von Eric Nebe:

China macht bei der Energiewende Ernst – vor allem bei der Umstellung von konventionellen Fahrzeugen auf die sogenannten New Electric Vehicles (NEV). Im März konnten viele chinesische NEV-Hersteller ihre Absätze noch mal deutlich zum Vorjahr steigern: zum Beispiel Nio um 63%, Xpeng um 148% und BAIC um 439%. In Bezug auf unser Realdepot (GCP) freuen wir uns natürlich ganz besonders, dass auch BYD (+333%) bei diesem Wachstum mithalten kann. Aus meiner Sicht sind das Unternehmen und damit auch die Aktie aussichtsreicher denn je. Die Produktion von Verbrennerfahrzeugen wurde seit März bereits komplett eingestellt und das selbst gesetzte NEV-Ziel für 2022 von 1,2 Mio. wird in diesem Jahr wohl recht souverän geholt werden. Bisher gelang es nur Tesla, die 1-Mio.-Marke zu knacken.

Zudem werden bei BYD fast wöchentlich neue Kooperationen mit anderen Top-Unternehmen gemeldet, zuletzt zum Beispiel mit Shell für Ladesäulen oder Nvidia, die auf dem NEW-Markt mehr mitmischen wollen. Wer einen Beweis braucht, dass chinesische Aktien auch zukünftig hohe Renditen erzielen können, der wird mit dieser Aktie sicherlich fündig. Bei BYD kommt beides zusammen: Ein Unternehmen und CEO, die eine klare langfristige Vision haben und einen klaren Fokus setzen („die Batterie steht immer im Mittelpunkt“) und eine Branche, die global im Aufschwung ist und speziell in China gefördert wird.

Was kaum noch gefördert wird in China sind allerdings die Zuschüsse für NEVs. Die meisten Subventionen werden dieses Jahr auslaufen und schon heute ist klar erkennbar, dass dies auf die Gewinne von BYD drücken wird. Hinzukommen Inflation und vereinzelt Knappheit bei Materialien und Komponenten. Zwar wurden bereits die Preise vieler Modelle erhöht, doch die Margen werden sicherlich erst mal dünn bleiben wie eine Scheibe Lammfleisch in einem chinesischen Hotpot.

Doch Lieferengpässe sind für ein Unternehmen immer besser als Absatzprobleme und wer vorübergehend mit der geringeren Rentabilität leben kann, findet hier zusammen mit Tesla die aussichtsreichste NEV-Aktie dieses Jahrzehnts.

Viele Grüße
Eric Nebe

08-04-2022

 

War es doch nur ein Pullback in einem übergeordneten Aufwärtstrend?

 

Geht es jetzt weiter nach oben?

Charttechnisch gesehen, würde ich abwarten bis die Hochs um die 4600 im SP500 Future geknackt worden sind, um von einem weiteren Aufwärtstrend zu sprechen.

Wenigstens ein schwungvoller Tag nach oben begleitet von hohem Volumen sollte für einen ausgereiften Pullback zu sehen sein.

Abwarten und Tee trinken... bzw. Bier, denn das Wochenende steht vor der Tür.

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

 

Farmland Partners (FPI): buystop, 14.25, 9% of Equ., GTC

Camden Property (CPT): buystop, 175.70, 10% of Equity, GTC

Krogers (KR) : halten

Anthem (ANTM) : halten

Northrop Grumman (NOC): halten // Stoploss, 450.00, 100% of Pos., GTC

SSR Mining (SSRM): Halten //stoploss, 21.30, 50% of Pos.

Cigna Corp. (CI): halten, 50% of Pos.

Die Performance Videos für den abgelaufenen Monat sind online (Impulstrading, SP500 Strategie und Musterportfolio):

07-04-2022

 

Es gab ein kleines Ungewitter an den Börsen aber so dramatisch war es noch nicht. Vielleicht kommt es noch. 

 

Das Zinsgespenst wandert wieder durch die Börsenwelt, jedenfalls in den USA. Hier in Europa hat die EZB die Inflation immerhin schon erkannt aber bei 7% Inflation gibt es wohl noch kein Handlungsbedarf :-)

Die Finanzmärkte allerdings wissen allzu gut, dass der EZB bezüglich der Zinsanhebungen die Hände gebunden sind.

 

Die überschuldeten Haushalte der südlichen Eurozone würden Zinsanhebungen nicht verkraften, so heißt es unter den Experten. Ich bin kein Volksökonom, wie z.B. Prof. Hans Werner Sinn. Herr Sinn könnte mir die Verschuldungszusammenhänge sicherlich noch im angetrunken Zustand vorrechnen.

Aber als aufmerksamer Beobachter fällt einem auf, dass in den vergangenen Jahrzehnten bereits bei 3% Inflation an der Zinsschraube gedreht wurde.

 

Wenn die EZB also bei 5 bis 7% noch nicht an der Zinsschraube dreht bzw. drehen kann, ziehe ich einen Rückschluss auf den ökonomischen Zustand der Eurozone. Es scheint zu brennen, wenn  nicht mal ein symbolischer Zinsschritt Richtung 1% möglich ist.

Ein Vorteil hat die Abwertung des Euros. Wenn in den Supermärkten wegen Hamsterkäufen wieder einmal das Toilettenpapier zur Neige geht, kann man auf den Euro zurückgreifen.

Wenn es nicht so traurig wäre... Man kämpft ohnehin schon mit der Inflation und viele Menschen in Deutschland können die Energiekosten nicht mehr stemmen. Aber die Abwertung des Euros wird uns noch den Rest geben.

Es bleibt nur Traden und Investieren übrig! Alternativlos würde Merkel sagen :-)

W5 High Potential Musterportfolio

Auf der Mobilen Webside ist der Kommentar vom 5-4-22 unter den Kommentar vom 4-4-22 gerutscht.

 

 

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

 

Camden Property (CPT): buystop, 175.70, 10% of Equity, GTC

Krogers (KR) : buystop, 59.15, 10% of Equity, GTC

Anthem (ANTM) : buystop, 508.00, 8% of Equity, GTC

Tegna (TGNA): ausgeführt

Northrop Grumman (NOC): halten // Stoploss, 450.00, 100% of Pos., GTC

SSR Mining (SSRM): Halten //stoploss, 21.30, 50% of Pos.

Cigna Corp. (CI): halten, 50% of Pos.

Die Performance Videos für den abgelaufenen Monat sind online (Impulstrading, SP500 Strategie und Musterportfolio):

06-04-2022

 

Ein guter Bekannter von mir, ein "Ausbruchstrader", der normalerweise konstant überdurchschnittliche Gewinne erzielt, jammerte gestern von seiner rabenschwarzen Woche. Diese und auch letzte Woche.

Ausbruchtrading ist vom Charakter her das, was hier beim Impulstrading und auch im Musterportfolio umgesetzt wird. Ausbruch (Breakout) aus einer Range. 

Es gibt Perioden, da arbeiten diese Systeme nicht gut, obwohl der Gesamtmarkt noch aufwärtsgerichtet ist und das Börsenklima scheinbar positiv ist.

Aktuell haben wir wieder so eine Phase, Ausbrüche nach oben funktionieren nicht mehr. Das können böse Vorboten für größeres Ungemach sein.

 

Anders herum gibt es Phasen, in denen Ausbrüche tadellos funktionieren, obwohl der Gesamtmarkt noch im Abwärtsmodus ist. Das sind die ersten Indikationen dafür, das der Boden im Broadmarkt kurz bevorsteht.

Im Zusammenhang mit dem gestrigen Kommentar würde es sogar Sinn machen. Dort sprach ich über den schwachen Zustand des Bankensektors, was als Frühwarnung gedeutet werden könnte.

Es schadet sicherlich nicht, bestehende Positionen zu reduzieren. Man kann ja wieder einsteigen...schade eigentlich, ich hatte auf einen Anstieg bis kurz vor die alten Hochs gehofft.

Was aber nicht passieren darf, sofern man kein Buy and "Hope" Investor ist, das kleine Verluste zu Mammutverlusten werden. Das fällt unter die Regel Nr.1:

 

Verliere kein Geld!

Kleine Verluste im Zuge eines ausgereiften Riskmanagement sind Kosten. Große unkontrollierte Verluste dagegen fallen unter die Regel Nr.1.

W5 High Potential Musterportfolio

 

 

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

 

Farmland Partners (FPI): löschen

Cigna Corp. (CI): sell, MOO, 50% of Pos.

Northrop Grumman (NOC): Stoploss, 450.00, 100% of Pos., GTC

SSR Mining (SSRM): stoploss, 21.30, 50% of Pos.

Tegna (TGNA): sell, MOO, restliche Position

Die Performance Videos für den abgelaufenen Monat sind online (Impulstrading, SP500 Strategie und Musterportfolio):

05-04-2022

 

Wieder haben die Technologiewerte stark gewonnen. Der Wechsel zwischen Technologie und Spätzyklischen Werten hält an. Die Softwarebranche scheint ganz allmählich eine Bodenbildung auszuformen.

Neben dem bedenklichen Zustand des Transportsektors gibt es einen mittlerweile einen weiteren angeschlagenen Patienten, den Bankensektor.

Vor einigen Tagen berichtete ich an dieser Stelle über die schwachen internationalen Bankentitel. Diese erholten sich in den folgenden Tagen.

Mittlerweile werden diese wieder unter heftigen Umsätzen verkauft und zwar genau an der SMA200 Linie. Ein gleitender Durchschnitt, der von vielen institutionellen Investmenthäusern berücksichtigt wird.

Wenn man sich z.B. den Chart des Regionalbanken ETFs (KBE) anschaut oder auch den großen XLF, dann ist dort eindeutig eine Topbildungsphase zu sehen. Große Krisen fangen mit schwächelnden Bankaktien an oder aber normale Aktienbullenmärkte.

Die Frage ist, in welcher Phase befinden wir uns?

Wenn die Zinsen fallen, verdienen Banken weniger. Zinssenkungen dagegen, helfen den meisten anderen Unternehmen, die so günstiger an Kredite herankommen. So fangen für gewöhnlich Bullenmärkte an.

Akkumulierte Technologieaktien sprechen in der Tat für einen neuen Bullenmarkt aber ein stark fallender Transportindex, der auch  zu den Frühzyklikern gehört und entsprechenden akkumuliert werden sollte, spricht dagegen.

Auch die tendenziell steigenden Zinsen sprechen nicht für den Beginn eines Bullenmarktes, der i.d.R. mit fallenden Zinsen einhergeht.

Also doch eine bevorstehender Crash mit humpelnden Banken als Frühindikator?

Ich weiß es nicht! Der Markt wird es uns zeigen. Daher muss man auch nie der erste sein, der eine Aktie am Boden kauft. Richtig Gas geben Aktien erst nach einer vollzogenen Umkehr.

Es kommt beim Trading (nicht Investieren) darauf an, schnell Geld zu machen und nicht günstig zu kaufen.

W5 High Potential Musterportfolio

 

 

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

 

 

Farmland Partners (FPI): buystop, 14.25, 13% of Equ., GTC

Cigna Corp. (CI): buystop, 248.00, 15% of Equ., GTC

Northrop Grumman (NOC): halten

SSR Mining (SSRM): halten

Tegna (TGNA): halten (noch 50% of Pos.)

Die Performance Videos für den abgelaufenen Monat sind online (Impulstrading, SP500 Strategie und Musterportfolio):

04-04-2022

 

Nach dem Entscheidungstag vom Donnerstag (siehe Kommentar vom Freitag) hat die Börse einen fast schon typischen Verlauf gezeigt. Das Tief wurde unterschritten und zum Ende der Börsensitzung rettete sich der SP500 ins positive Terrain und schloss mit einem kleinen Plus.

Dadurch bleibt das gute Chance Risiko Verhältnis erhalten. Wir werden die Gelegenheit für unser Musterportfolio nutzen.

Die chinesische Börse erlebt aktuell ein tolles Comeback. Da bahnt sich wahrscheinlich eine Bodenbildung an.

Eine fertige Umkehrformation hat sich aber noch nicht ausgebildet!

 

Abwarten mit neuen Positionierungen. Man muss nicht den absoluten Boden erwischen, um an der Börse Geld zu verdienen. Auf dem einjährigen Weg nach Süden haben Investoren schon öfter gedacht, dass könnte der Boden sein.

Mit einer starken chinesischen Börse und einem starken HangSeng (Hongkong), hätten auch die US Börsen Rückenwind, obwohl die Eigendynamik der beiden Marktplätze mittlerweile größer geworden ist. Vielleicht ein Zeichen sich verschiebender globaler Kräfteverhältnisse.

Auf der negativen Seite ist der dramatische Absturz des Transportindex am Freitag zu erwähnen! 

 

Das gefällt mir gar nicht. Ich hoffe, dort bildet sich keine nachhaltige Schwäche aus. Ein nicht rund laufendes Transportwesen hat einen warnenden Charakter.

Wenn weniger Produkte von A nach B transportiert werden, übersetzt die Börse das mit nachlassender Nachfrage und damit Kontraktion des Konsumverhalten.

W5 High Potential Musterportfolio

Bei Farmland Partners (FPI) ist ein Fehler unterlaufen. Die Aktie erreichte am Platzierungstag der Kauforder das Buystop Level nicht. Bei mir wurde Sie trotzdem eingebucht, weil ich einen Order Eingabe Fehler gemacht hatte. Der Wert ist immer noch interessant, daher platzieren wir erneut eine Kauforder.

Wir nutzen die og. gute Chance Risiko Gelegenheit aus und platzieren mehrere Order. Das Gesamtrisiko ist sehr hoch, daher sollten wir zügig reagieren, sofern doch kein Turnaround eintritt.

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

Farmland Partners (FPI): buystop, 14.25, 13% of Equ., GTC

Cigna Corp. (CI): buystop, 248.00, 15% of Equ., GTC

Northrop Grumman (NOC): buystop, 455.00, 11% of Equ., GTC

SSR Mining (SSRM): buystop, 22.35, 8% of Equ., GTC

Tegna (TGNA): halten (noch 50% of Pos.)

Die Performance Videos für den abgelaufenen Monat sind online (Impulstrading, SP500 Strategie und Musterportfolio):

02-04-2022

 

Die Wochenendkolumne über die chinesische Wirtschaft und Kultur von Eric Nebe:

die nach Einwohnern drittgrößte Stadt der Welt, Shanghai, hat sich die Tage in einen Lockdown begeben. Ironische Stimmen in Chinas Internetwelt verkündeten, dass es das erste Mal seit der japanischen Besatzung 1937 ist, dass die beiden Seiten von Shanghai gewissermaßen geteilt werden, denn der Lockdown findet in verschiedenen Wellen und Abschnitten statt.

Ich selbst war schon ein paar Mal in Shanghai und kann mir eigentlich nicht vorstellen, wie ein Lockdown in dieser 25-Mio.-Metrole funktionieren soll. Allerdings nicht falsch verstehen: Shanghai ist eine sehr gut organisierte und strukturierte Stadt, welche auf mich nie wirklich chaotisch gewirkt hat – sondern wie eine sehr effiziente Geschäftsstadt. Doch sie ist nun einmal einfach gigantisch. Ich erinnere mich, dass ich einmal vom Westen in das Industriegebiet ganz im Osten wollte und trotz gut laufender Öffentlicher Verkehrsmittel exakt 3 Stunden gebraucht habe. Die Shanghai-Metro ist übrigens mit über 800 km das längste U-Bahn-Netz der Welt und hatte 2019 ihren Fahrgastrekord bei über 13 Mio. Passagieren – an einem einzigen Tag. Normalerweise nutzen über 10 Mio. Menschen das System an einem durchschnittlichen Arbeitstag.

Was mich eigentlich noch mehr überrascht hat diese Woche, war, dass die Börse auf den Lockdown überhaupt nicht reagiert hat. Selbst der wichtigste Festlandindex, der Shanghai Composite, zeigte sich von den Ereignissen recht unbeeindruckt (siehe Abb.) Dies verwundert insofern, als das Shanghai als Finanzzentrum des Landes, an dem gleichzeitig auch Produktionsstandorte und wichtige Handelsknotenpunkte hängen, schon eine nicht zu vernachlässigende Relevanz für die chinesische Wirtschaft hat. Doch es zeigt mal wieder, wenn die Börse irgendwo hinwill, dann tut sie das und zumindest seit einigen Wochen zeigen sich die chinesischen Aktienmärkte spürbar stabiler, mit einer Volatilität, die ebenfalls nachgelassen hat.

Ob wir die Trendwende jedoch wirklich schon gesehen haben und was konkret dafür und dagegen spricht, diskutiere ich ausführlicher im neuen kostenlosen Zukunftsmärkte-Report nächste Woche. Zur kostenlosen Anmeldung gelangst du hier.

Viele Grüße
Eric Nebe

01-04-2022

 

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer bzw. sollte ein Tag mit negativen Vorzeichen noch keinen Winter an der Börse einläuten.... aber

 ...es wird heute ordentlich crashen!!! Alle Aktien sofort verkaufen!!! Es liegen Information vor, die das Ende der Börsenrally bedeuten.

Scherz, April, April... :-)

 

Allerdings gab es gestern relativ wenig Aktien, die sich überhaupt dem Abwärtstrend entziehen konnten. Das ist ungewöhnlich und hat dazu geführt, dass mit dem gestrigen Tag ein Entscheidungstag entstanden ist.

Wenn wir heute unter dem Tief von gestern schließen, dann ist vorerst mit einer Abnahme des Momentums zu rechnen.

Positiv jedoch ist, dass das absolute Volumen sehr gering ausfiel. Insgesamt ist die Lage mit Stand heute eher nicht als dramatisch einzustufen. 

Eine gute Trading Gelegenheit mit günstigem Chance Risiko Verhältnis.

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

Tegna (TGNA): ausgeführt

Union Pacific (UNP): ausgeführt

Farmland Partners (FPI): sellstop, 13.65, 50% of Position, GTC

Nucor (NUE): Stoploss 148.00, 100% of Pos.

Enphase Energy (ENPH): sell, MOO, 100% of Pos.

Broadcomm (AVGO): sellstop, 628.00, 100% of Position, GTC

31-03-2022

 

Eine kleine Rast legt der SP500 ein, kurz über dem Widerstand, der Anfang Februar ausgebildet wurde. In höhe dieses Levels entscheidet sich nun der weitere Verlauf des Sp500, schauen wir mal.

Die Breadth Indikatoren signalisieren weiterhin ein positives Börsenumfeld. Vermutlich werden wir die Allzeithochs anvisieren, wenn die aktuellen Niveaus überwindet werden können.

Gestern wurden Technologie Werte verkauft und defensive Werte gekauft, vorgestern war es genau umgekehrt.

 

In Anbetracht der hohen Inflationsraten ist wahrscheinlich ein Depot mit gemischtem Anteil das Beste. Vielleicht 70% inflationsfeste Werte und 30% in anderen Aktien, z.B. Technologie.

Statistisch haben in der Vergangenheit Energiewerte und auch Werte aus dem Real Estate Segment steigende Inflation am besten verkraftet.

Energiewerte selbstredend dann, wenn die Inflation von hohen Ölpreisen begleitet bzw. verursacht wurde, genau wie in der momentanen Phase.

Real Estate zieht derzeit ebenfalls stark an, ein Hinweis darauf, dass die viel diskutierte "Immoblase" so schnell noch nicht platzen wird.

Versorger Aktien haben sich in einigen Fällen sehr gut behauptet in anderen wiederum nicht. Das hängt von der alternativen Anlage, der  Anleihe ab. Wenn diese relativ viel Rendite bieten, ggf. sogar einen Realzins, dann wird diese Anlageklasse den Versorgerwerten vorgezogen. Von Realzinsen sind wir weit entfernt und daher wird dieser Sektor aktuell stark gekauft.

Die in unserem Musterportfolio befindliche Farmland Partners ist zwar keine Real Estate Aktie, wurde aber aus diesen Überlegungen heraus gekauft.

Basiskonsumgüter und Pharma wird durch alle Zeiten hindurch gebraucht. Diese Werte schaffen es meistens auch, sich ganz gut in Perioden der hohen Inflation zu behaupten. 

Tja und was ist mit Gold? Der angebliche sicherste Schutz gegen Inflation. Physisches Gold z.B. hat seit Anfang 2000 im Durchschnitt pro Jahr gute 8% gemacht. Eine Barrick Gold Aktie 0% in 22 Jahren.

 

Ok, manchmal gab es sogar eine Dividende und eine Alternative wäre z.B. die Newmont Mining, die im Vergleichszeitraum immerhin eine Kurssteigerung von 100% geschafft hat. Aber Minenaktien müssen gut getimt werden, um sich bezahlt zu machen. Wir werden in nächster Zeit wieder eine Goldmine ins Depot aufnehmen.

Goldaktien performen wirklich hervorragend in sprungartig ansteigenden Goldmärkten aber auch eher dann, wenn der Realzins sich tendenziell im Keller befindet oder der Trend auf absehbare Zeit nach Süden tendiert. Exakt diese Situation liegt derzeit vor.

Wenn die Inflation nachher anhaltend hoch bleibt, dann sollte die Engagements an der Börse generell reduziert werden, weil es jederzeit crashen kann. Zu diesem Zeitpunkt hilft die beste Aktie nichts.

 

In der Finanzwelt wird ein Wert von 6 bis 8% als maximal verträglicher Inflationswert gehandelt, der nicht dauerhaft überschritten werden sollte.

Seit ca. 3 Monaten erleben wir Inflationswerte, die an dieser Marke kratzen und die seit Jahrzehnten nicht mehr aufgetreten sind. Das Doofe ist. die größeren Preisschocks sollen gemäß einigen Finanzweisen erst noch auf uns zukommen.

Man darf gespannt sein. Wie ich es vor Wochen und Monaten schon schrieb, wir schreiben Geschichte in diesen Tagen. Leider nicht die Geschichte vom Wirtschaftswunder.

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

Tegna (TGNA): sell, limit, 22.50, 50% of Pos.,GTC

Nucor (NUE): Sellimit, gelöscht // Stoploss 144.00, 100% of Pos.

Union Pacific (UNP): Stoploss, 259.60, 100% of Position, GTC// Selllimit 276.00, 100% of Pos., GTC

Broadcomm (AVGO): halten

Enphase Energy (ENPH): halten

Farmland Partners (FPI): halten

30-03-2022

 

 

Der SP500 bricht mühelos alle Hindernisse.  Ich gebe zu, ich hätte es so nicht erwartet. In unseren Strategien haben wir sukzessive gemäß dem Barometer die Investitionsquoten erhöht aber trotzdem stellt dieser steile Anstieg für mich eine Überraschung dar. 

Da bewahrheitet sich der Ansatz, ein Tradingsystem beharrlich umzusetzen. Häufig ist es nicht von Vorteil, zu viel umher zu interpretieren. An der Börse wird bei Angst gekauft und die Euphorie zum Verkauf genutzt.

 

Das "knowing money" hat die positive Börsenentwicklung vor der mögliche Annäherung der Kriegsparteien in der Ukrainekrise bereits beginnen lassen.

Aber es passiert auch anders herum. Und das ist mindestens genauso ärgerlich, wie wenn man z.B. einen abfahrenden Zug verpasst hat, weil man sich nicht an die Regeln gehalten hat.

Es wird getradet, die Regeln werden eingehalten und trotzdem kommt über Wochen, Monate manchmal über Jahre kein Gewinn zu Stande. Aber ... es wird in diesen Phasen der Durststrecke auch nichts verloren!

Das ist entscheidend, darauf kommt es an.

Im Musterportfolio lagen wir z.B. mit der Aktie von RADA ein gutes Stück im Gewinn und sicherten die Position mit einem Stoploss auf Einstand ab. Dieser Stoploss wurde gestern gerissen und aus einer Position, die ordentlich im Gewinn lag, wurde eine Nullnummer.

 

Das kann passieren, das ist das Traderleben. Und das kann sozusagen auch noch 20 mal hintereinander passieren. Das passiert den besten Profis! 

Gewinne schützen, Gewinnpositionen nicht zu Verlieren werden lassen (max Breakeven) und viiiiel Geduld.

 

Viele Traderlegenden verdienten über Jahre kein Geld (verloren aber auch kein Geld) bis sie dann plötzlich innerhalb von 2 Jahre ihr Kapital verdreifachten.

 

Geduldig und beharrlich das System umsetzen, durch dick und dünn. Das ist eine der Erfolgsformeln, um erfolgreich zu sein bzw. um schon mal das erste Ziel im Trading zu erreichen: Verliere kein Geld!

 

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

Enphase Energy (ENPH): Buystop, 202.60, 8.5% of EQ, GTC

Farmland Partners (FPI): Buystop, 14.25, 13% of EQ, GTC

Nucor (NUE): Sellimit, gelöscht // Stoploss 144.00, 100% of Pos.

Union Pacific (UNP): Stoploss, 259.60, 100% of Position, GTC

Broadcomm (AVGO): halten

Tegna (TGNA): halten

29-03-2022

 

 

Es wurden gestern u.a. an der Börse Technologie Aktien gekauft. Halbleiter, Software,...ein Zeichen von Zuversicht. Die Volatilität geht merklich zurück, sichtbar z.B. am VIX.

Der Russell2000 hinkt etwas hinterher, als ob hohe Marktkapitalisierung und damit Sicherheit bevorzugt wird.

Wir kleben nun unter dem Widerstand von Anfang Februar, der sich im SP500 bei ca. 460 herausgebildet hat. 

Investoren, die Anfang Februar zu diesen Preisen gekaufte haben, werden teils ihre Position wieder verkaufen, um Breakeven zu schließen. Wenn wir an diesem Widerstand nicht zu viel Verkaufsdruck erleben , könnte es ziemlich schnell weitergehen zu den Allzeithochs.

Die steigenden Börsen scheinen absurd in Anbetracht der gegenwärtige Situation. Krisen, Inflation, hawkische Aussagen der FED und eine 10jährige US Anleihe, die derzeit genauso viel bietet, wie eine 30jährige US Anleihe (abflachende Zinskurve).

Der absolute Zins beträgt mittlerweile 2,5% für eine 10jährige US Staatsanleihe. Ein Wert von 3% hat im September 2018 die Aktienbörsen auf Talfahrt geschickt. Allerdings hatten wir da noch nicht die hohen Inflationswerte, mit denen wir aktuell konfrontiert werden. Man sollte diese Anleihe aufmerksam beobachten.

Ich kann es nicht abschätzen, was genau die Börsen treibt. Vielleicht ist es für das Großkapital einfach der Fakt des negativen Realzins.

Bei einer Inflation von über 5% hilft selbst eine Anleihe mit einer Verzinsung von 2,5% nicht, das Kapital zu erhalten. Vielleicht wird daher auf lange Sicht das Kapital in den Aktienmärkten besser verzinst (Kurssteigerungen und Dividenden)?

 

Voraussetzung dafür wären stabile wirtschaftliche Verhältnisse, über denen derzeit viele Fragezeichen hängen.

Für den Euro Raum gilt wohl mehr denn je, dass Cash Trash ist. Hier verstehe ich den Run in den Aktienmarkt besser, da im Dax tatsächlich viele Aktien günstig sind. Der Euro wird zunehmend zu Toilettenpapier. Da ist es sicherlich besser, eine solide Aktie wie Linde zu halten.

Was mir gestern nach einem Gespräch mit meinem Vater aufgefallen ist, der gern die Mainstream Nachrichten ließt, dass medial Frau Merkel die Schuld an dem deutschen Abstieg gegeben wird.

Meine Antwort war, dass es medial meistens die Schuld der Vorgängerregierung ist, mal abgesehen davon, dass der Trigema Chef Herr Grupp ziemlich emotional sogar die aktuelle Regierung anprangert. 16 Jahre wurde Merkel nicht kritisiert und nun auf einmal doch?

Es ist der italienische Trick!

 

Die alte Regierung wird für die Desaster verantwortlich gemacht und mit der neuen Regierung kommt dann eine Währungsreform oder andere harte "alternativlose" Maßnahmen :-)

 

Man räumt ja nur das Desaster der Vorgängerregierung auf und hat selbst keine Schuld. So funktioniert Politik. Und da man als aktuelle Regierung keine Schuld hat, kann man wunderbar ungeliebte Maßnahmen durchsetzen ohne sich den Volkszorn aufzuladen.

W5 High Potential Musterportfolio

Orderangaben: Orderart, OrderLevel, Positionsgröße, Ordergültigkeit

Tegna (TGNA): buystop, 22.50, 15% of EQ, GTC

Atmos Energy (ATO): löschen

UNUM Group [UNM]: ausgeführt

Flour (FLR): Stoploss, 29.05, 100% of Position, GTC 

Nucor (NUE): Sellimit, 154,00 100% of Position, GTC // Stoploss 144.00, 100% of Pos.

Marathon Petroleum (MPC): MOO, 100% of Pos.

Rada Electr. (RADA): Stoploss, 14.50, 100% of Position, GTC

Costco (COST): Sellimit, 571,00, 100% of Position, GTC //Stoploss, 544,00, 100% of Position, GTC

Union Pacific (UNP): Stoploss, 259.60, 100% of Position, GTC

Broadcomm (AVGO): halten