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Die Strategie zum Barometer

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Tägliche Kolumne von Dipl.-Ing. Matthias Wiemert

07-12-2022

 

Viel gibt es eh nicht zu sagen, das Trauerspiel an den Börsen kann jeder selbst sehen.

Die wenigen Titel in unserem Musterdepot hatten sich gestern noch ganz gut gehalten aber gegen den enormen Verkaufsdruck ist kein Kraut gewachsen. Auch die Volatilität ist gestiegen.

In den letzten Handelsminuten ist der Markt nach oben gekauft worden. Die Stoplosses einzelner Aktien im Signalservice und auch im Musterdepot haben großteils gehalten.

Es könnte heute eine Umkehr einsetzen.

 

W5 Musterportfolio

 

Keine Änderungen

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

 

Hecla Mining (HL): halten // 3,0 % of Eq. // Stoploss --

Nucor (NUE): halten // 3,5% of Eq. // Stoploss 137.00 

06-12-2022

 

Es wackelt weiter vor sich hin am Nikolaustag.

Jeder Versuch auszubrechen, wird niedergeschmettert. Das ist ein typisches Zeichen von Bärenmärkten.

Wie kann man in so einem Markt Geld verdienen?

Short?

Im Oktober und November ging es unter dem Strich nach oben. Folglich haben auch Short-Strategien aktuell ihre Schwierigkeiten.

Long?

Die Performance des SP500 im November beträgt ca, +3,5%. Nur zwei  starke Tage im November haben den Index 8,5% nach oben gehievt. 

Das bedeutet, die restlichen Tage haben im Durchschnitt den Index auf Talfahrt befördert. 

Also long geht auch nicht :-)

Also geht nichts in diesem Sägezahnmarkt?

Intrday geht!

Als Trader haben wir das Ziel,  einen positiven, möglichst hohen Profitfaktor zu erwirtschaften.

 

Auf den (Einzel)Handel übertragen hieße das, ein Produkt für 10 Euro einkaufen und für z.B. 25 Euro weiter verkaufen.

 

Im Trading würde dieser Aufschlag einen Profitfaktor von 2,5 bedeuten. 25 dividiert durch 10.

 

2,5 ist schon sehr gut. Gute Systeme (stabile Equities) starten ungefähr bei einem Profitfaktor von 1,8.

 

Es spielen aber auch die  Tradefrequenz und Positionsgröße mit in die Charakteristik der "Equitycurve"hinein.

Wer 1000 Trades im Jahr macht, mit kleinen Positionsgrößen, wird ebenfalls einen akzeptablen Drawdown erreichen können, mit einem Profitfaktor von 1,3. Erst recht wenn verschiedene nicht korrelierende Systeme parallel getradet werden.

Aber zurück zum Profitfaktor. Einen hohen Profitfaktor erreicht man entweder durch eine hohe Ratio der durchschnittlichen Gewinner zu den durchschnittlichen Verlierern oder durch eine hohe Trefferquote.

Die Trefferquote kann i.d.R. nur wesentlich beeinflusst werden, in dem ein Tradingwindow vor die eigentlichen Trades geschaltet wird. Ein Tradingwindow, dass Trades nur in generell positiven Börsenphasen (Longtrading)  zulässt und mich aus Downtrends komplett heraushält.

Die Payoff, also die Ratio der durchschnittlichen Gewinner und Verlierer, kann durch Trademanagement verbessert werden.

Generell strebe ich eine Payoff von mindestens 2 an, so dass man mit einer Trefferquote von 30% gerade noch überlebt bzw. nur leichte Verluste erlebt.

Das Doofe ist nur, in einem Sägezahnmarkt, wie aktuell, ist es schwer auf Tagesbasis 2 zu1 Ratios zu erreichen. Die Ausbrüche laufen nicht weit genug, um das 2fache des Stoplosses zu erhalten.

https://www.tradingview.com/x/W4hjAOJV/

Intraday sieht es anders aus. Dort würden die Bewegungen ausreichen, um das 2 oder 3fache des Risikos zu erhalten. 

Das Setup ist das gleiche, z.B. auf Stundenbasis statt auf Tagesbasis. Ausbruch in einem entsprechenden Kontext sehen intraday ähnlich aus, wie auf Tagesbasis.

Als Intraday Trader sieht der gesamte Workflow natürlich anders aus. Man muss mehr vor dem Bildschirm sitzen und die Trades verfolgen etc.. Auch die Screening Methodik wird sich unterscheiden.

Bei mir wäre die gesamte Arbeit innerhalb von einer Stunde getan (wenn es schnell gehen muss), inklusive Eingabe der Order. Während der Börsensitzung handle ich nicht.

Ich habe für mich heraus gefunden, dass diese Art Trading am besten zu mir passt, insbesondere bewahrt es mich für überstürzten Intradayaktivitäten :-)

Nachteil, ich brauche viel Geduld, bis ich wieder eine Phase erwische, in der ich ordentlich Geld verdienen kann mit meinem Momentumansatz.

Die meisten geben auf, gerade in der aktuellen Phase. Jetzt sind wir ein Jahr trotz Aktivität plus minus Null. Das ist hart und entspricht so gar nicht dem üblichen Wunsch, täglich oder monatlich sein Gehalt ausgezahlt zu bekommen.

Aber selbst die Optionsstrategien, bei denen die Namensgebung auf diesen Wusch abzielt (Einkommensstrategie), haben Zeiten in denen Sie besser funktionieren und Zeiten in denen Sie zur Pleite führen :-)

 

W5 Musterportfolio

 

wieder zurück auf Los würde man bei Monopoly sagen. Ausbruch und zurück.

 

 

Ärgerlicherweise bilden viele defensive Aktien zunehmend handelbare Setups aus und nicht die offensiven Titel.

Obwohl ich von ENPH und REGN überzeugt bin, erlaubt das Riskmanagement keine weiteren Positionen. Wir löschen die beiden Order zunächst und beobachten das Marktgeschehen.

Aktuell würde ich lieber eine defensiven Wert wie  Lamb Weston (LW) favorisieren.

 

Aber erst einmal abwarten und Tee trinken, und auf den Börsensommer warten :-)

https://www.youtube.com/watch?v=KzEOvyDcVas

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

 

Hecla Mining (HL): halten // 3,0 % of Eq. // Stoploss --

Nucor (NUE): halten // 3,5% of Eq. // Stoploss 137.00 

05-12-2022

Letzten Freitag hatte die Börsensitzung dafür gesorgt, dass sich das Barometer wieder um einen Punkt verbesserte.

Es sieht aber weiterhin wackelig aus. Bei meinem kurzfristigen Swingtrading stelle ich ein etwas verbessertes Verhalten fest, mit Stand Freitag.

Wir haben aber noch ein bisschen Weg vor uns, um von  einer "easy money " Phase zu sprechen.

 

Was meine ich mit wackelig? Wackelig bedeutet eigentlich, dass kein konstanter Überhang an Nachfrage besteht.

Nach einem Aufwärtsschub erfolgt wieder ein Abverkauf des halben Aufwärtschubs, aber insgesamt schieben sich die Märkte langsam nach oben. 

 

Hier im Chart der Vergleich verschiedener Rallies im aktuellen Bärenmarkt:

https://www.tradingview.com/x/MxfmYmqq/

Im Fachjargon würde dieses wackelige Verhalten als ein Trend mit hoher Standardabweichung bezeichnet werden. Das wiederum kann als Unsicherheit interpretiert werden.

Auf der anderen Seite gibt es nichts Besseres als steigende Märkte bei Unsicherheit. Erfahrungsgemäß liegt dann noch viel Potential bereit, wenn es dann tatsächlich weiter aufwärts geht.

 

In unserem Musterdepot bauen wir erneut zwei Positionen auf. Aktuell zeigen die Industriegruppen Solar und Biotech Relative Stärke.

 

W5 Musterportfolio

Industriegruppen mit relativer Stärke: Solar und Biotechnologie

 

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

 

Hecla Mining (HL): halten // 3,0 % of Eq. // Stoploss --

Nucor (NUE): halten // 3,5% of Eq. // Stoploss 137.00 

Regeneron (REGN): Buystop 769.05 GTC // 6,5% of Eq. // Stoploss 723.20

Enphase (ENPH): Buylimit 325.00 GTC // 4,5% of Eq. // Stoploss 296.50

03-12-2022

Die Wochenendkolumne über die chinesische Wirtschaft und Kultur von Eric Nebe:

in den letzten Tagen kamen verständlicherweise einige Anfragen an mich heran, was es mit den momentanen Unruhen in China auf sich hat. Ich kenne die genau Berichterstattung in Deutschland nicht, kann allerdings aufgrund der Fragen Rückschlüsse darauf ziehen. Daher kommt hier heute meine Sichtweise zu dem Thema, die sich auf viele verschiedene ausländische Quellen sowie Leute vor Ort in China stützt und vielleicht dem ein oder anderen wertvolle Einblicke liefert.

Viele Menschen glauben, dass Chinesen mit ihrem devoten Charakter nie gegen Obrigkeiten protestieren und wenn, wird es sofort brachial niedergeschlagen. Beide Paradigmen sind so pauschal nicht korrekt und die aktuellen Ereignisse ein Beleg dafür. Dennoch ist die aktuelle Situation eine ganz besondere, denn solche Demonstrationen gibt es in der Tat selten. Dabei sind sie, allgemein gesprochen, nicht gegen die Regierung oder das System gerichtet, sondern Ausdruck des aktuellen Missstandes und Perspektivlosigkeit vieler Menschen. Die Chinesen wollen nicht das System kippen, sondern diesem klarmachen, dass der aktuelle Weg verbessert werden muss. Daher sind auch die Vergleiche mit den Protesten auf dem Tiananmen-Platz von 1989 nichtzutreffend, wo die Aufmärsche auch ganz anderes organisiert waren.

Die Proteste verlaufen größtenteils gesittet ab, was auch an der enormen Polizeipräsens liegt. Hier gilt es zu differenzieren: Die Aufstände in den Foxconn-Werken, die so gerne im Ausland gezeigt werden, haben bspw. mit den Protesten in Shanghai erst mal sehr wenig zu tun und resultieren eher aus firmeninternen Problemen – resp. Fehlern. Auch einzelne Eskalationen in Wohnhäusern oder der verheerende Brand in Urumqi, die emotional gut aufladbar sind, werden unwissentlich oft mit den anderen Demonstrationen vermischt.

Letztendlich ist meine Prognose, dass die Proteste recht schnell verpuffen werden, diese jedoch indirekt die Öffnung Chinas beschleunigen werden. Denn die Regierung sieht was hier passiert und weiß, dass die Leute nicht ohne Grund auf die Straße gehen, setzen sie sich doch einem enorm hohen persönlichen Risiko aus. Zudem wissen Chinesen letztendlich recht gut, was in ihrem Land vorgeht – denn eine Komplettzensur ist in unserem digitalen Zeitalter gar nicht mehr möglich. Insofern wird Peking die Situation weder ignorieren noch komplett eskalieren lassen – kann jedoch aus verschiedenen Gründen wie Gesichtsverlust und Impfraten auch nicht von heute auf morgen alle Maßnahmen einstellen.

Wie schlimm die Situation in China wirklich ist, zeigt die Börsenreaktion diese Woche. Die Shanghaier Börse hat zunächst nur leicht negativ, dann sogar positiv reagiert. Die China-Werte in Hongkong und New York erlebten regelrechte Kursfeuerwerke – dies hatte allerdings auch andere Ursachen, wie mögliche Verlangsamungen bei der Zinsanhebung in den USA.

Zusammenfassend: Eine heile Welt in China ist es mit Sicherheit momentan nicht, aber Grund zur Panik besteht keine und China wird auch dieses Mal wieder nicht untergehen.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein erfolgreiches Wochenende!
Eric Nebe

02-12-2022

Zwei Schritte vor, zwei Schritte zurück, so kommt es mir aktuell vor.

Die kürzlich hier vorgestellte Aktie Diaego hat zwar das ideale Szenario präsentiert, genau so wie es bei meinem Tradingansatz eigentlich laufen sollte. Aktuell ist es aber sehr gemischt.

 

Ein Gewinner bezahlt zwei Verlierer.

https://www.tradingview.com/x/A33BLvT6/

 

In guten Perioden ist es genau umgekehrt. Dort fallen auf zwei Gewinner ein Verlierer. Auch dort sind die Gewinner doppelt so groß wie die Verlierer. Das füllt das Tradingkonto sehr schnell.

Z.Z. liegt der Fokus allenfalls auf "kein Geld verlieren", um in guten Zeiten ganz vorn mitzuspielen.

Ok, der SP500 ist seit Mitte Oktober um 15% gestiegen aber die ganze Dynamik ist sehr wackelig.

Trotzdem befinden sich über 90% der im Sp500 befindlichen Aktien über ihrem 50GD. Das ist schon ziemlich viel, eher zu viel.

Es bleibt bei der Aussage der letzten Tage. Es zeigt sich ein ambivalentes Bild. Es lassen sich Argumente für und gegen einen Aufwärtstrend finden.

 

Am interessantesten ist aus Swingtradersicht, die kurzfristige Entwicklung. Hierbei wäre mein Lieblingsszenario ein Pullback und anschließend ein kräftiger Schub über ein oder zwei Wochen.

Vielleicht erhalten wir dieses Geschenk noch im Dezember. Im Dezember werden aus steuertechnischen Gründen in den USA, Aktien verkauft. Das belastet die Märkte. Dieses saisonale Muster tritt in der ersten Dezemberhälfte auf. Also jetzt :-)

Mittelfristig sagen die "Glaskugel-Indikatoren", dass durchaus Aufwärtspotential vorliegt.

Der Dollar kommt stark zurück, Gold steigt, die Anleihen bilden mit Phantasie eine Topformation aus.

Die Volatilität beruhigt sich ebenfalls. Für den VIX wäre ein Fall unter die Marke von 18 optimal.

Ein mittelfristiges Szenario wäre ein leichter Rücksetzer  in den nächsten Tagen auf Grund der Saisonalität und der leicht überhitzten Situation, wie oben beschrieben.

 

Im Anschluss eine Jahresendrally und im Januar, mit dem Beginn der Berichtssaison, ein erneutes  Abtauchen.

 

Die ersten Vorboten von verfehlten Quartalsergebnissen bzw. Gewinnwarnungen gab es gestern.

Bei Salesforce läuft es nicht ganz rund und die Aktie tauchte um 10% ab. Das ist so typisch Bärenmarkt. Aus heiterem Himmel miese Überraschungen und Volatilität.

 

Wenn die erhöhten Zinsen und die Inflation sich nun ganz allmählich in den Quartalsergebnissen widerspiegeln, werden wir das in der kommenden Berichtssaison vielleicht gehäuft sehen. Das könnte die Märkte noch einmal zurückfedern lassen.

Aber dann sollte insgesamt eigentlich der Boden in den Aktienmärkten erreicht sein.

W5 Musterportfolio

Kein Änderungen. Zwei Schritte vor , zwei Schritte zurück. Ein Schritt vor, drei zurück. Drei vor, einer zurück. Aus Erfahrung sind mir diese Perioden bekannt. Die Kenntnis darüber lässt mich zuversichtlich in die Zukunft blicken.

 

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

 

Hecla Mining (HL): halten // 3,0 % of Eq. // Stoploss --

Nucor (NUE): halten // 3,5% of Eq. // Stoploss 137.00 

01-12-2022

Powells Rede hat die Märkte überzeugt.

Bis zur letzten Minute wurden die Märkte hochgekauft.

Die "innere Stärke" des Marktes war die letzten zwei Wochen wirklich nicht berauschend. Das macht mich ein wenig stutzig, die letzten drei Tage sah es allenfalls etwas besser aus. 

Auch das Barometer schwächelte. Und nun wird man von so einem dynamischen Aufwärtstag überrascht :-)

Schauen wir mal, was passiert. In meinem Trading werden weiterhin Signale umgesetzt, entsprechend den Systemregeln. Nicht mehr und nicht weniger.

Es ist meinen Augen keine Hetze angesagt, nur weil wir einen starken Tag hatten. Wenn Aktienappetit vorhanden ist, wird es in den nächsten Tagen und Wochen genug Gelegenheiten geben, zu partizipieren. Es ist wichtiger, sich nicht verleiten zu lassen.

Meistens gehe ich  nicht von 100% Cash in 100% Vollinvestition über. Ein paar Positionen sind bereits offen. Der Rest folgt ggf..

 

Soll uns der Markt zeigen, dass es nachhaltig ist. Bisher sind viele Aktien kurz ausgebrochen, nur um dann wieder zurückzulaufen. Das Marktverhalten ist noch als bärisch oder volatil einzustufen, obwohl ich das Gefühl habe, das es aufwärtsgehen könnte. Aber irgendwie denken das alle und trotzdem ist nicht viel passiert in letzter Zeit?

Irgendwann wechselt die Stimmung zu eindeutig bullisch. Es wird auch dann ausreichend  Zeit bleiben, um an Board zu kommen. 

Gute Aktien können innerhalb von einigen Wochen oder sogar Tagen 20 oder 30% machen. Mehr brauchen wir nicht. Das ganze vielleicht ein oder zwei mal im Jahr :-)

Im August habe ich allerdings den Aufwärtsschwung verpasst, muss ich ehrlicherweise zugeben. Das sollte bei konzentrierter Arbeit nicht passieren.

Die nächste starke Periode möchte ich aber mitnehmen! Jesse Livermore sprach von zwei oder drei Tradinggelegenheiten pro Jahr, in denen er sein Geld verdient hat.

 

Also bleibt mir vielleicht noch eine Gelegenheit in diesem Jahr, also volle Konzentration aber keine FOMO :-)

W5 Musterportfolio

kein Änderungen. Wir brauchen zunächst Bestätigung der bestehende Aktien, um weitere Positionen aufzubauen. Derzeit werden wir durch den unruhigen Markt noch zu defensivem Verhalten gezwungen.

 

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

 

Hecla Mining (HL): halten // 3,0 % of Eq. // Stoploss --

Enphase (ENPH): Limit ausgeführt

Nucor (NUE): halten // 3,5% of Eq. // Stoploss 137.00 

Global Foundries (GFS): Stopp ausgeführt

30-11-2022

Heute hält Powell wieder einmal eine Rede. Die GDP Zahlen, sozusagen die "Wirtschaftswachstumszahlen", kommen ebenfalls heraus.

Da wir derzeit ausgesprochen News getriebene Kursbewegungen sehen, richtet sich das Interesse der Börsianer sicherlich auf diese Zahlen.

Übergeordnet heißt es folglich, dass auch weiterhin die Unsicherheit die Märkte dominiert.

So richtig glatt läuft es auch nicht bei den letzten Trades. Die meisten Aktien, die bei mir im Radar landen oder gehandelt werden brechen zwar kurzfristig aus aber es fehlen weiterhin die Anschlusskäufe. Das Trademanagement ist aktuell sehr aufwendig, damit trotz niedriger Trefferquote, die Equity stabil bleibt.

Auch das Börsenbarometer schwächelt eher als das es einen stabilen Aufwärtstrend signalisiert. Obwohl ich einen generell weiter anhaltenden Aufwärtstrend annehme, halten sich die Bären- und Bullenargumente aktuell eher die Waage.

Woher nimmt man die Muße, solche zähen Phasen durchzuhalten?

Betrachten wir die Frage aus einem anderen Blickwinkel.

 

Ein Trader, der am Anfangs seiner Karriere steht, möchte am besten täglich, wöchentlich oder monatlich Geld verdienen.

Wie bewertet dieser Trader die aktuelle Lage? frustrierend!

Wenn dieser Trader nun z.B. den Tradingstil dieser Webseite verfolgt und im Januar diesen Jahres angefangen hat, ärgert er sich zum jetzigen Zeitpunkt schon fast ein Jahr mit einer Equity umher, die allenfalls seitwärts läuft.

Dieser Trader nimmt irrtümlicherweise an, man könnte täglich Rendite machen und bewertet den Seitwärtsverlauf negativ. (Es gibt sicherlich ganz wenige Ausnahmen, die täglich Rendite machen, wahrscheinlich Daytrader). 

 

99% der Trader geben im Laufe so eines langen Zeitraums auf. Vielleicht hüpfen sie zum nächsten System.

 

Dabei hat sogar der bekannte Investor Stan Druckenmiller gesagt, eine Equity hat Plateaus und steigende Phasen. Aktuell haben wir ein Plateau bzw. leichten Drawdown.

Streng genommen befinden sich die Börsen zu über 80% im Drawdown!

Es gibt eigentlich nur wenige Phasen bzw. Tage, die neue Allzeithochs markieren.

https://www.tradingview.com/x/UUeI4spf/

 

Genau dieses Wissen um die typische Langfrist-Equity-Charakteristik gibt mir persönlich die Geduld für diese zähen Märkte.

Wenn wieder ein Aufwärtsschub kommt, dann dann geht es schnell und in großen Schritten bergauf zu neuen Equityhochs.

Der Ungeduldige, der hin und her springt, wird sich erst einmal aus einem tiefen Drawdown-Loch frei buddeln müssen.
 

W5 Musterportfolio

GFS:

Teilverkauf ausgeführt

ENPH:

Gestern hat der Limitexit nicht geklappt. Order bleibt im Markt.

HL:

Das Risiko ist um 1/3 reduziert worden. Für den Rest der Position nehmen wird den Stop heraus. Rohstoffaktien laufen weniger trendig. Daher ist das klassische Trademangement bei diesen Aktien nur bedingt anzuwenden.

Hecla Mining halten wir nun und werden sie, sofern sie weiter fällt, nachkaufen. Eine Methode die man bei Momentum Aktien auf keinen Fall anwendet! 

NUE:

Keine Änderungen

 

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

 

Hecla Mining (HL): halten // 4,5% of Eq. // Stoploss --

Enphase (ENPH): halten // 4,0% of Eq. // Stoploss 285.00 // limit 1/1 @315,80

Nucor (NUE): halten // 3,5% of Eq. // Stoploss 137.00 

Global Foundries (GFS): halten  // 3,0% of Eq. // Stoploss 61.00 //  Limit 65.65

29-11-2022

Über diese Art Dämpfer, wie gestern in den Aktienmärkten geschehen, haben ich an dieser Stelle vor einigen Tagen geschrieben. Allein die Aussage eines FED-nahen Repräsentanten reicht aus, um die Börsen auf Talfahrt zu senden.

Das "Wording" der FED, dass mittlerweile beinahe wöchentlich in unterschiedlichste Form auftritt, wird auch in nächster Zeit für Volatilität sorgen. Dabei reicht tatsächlich die Wortwahl aus, um den gewünschten Trend an den Börsen zu erzeugen.

Um ein Softlandig der Wirtschaft zu erreichen, wird man wohl die Kurse auf niedrigem Niveau halten wollen aber auch nicht abstürzen lassen.

Generell kann man daher ableiten, dass lange Haltezeiten aktuell für Swingtrader nicht möglich sind. Lange Haltezeiten bedeutet für einen Swingtrader einige Wochen. Überhaupt liegt der Fokus auf Erhalt der Equity und defensives Taktieren.

Wenn überhaupt, kann man nur kleine Gewinne einstreichen. Mir jedenfalls, als Swingtrader, gelingt zur Zeit nicht mehr, als die Equity zu halten.

Man könnte sich fragen, warum überhaupt traden in diesen Zeiten?

Das vorsichtige Traden mit defensivem Riskmanagement hält den Finger am Puls. Man schläft nicht ein. Wenn die Kurse zünden, ist man im gewohnten Workflow und vergisst keine Teilaspekte der eigenen Trading Methodik.

Auch können diese Zeiten genauso gut genutzt werden, um diverse Details zu beobachten und zu  verbessern. Ein guter Pianist spielt ja auch nicht nur, wenn der Konzertsaal gefüllt ist, sondern übt zwischendurch und perfektioniert seine Spielkunst.

Außerdem sieht man ganz schön, dass die Setups jetzt nicht besonders gut funktionieren, weil der

Broadmarkt nicht mitzieht. Wenn die Börsen iiiirgeeeendwann mal wieder nachhaltig steigen, funktionieren die gleichen Setups plötzlich wieder.

Das Börsenumfeld ist maßgebend, ob ein Long Swingtarder Geld verdient oder nicht. Die Setups selbst entstehen durch die "Signal Engine". Es sind umsetzbare Setups, mehr nicht und vor allem nicht das Wichtigste in der gesamten Trading-Klaviatur.

Viele Beginner legen zu viel Wert auf das finden von Setups und weniger auf das Risk-, Trademanagement oder ein Tradingwindow. Daher sind sie meistens auch Indikator orientiert.

 

Setups kann man mit Hilfe von Indiaktoren generieren, Risk- und Trademangement haben i.d.R.  aber nichts nicht mit Indikatoren zu tun.

Man braucht zum Traden Signale, um irgendwie in den Markt zu kommen. Sie sollten natürlich eine sinnvolle  Logik haben und von guter Qualität. Aber der Ausgang eines jeden Trades liegt in der Hand der Tradinggötter.

Sowie beim Poker. Wenn man 2 Asse auf der Hand hat, würde man hoch pokern. Die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen ist hoch, die zu verlieren ist gering, aber sieht ist auch vorhanden.

Wenn man nun mit zwei Assen verloren hat, würde man bei den nächsten 2 Assen niedrig pokern?

Das wäre natürlich nicht schlau.

Nein, 2 Asse bieten statistisch die beste Ausgangslage und man würde auf Grund dessen wieder hoch pokern müssen. Auf Dauer wird sich der statistische Vorteil in bare Münze verwandeln.

Die zwei Asse sind eben nur die Basis, also das Signal. Was daraus entsteht, ist die Frage des Risk- und Trade-managements und eben des Börsenumfeldes.

W5 Musterportfolio

GFS:

Eine 1/2 Position verkaufen wir zur Markteröffnung. Für die andere Hälfte setzen wir ein Target  (limitorder)

ENPH:

Wir ergänzen ein Target (Limitorder) und versuchen die gesamte Position mehr oder weniger breakeven zu schliessen.

HL:

Targetorder bei 5.05 , allerdings nur ein Teilverkauf von 1/3 der Position

NUE:

Keine Änderungen

 

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

 

Hecla Mining (HL): halten // 4,5% of Eq. // Stoploss 4.65  // Limitorder 1/3 @5.05

Enphase (ENPH): halten // 4,0% of Eq. // Stoploss 285.00 // limit 1/1 @315,80

Nucor (NUE): halten // 3,5% of Eq. // Stoploss 137.00 

Global Foundries (GFS): halten  // 3,0% of Eq. // Stoploss 61.00 // 1/2@MOO // 1/2 Limit 65.65

28-11-2022

Es ist nicht viel passiert. Der letzte Freitag war ein Brückentag. Viele Börsianer in den USA waren im Urlaub.

Die Umsätze und Bewegungen an den Börsen waren entsprechend gering und wenig aussagekräftig.

Bei meinem Wochenend-Screening konnte ich wieder eine Zunahme von tradbaren Setups feststellen. Das gibt Hoffnung auf weiter steigende Kurse.

Der Dow Jones befindet sich nur noch ca. 7% unter seinem Allzeithoch. Das ist wirklich erstaunlich.

 

Er enthält nicht alle die Werte, die zuvor den Nasdaq100 oder den Sp500 in die Höhe getrieben haben. Werte wie Amazon, Facebook, Google oder Tesla. Diese Giganten befinden sich aktuell weit unter ihren Allzeithoch (Ausnahme Apple und Microsoft vielleicht) und es sieht auch nicht so aus, dass sie sich in nächster Zeit sprunghaft erholen.

Microsoft ist im Dow enthalten, hier sieht es nach einer klassischen Umkehr aus.

https://www.tradingview.com/x/YvRgvnEg/

Als Trader ist es sehr wichtig, dass man sich auf seine persönliche Methode konzentriert. Durch den persönlichen Tradingansatz beobachtet man automatisch auch sein eigenes Tradinguniversum, das nicht unbedingt den Aktien im Dow Jones entspricht. Bekannte und Kollegen, Zeitungen etc. lenken nur ab und verursachen Rauschen und Unklarheit.

 

Eric, der Wochenend Kolumnist dieser Seite, schaut sich chinesische Aktien an. Dabei verfolgt er wahrscheinlich eine Art Value Ansatz.

Die meisten Aktien von Eric würden bei mir nicht einmal im Screen auftauchen, weil ich einen Momentum Ansatz verfolge. Trotzdem können beide Ansätze über die Zeit erfolgreich funktionieren.

Also, das eigene System kennen und durchziehen ist enorm wichtig, sonst bekommt man ggf. FOMO oder man wird plötzlich ängstlich oder einfach nur verwirrt.

Ganz schlimme FOMO entsteht, wenn die Bekannten von Megatrades und Höchstperformance erzählen (von den schlechten Trades wird ja meist nicht berichtet) und das eigene System ist gerade im "Pause-Modus". Das verleitet ganz stark zu Fehlhandlungen. 

In der Corona Krise z.B., haben am 25. März, zwei Tage nach dem Tief, die ersten Aktien relative Stärke gezeigt, als der Rest der Welt vom Untergang sprach. Ethisch gesehen ist der Untergang zwar gekommen :-) aber die Börse stieg kometenhaft nach oben.

Dort hatte man sich gegen einen medialen und charttechnischen Abwärtstrend, long positionieren müssen. Eine ausgesprochen schwierig umzusetzende  Entscheidung.

Aktuell ist es umgekehrt. Der Dow Jones kratzt bald an den Allzeithochs und das eigene Anlageuniversum beginnt gerade erst, vereinzelt mögliche Tardingkandidaten auszuspucken. 

Das könnte FOMO verursachen, weil man das Gefühl bekommt, der Dow davon läuft und man selbst hat noch nichts verdient. Das führt zu Fehlern, weil halbgare Setups eingegangen werden, die eine schlechtere Gewinnerwartung haben.

Nun, für jedes System wird seine Zeit kommen. Bis dahin darf man sich nicht verrückt machen lassen. 

Auch für Erics System ist möglicherweise bald die Zeit gekommen, denn chinesische Aktien sind wohl fundamental gesehen günstig und Buffet hat ja kürzlich auch ein paar Taiwan Semiconductor Stocks gekauft. 

So dramatisch wird es wohl nicht kommen im Konflikt mit Taiwan und China.

 

Bei mir werden diese Aktien möglicherweise in ein paar Wochen oder Monaten auftauchen.

Fazit:

Traden, wenn das persönliche System grundsätzlich grünes Licht gibt und five-star-Setups zur Auswahl stehen.

 

Nicht traden, wenn am Stammtisch die Kollegen von glücklichen Zocks berichten oder in den Zeitungen Emotionen verbreitet werden.

Der Nifty Fifty aus Indien hat gerade heute ein Allzeithoch gemacht, deswegen haben wir ja schließlich auch keine FOMO.

https://www.tradingview.com/x/gugqbgkw/

So schlecht sieht es nicht aus, weltwirtschaftlich gesehen. In Deutschland lebend, erscheint es derzeit ein bißchen ungewiss. Auch die Leistung der deutschen Fußball Elf versprüht aktuell keine Euphorie. 

Die Niederlage gegen Japan war schon ziemlich unerwartet. Aber Herr Habeck würde sagen, die Deutschen haben nicht verloren, sie haben einfach nur weniger Tore geschossen.

W5 Musterportfolio

Keine Veränderungen.

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

 

Hecla Mining (HL): halten // 4,5% of Eq. // Stoploss 4.65

Enphase (ENPH): halten // 4,0% of Eq. // Stoploss 285.00

Nucor (NUE): halten // 3,5% of Eq. // Stoploss 137.00 

Global Foundries (GFS): halten  // 3,0% of Eq. // Stoploss 61.00

26-11-2022

Die Wochenendkolumne über die chinesische Wirtschaft und Kultur von Eric Nebe:

über Baidu, eines der innovativsten Unternehmen Chinas und gleichzeitig der Welt, haben wir eine Weile nicht gesprochen. Ich muss zugeben, als ich heute Morgen Baidus Marktwert überprüft habe, war sogar ich überrascht, wie „billig“ die Aktie derzeit gehandelt wird. Der Börsenwert des Konzerns liegt aktuell nur noch bei gut 30 Mrd. USD.
 
Doch wie läuft das Geschäft in letzter Zeit? Im dritten Quartal verzeichneten die Einnahmen von Baidus Kerngeschäft (z. B. Werbeeinnahmen durch Suchmaschinen) erfreulicherweise wieder ein positives Wachstum, angetrieben von einer allmählichen Erholung des Online-Marketing-Geschäfts und dem stetigen Wachstum der AI-Cloud-Einnahmen. Die autonome Fahrplattform Apollo Go baute ihren Betrieb weiter aus und absolvierte im Quartal mehr als 474.000 Fahrten, was ihre führende Position auf dem globalen Markt für unabhängige Fahrdienste weiter stärkte.

Mit Blick auf die Zukunft erwartet Baidu, dass sein mobiles Ökosystem weiterhin einen starken Cashflow generieren und Investitionen in AI Cloud und intelligentes Fahren finanzieren wird, was dazu beitragen wird, seine Führungsposition im neuen KI-Geschäft zu behaupten und das langfristige Geschäftswachstum voranzutreiben.

Die Gesamteinnahmen für das Q3 stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 2% und im Vergleich zum Vorquartal um 9%. Was ich besonders interessant fand, waren die Aussagen des Managements zum US-Chipverbot. Das Verbot löste vor wenigen Wochen bei den Anlegern große Angst aus, da viele unsicher bzgl. swe Auswirkungen auf Hightech-Unternehmen wie Baidu sind. Auf der Investorenkonferenz sagte Baidu jetzt:

„Also, die kurze Antwort ist, dass die Auswirkungen in naher Zukunft ziemlich begrenzt sind.

Zunächst einmal verlässt sich ein großer Teil unseres KI-Geschäfts nicht zu sehr auf die hochentwickelten Chips.

Und zweitens haben wir für den Teil unserer Unternehmen, der fortschrittliche Chips benötigt, bereits genug auf Lager, um unser Geschäft kurzfristig zu unterstützen.

Wir verfügen über Technologien, um Alternativen zu nutzen, um in unserem KI-Geschäften die gleiche oder nahezu die gleiche Effektivität und Effizienz zu erreichen.

Nicht zuletzt stehen Autochips nicht auf der Verbotsliste. Das bedeutet, dass die Datenverarbeitung im Fahrzeug in naher Zukunft nicht betroffen ist."

In diesem Sinne wünsche ich dir ein erfolgreiches Wochenende!
Eric Nebe

25-11-2022

Das seitenlange Papier der FED Sitzung vom letzten Mittwoch wurde von der Mehrheit der Börsianer positiv bewertet. 

Genau diese Bewertungen und Einschätzungen können je nach Analystenhaus unterschiedlich ausfallen. Der eine Analyst bewertet die Ansprache ausgesprochen bullisch, der nächste Analyst moderat bullisch, der wiederum nächste sieht die Gefahren noch überwiegen.

Wenn man die Zinspolitik und Inflation bewerten möchte, gehört auch das Wissen dazu, dass das Einfließen der Zinsschritte in die Wirtschaft  zeitverzögert passiert.

 

Das bedeutet, auch wenn die Zinsen heute auf z.B. 3% angehoben wurden, dauert es i.d.R. ein gutes Jahr, bis dieser Zinssatz von heute, sich real auf die Wirtschaft auswirkt. Auch die Auswirkungen der Inflation oder andere Faktoren ist in dem einen Geschäft sofort spürbarer und  in dem anderen Business später oder gar nicht spürbar.

Die nationalen und auch internationalen Verflechtungen der Wirtschaft sind sehr sehr komplex. Da gibt es wahrscheinlich keine allgemeingültige Regel, die anwendbar ist und die Situation und Entwicklung eindeutig beschreibt. Alles sind Prognosen und Meinungen. Genau diese Prognosen in unterschiedlichen Gewichtungen spiegelt die Börse wieder.

Wenn aber die Inflation, sowie letztes Jahr geschehen, plötzlich steigt und die FED hawkisch wird, ist die einhellige Meinung, dass die Börse auf Talfahrt geht. Plötzlich rennen alle in die gleiche Richtung. Ein klarer Trend entsteht.

 

Irgendwann beginnen die ersten Investmenthäuser ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen, während die meisten anderen noch sehr pessimistisch eingestellt sind.

Es formt sich allmählich ein Boden im Aktienmarkt heraus. Angebot und Nachfrage halten sich die Waage.

Im nächsten Schritt steigen die Börsen, weil die Mehrheit der Investoren allmählich positiv eigestellt ist und der Verkaufsdruck nachgelassen hat.

Es besteht eher ein leichter Nachfrageüberhang.

Die steigenden Kurse lässt zunehmend auch die letzten Pessimisten ihre Stellung überdenken. Der Verkaufsdruck ist komplett zum Erliegen gekommen und der Weg des geringsten Widerstand ist nun nach oben gerichtet.

Jedenfalls ist es die Aufgabe des Traders, ungefähr zu erahnen, ob ein echter Nachfrageüberhang besteht oder nicht. Dementsprechend wechselt z.B. auch das Risikomanagement des Traders von defensiv zu offensiv.

Das hatten die großen Traderlegenden alle gemeinsam. Sie setzten große Beträge, wenn es lief und wenig, wenn es nicht lief. Eigentlich ganz einfach :-)

Die meisten Tradelegenden berichteten auch, dass sie eine gewöhnliche bis unterdurchschnittliche Trefferquote hatten, von z.B. 30 oder 40%.

Über das sollten diejenigen Trader nachdenken, die den Holy Grail in Wunderindikatoren suchen und Trefferquoten von 80% anstreben.

Offenbar liegt die Wahrheit nicht in der Trefferquote sondern darin, viel zu setzen, wenn es läuft und wenig zu verlieren, wenn die Chancen gegen dich stehen.

 

W5 Musterportfolio

Keine Veränderungen.

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

 

Hecla Mining (HL): halten // 4,5% of Eq. // Stoploss 4.65

Enphase (ENPH): halten // 4,0% of Eq. // Stoploss 285.00

Nucor (NUE): halten // 3,5% of Eq. // Stoploss 137.00 

Global Foundries (GFS): halten  // 3,0% of Eq. // Stoploss 61.00

24-11-2022

Die US Märkte sind heute geschlossen.

Morgen kommt ein Update und eine Stellungnahme zu den "Fed Minutes".

 

W5 Musterportfolio

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

 

Hecla Mining (HL): halten // 4,5% of Eq. // Stoploss 4.65

Enphase (ENPH): halten // 4,0% of Eq. // Stoploss 285.00

Nucor (NUE): halten // 3,5% of Eq. // Stoploss 137.00 

Global Foundries (GFS): halten  // 3,0% of Eq. // Stoploss 61.00

23-11-2022

 

Vielleicht ist es nun Zeit für ein bisschen Gold im Depot? Weihnachten steht vor der Tür :-)

Diverse Goldaktien befinden sich an Widerständen und könnten diese Tage ausbrechen.

Hecla Mining z.B. sieht sehr konstruktiv aus.

https://www.tradingview.com/x/1OjCtsjZ/

Auch Yamana Gold bildet ein schöne Bodenformation aus.

Die Volatilität ist gestern erneut zurück gekommen. Es sieht so aus, dass die FED eine Jahresendrally zulässt.

 

Auffällig sind auch die Aktien der Gruppe Asset Management.

TROW z.B., ist ein sehr altes und erfahrenes Assetmanagement Unternehmen mit Dienstleistungen in Sachen Geldanlage.

Diese Aktie hat, wie Asset Manager auch, in den vergangenen Tagen einen Sprung nach oben gemacht.

https://www.tradingview.com/x/3TMrtLVz/

 

Selbstverständlich kann diese Gruppe nicht als voraus laufender Indikator betrachten werden aber das plötzliche "Anspringen" dieser Aktien ist nicht zu übersehen.

Zusammen mit dem W5 Barometer, das der derzeit auf grün steht, verdichten sich zunehmend Indizien auf eine erfreuliche Periode.

Aber wer weiß... vielleicht befördert uns heute das FOMC Minutes wieder Richtung Süden.

W5 Musterportfolio

Wie oben beschrieben, nehmen wir eine Goldmine ins Depot auf.

Ergänzen werden wir noch eine Solar Aktie, die neben Frist Solar die höchste Relative Stärke in der Industriegruppe hat.

Bei den bestehenden Positionen passen wir den Stoploss an, um das Risiko zu reduzieren.

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

 

Hecla Mining (HL): Buystop 5.21 GTC // 4,5% of Eq. // Stoploss 4.65

Enphase (ENPH): Buystop 321.10 GTC // 4,0% of Eq. // Stoploss 285.00

Nucor (NUE): halten // 3,5% of Eq. // Stoploss 137.00 

Global Foundries (GFS): halten  // 3,0% of Eq. // Stoploss 61.00

21-11-2022

 

Die letzte Börsensitzung am Freitag brachte keine wirklich erfreulichen Nachrichten hervor. Ich hatte auf einen positiveren Ausgang orakelt :-)

Es bleibt absolut zäh, obwohl die Anzahl der Aktien zunimmt, die sich scheinbar am Ende einer Bodenbildung befinden. Der letzte Schub fehlt dann aber doch noch irgendwie, so dass man annehmen könnte, die Bodenbildung wäre abgeschlossen und der nachhaltige Aufwärtstrend beginnt.  Anhaltende Anschlusskäufe bleiben häufig aus.

So wie hier bei dem Schuhhersteller Crocs sollte es idealerweise aussehen, wenn eine Aktie die Bodenbildung abgeschlossen hat und sich auf den Weg nach oben macht:

https://www.tradingview.com/x/ABKsC9ap/

Diese Woche warten viele Anleger wahrscheinlich wieder einmal die FOMC Minutes ab, in der es erneut eine Stellungnahme zur Inflation gibt. Die Märkte hängen am Newsticker wie selten.

Am Donnerstag ist "thanksgiving", am Freitag nur ein halber Handelstag. Richtig viel passieren wird wohl diese Woche nicht bzw. könnten überraschende Äußerungen die Börse am Mittwoch in die eine oder andere Richtung bewegen.

Der Fokus als Long-Only-Trader ist nach wie vor der gleiche: Pulver trocken halten. Monetäres und emotionales Pulver trocken halten.

Wenn der Bärenmarkt in den Bullenmodus wechselt, steigt die Equity plötzlich wie durch ein Wunder ganz von allein und das innerhalb weniger Wochen bzw. Monate. 

 

Zu diesem Zeitpunkt wollen wir uns nicht erst aus einem tiefen Drawdown herausarbeiten. Daher probieren wir derzeit nur einige Positionen, mit noch immer geringer Investitionsquote.

 

Das ist der Unterschied zum Buy and Hold Investor. Trader haben durch die niedrigere Equity Volatilität den besseren Zinseszinseffekt.

Der Buy and Hope Investor muss zunächst z.B. 30% Drawdown aufholen bis er wieder ans Geldverdienen denken kann.

D.h. nicht, dass der Value Ansatz nicht funktioniert oder schlecht ist. Aber man muss auch damit rechnen, dass es etwas länger dauert. Nicht umsonst, sind die bekannten Value-Milliardäre meistens schon etwas älter. 

Die weniger bekannten Legenden, die den Trading Ansatz verfolgen, haben spektakuläre Renditen schon im Alter von 25 bis 40 erzielt. 

W5 Musterportfolio

Albermarle wurde wir ausgestoppt. einen kleinen gewinn

Dafür entwickelten sich die anderen beiden Werte im Depot wieder leicht nach oben. Es bleibt sehr zäh.

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

Nucor (NUE): halten // 3,5% of Eq. // Stoploss 134.00 

Global Foundries (GFS): halten  // 3,0% of Eq. // Stoploss 59.95 

22-11-2022

 

Erneut ein Tag mit leicht negativen Vorzeichen. Insbesondere defensive Titel aus den Bereichen Utilities, Healthcare etc. hatten gestern die Nase vorn. So auch Nahrungsmittel- oder Getränkehersteller, die ebenfalls zu den defensiven Werten zählen.

Wahrscheinlich kann man die steigenden Kurse z.B. der Getränkehersteller, wie Monster oder Pepsi aktuell nicht unbedingt nur als Flucht in die Sicherheit abstempeln.

Die etablierten Marken werden sicherlich trotz hoher Inflation (vielleicht sogar wegen hoher Inflation), weiterhin gute Geschäfte machen und dabei höhere Preise durchsetzen. Auf dem Papier steigen damit die Umsätze. Inflationsbereinigt hätte sich quasi nichts geändert. Es wurden immer noch genauso viele Flaschen wie vorher verkauft.

Den Chart von Pepsi hatte ich hier kürzlich vorgestellt und beschrieben, dass dieser sich unter Distribution befindet.

Gestern hat Pepsi, genauso wie z.B. Monster Beverages, ein neues Allzeithoch gemacht. Das bedeutet nicht unbedingt, dass keine mittelfristige Distribution bei Pepsi vorliegt aber viele andere Getränkehersteller bilden gerade eine Bodenformation aus oder präsentieren sich auch nicht gerade schwach.

Das Gesamtbild spricht aktuell eher für keine Trendumkehr dieser defensiven Industriegruppe. 

Warum stellt sich überhaupt die Frage der Interpretation?

Um den Markt zu einzuschätzen, fragt man sich, wo das Geld aktuell hinfließt. Eher in defensive Werte oder in Werte, die in der Frühhausse gefragt sind. Je nachdem kann man versuchen, das Stadium des Aktienmarkte zu bestimmen.

Persönlich würde ich ja als Captain Morgan Fan eher die Aktie von Diageo kaufen, die neben diesem Rum auch andere bekannte Marken wie Johnnie Walker oder Bailys vertreibt.

Sie bildet zwar gerade ein schönes "Badewannen- Umkehr- Muster" aus aber insgesamt sieht die Aktie doch ein wenig "verkatert" aus (übergeordneter Abwärtstrend).

 

Aber für einen schnellen Trade durchaus ein handelbares Setup.

https://www.tradingview.com/x/8f2kXb6k/

Sollte der Trade in die Hose gehen, kann man sich wenigstens mit deren Produkten trösten :-)

Neben den nicht eindeutigen Signalen der Defensivbranchen gibt es erfreuliches von der Volatilität. Trotz bevorstehender FOMC Minutes ist der Volatilitäts-Index VIX gestern ordentlich gesunken. Scheinbar herrscht vor der Sitzung morgen Gelassenheit.

W5 Musterportfolio

Es gäbe heute eine Reihe von handelbaren Setups aber das Riskmanagement lässt aktuell keine neuen Trades zu. Zunächst wollen wir ein bisschen mehr Fortschritt bei den aktuellen Depotwerten sehen.

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

Nucor (NUE): halten // 3,5% of Eq. // Stoploss 134.00 

Global Foundries (GFS): halten  // 3,0% of Eq. // Stoploss 59.95 

19-11-2022

Die Wochenendkolumne über die chinesische Wirtschaft und Kultur von Eric Nebe:

so schnell kann es manchmal gehen. Vor wenigen Wochen noch gänzlich am Boden, hat sich das Stimmungsbild bei China-Aktien plötzlich deutlich aufgehellt. Nicht falsch verstehen, letztendlich sind die Aktien technisch betrachtet immer noch am oder nahe zum Boden, aber es ist nicht nur der Erholungsversuch an sich, der wieder berechtigen Grund für mehr Anlegeroptimismus macht.

Zum Beispiel muss man objektiv feststellen, dass die Quartals-Ergebnisse unserer Depot-Werte Tencent und Alibaba, die beiden großen chinesischen Aktienschwergewichte schlechthin, nicht sonderlich gut waren. Tencents Umsatz ging im zweiten Quartal hintereinander leicht zurück und der Gewinn stieg nur minimal. Alibaba stieg beim Umsatz um 3% und der bereinigte Gewinn legte um 15% zu. Umso erstaunlicher war die Marktreaktion – speziell bei den Alibaba-Zahlen. Nach Börsenschluss am New Yorker Parket standen die Papiere fast 8% höher.

Für den Anstieg gibt es meiner Meinung nach nur einen Grund und der heißt „Zuversicht“. Zuversicht sowohl, dass Unternehmen wie Alibaba die Talsohle durchschritten haben. Aber auch in Bezug auf unternehmensexterne Entwicklungen gab es zuletzt viele positive Signale. Eines davon war sicherlich der konstruktive und z. T. versöhnliche G20-Gipfel auf Bali letzte Woche.

China wird bei uns permanent als der große Bösewicht dargestellt – neben Russland. Dies sieht man nicht nur medial, sondern auch einige Politiker schlafen in Deutschland vorsichtig ausgedrückt nicht in Panda-Bettwäsche. Bereits bekannte Bausteine zur neuen China-Strategie aus dem Auswärtigen Amt wurden bereits öffentlich bekannt. Peking kritisierte diese unmittelbar und machte klar, die Einstufung Chinas als „Wettbewerber“ und „systemischer Rivale“ sei ein „Erbe des Denkens aus dem Kalten Krieg“. Zumindest beim zweiten Begriff muss man ihnen wohl beipflichten.

Zum Glück gibt es immer noch deutsche Politiker und Geschäftsleute, denen klar ist, dass Wohlstandssicherung wichtiger ist als Ideologie und dies gilt auch für Asien, wo wenige Hundert Meter von mir entfernt gerade die APEC stattfindet. Es ist eines der wichtigen Wirtschaftsforen, das dieses Jahr in Bangkok stattfindet und auch vom chinesischen Präsidenten direkt nach seinem Bali-Aufenthalt angeflogen wurde. Nicht nur in Bali wurden große Kooperationen und Business-Deals ausgehandelt und beschlossen (etwa China und Indonesien) und somit wichtige Grundsteine für die globale Zukunft gelegt. Auch hier in Bangkok wird es weitergehen und Opportunitäten und Kollaborationen im Vordergrund stehen. Ich glaube, Deutschlands oberste Führung weiß das, beim Außenministerium bin ich mir nicht ganz sicher…

In diesem Sinne wünsche ich dir ein erfolgreiches Wochenende!
Eric Nebe

18-11-2022

Es ist nicht viel passiert gestern. Unter leichtem Volumen wurden die Märkte im Laufe der Handelssitzung hochgekauft. Immerhin ging es nicht weiter bergab.

In einzelnen Aktien sehen wir weiterhin hohe Gaps und insgesamt sprunghaftes Verhalten. Daran müssen wir uns wohl auch in nächster Zeit gewöhnen.

Die FED möchte keine Euphorie an den Börsen, daher wird sie allein mit ihrer Wortwahl die Märkte immer wieder "nach unten reden".

D.h., sobald es ein bisschen rund läuft an den Börsen, könnte eine FED Sitzung mit warnenden Worten die Kurse wieder in den Keller befördern, obwohl sich fundamental nicht viel geändert hat oder auch ändern wird.

Die einzige Überraschung, die noch kommen könnte, wäre ein unerwartetes stärkeres Abgleiten in eine längere oder tiefere Rezession. Ansonsten scheinen die meisten volkswirtschaftlichen Zahlen eingepreist. 

W5 Musterportfolio

Albermarle ist nicht umgedreht und hat unseren Stoploss um 2 Cent (!) verfehlt :-)

Verkaufen lohnt sich nun nicht. Möglicherweise dreht die Aktie heute nach oben. Dem gegenüber steht vom jetzigen Standpunkt ein minimaler Verlust bei Auslösung des Stoploss. Damit ist das CRV bzw. die Gewinnerwartung sehr positiv.

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

Nucor (NUE): halten // 3,5% of Eq. // Stoploss 134.00 

Global Foundries (GFS): halten  // 3,0% of Eq. // Stoploss 59.95 

Albermarle (ALB): halten  // 8,5% of Eq. // Stoploss 275.00 //

17-11-2022

Auch gestern kein Vorwärtskommen. Das Ausbruchsverhalten vieler Aktien ist ein Horror. Widerstandslinien werden gebrochen und im Anschluss wird sofort verkauft.

Obwohl die mittelfristigen Indikatoren einen Aufwärtstrend andeuten, wird das aktuell von einzelnen Aktien nicht widergespiegelt, um nicht zu sagen überhaupt nicht widergespiegelt.

Die bisherige Rally wird weiterhin von stark nach unten geprügelten Aktien angeführt. Das ist häufig ein Indiz dafür, das großes Geld am Boden billig einkauft und dann für die nächsten Einkäufe, den nächsten Ausverkauf abwartet und keine Anschlusskäufe tätigt.

 

Also kein nachhaltiger Aktienappetit. Dazu gesellen sich mögliche Shortsqueezes, die derartige zwei oder drei Tage Rallys zusätzlich befeuern.

Diese Dynamiken können nach wie vor als Bärenmarktverhalten eingestuft werden.

Es sollte heute steigen, ansonsten hält die Seitwärtsdynamik der großen Indizes für meinen Geschmack zu lange an. 

Die große Erlösung ist mit Stand heute noch nicht gekommen.

Um noch ein leichtes Plus im Depot zu bekommen, müssen wir weiterhin für einen Jahresendrally beten :-)

 

W5 Musterportfolio

Albermarle muss heute umdrehen, sonst verabschieden wir uns.

GFS und NUE kämpfen mit der Widerstandslinie.

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

Nucor (NUE): halten // 3,5% of Eq. // Stoploss 134.00 

Global Foundries (GFS): halten  // 3,0% of Eq. // Stoploss 59.95 

Albermarle (ALB): halten  // 8,5% of Eq. // Stoploss 275.00 //

16-11-2022

Es ist nichts besonderes passiert. Das Barometer hat sich nicht verändert. Die Marktbreiteindikatoren haben sich noch ein wenig verbessert.

Werte aus den Sektoren Technologie oder zyklische Konsumgüter wurden weiterhin gesucht. Das unterstützt die These eines weiter anhaltenden Aufwärtstrends.

Allerdings ist das Umfeld noch sehr volatil. Man kann noch nicht von einem easy money Umfeld sprechen. In einem easy money Umfeld konnte sogar ich als blutiger Anfänger mein Kapital 1999 verdoppeln, obwohl ich absolut keine Ahnung hatte, wie Börse funktioniert.

Der einzige Fehler in einem easy money Umfeld ist, nicht investiert zu sein. Dort hebt die Flut alle Boote.

In einem easy money Umfeld befindet sich der Dollar meistens in einem schönen Abwärtstrend, so wie z.B. im Jahr 2017:

https://www.tradingview.com/x/Lhimlr6b/

Und so sieht es aktuell aus:

https://www.tradingview.com/x/x2lcoGHX/

 

Vielleicht der Begin eines neuen Trends?

Man weiß es nicht. Michael Burry (The Big Short), der die Finanzkrise 2008 vorhersah, ist der Meinung, dass das dicke Ende erst noch kommt.

Noch ist es volatil und für ein 100% Investmentquote ist es wohl noch zu früh.

 

W5 Musterportfolio

Bei Albermarle hat der Stopp gehalten. Ein Bericht von Goldman Sachs hat die Lithium Miner gestern auf Tauchstation geschickt. Goldman warnt, dass die Lithiumförderung den Bedarf ab 2025 übersteigt.

Derzeit arbeiten die  Lithiumförderer hochprofitabel, da der Bedarf weit höher ist als das Angebot.

Naja, ich kann die Analyse nicht beurteilen. Jedenfalls hat der Kursrutsch intraday 5 Minuten angehalten. Anschließend wurde unter massiven Volumen die Aktie intraday wieder hochgekauft. Es sah so aus, als wenn die Kurse zum Einstieg genutzt wurden.

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

Nucor (NUE): halten // 3,5% of Eq. // Stoploss 134.00 

Global Foundries (GFS): halten  // 3,0% of Eq. // Stoploss 59.95 

Albermarle (ALB): halten  // 8,5% of Eq. // Stoploss 275.00 //

15-11-2022

Die Zeichen für eine anhaltende Rally stehen gut.

Der Dollar gibt erheblich nach. Gold und Silber entwickeln sich prächtig. Bei den US Anleihen könnte man eine Top Bildung erahnen.

 

Das sind zusammengefasst alles Indizien dafür, dass sich tatsächlich der Zinsanhebungszyklus dem Ende nähert und wir wenigstens ein Zinsplateau erwarten können.

Auch hat das Russell2000-SP500-Ratio Modell kürzlich ein Signal gegeben, dass wenigstens in nächster Zeit die Sterne günstig für die Börsen stehen.

Die risikofreudigen Small- und Midcaps Aktien bilden eine relative Stärke gegenüber dem SP500 aus, erkennbar an der steigenden Ratio.

Die Ratio hat die 50 Tage Linie überschritten und signalisiert damit ebenfalls ein positives Umfeld.

https://www.tradingview.com/x/GOnf2VpU/

 

W5 Musterportfolio

Wir stocken das Depot auf.

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

Nucor (NUE): Buystop 145.50 GTC // 3,5% of Eq. // Stoploss 134.00 

Global Foundries (GFS): Buystop 66.05 GTC // 3,0% of Eq. // Stoploss 59.95 

Albermarle (ALB): halten  // 8,5% of Eq. // Stoploss 275.00 //

14-11-2022

 

Das Barometer ist in den grünen Bereich vorgedrungen. Das massive Aufwärtsvolumen der letzten beiden Tage war hauptsächlich dafür verantwortlich.

Das Volumen war in der vergangenen Woche noch das Kriterium für einen Kurswechsel des Barometers Richtung Süden. Es war ein Ausverkaufstag.

Die Börsen springen hin und her, nach wie vor. Noch wird jede Überschrift zum Thema Inflation mit Argusaugen beobachtet. Entsprechend heftig fallen die Reaktionen aus, wen sich winzige Abweichungen vom erwarteten Wert ergeben.

Es bilden sich ganz allmählich tradebare Breakout-Setups heraus. Ein Indikator dafür, dass es aufwärts gehen könnte. 

Was ist ein Breakout Setup? Hierzu ein Beispiel.

https://www.tradingview.com/x/zAFL9jOu/

Ich vermute eine Rally bis Ende des Jahres aber ob und wie lang, dass ist nicht einzuschätzen.

 

Powell hat mehr oder weniger klar angekündigt, dass er den Zinsdruck nicht zu früh einstellen wird. Damit impliziert er quasi auch, dass er keine euphorischen Börsenmärkte sehen möchte. Denn euphorische Börsen heizen die Zuversicht und Kauflaune an. Das wiederum ist hinderlich für die Inflationsbekämpfung .

Aber das Gegenteil von Euphorie ist sicherlich auch nicht erwünscht, z.B. ein "Wording", dass die Kurse um 20% purzeln lässt.

 

Was sagt uns die Gemengelage? Wie könnte das reine Kursverhalten der letzten Wochen und Monate interpretiert werden?

Vielleicht so:

Eigentlich möchte die Börse nach oben. Die Wirtschaft läuft im Grunde rund. Die Arbeitslosenzahlen sind niedrig. Also kein Umfeld für abstürzende Börsen. Das Risiko nach unten ist wohl begrenzt.

Nur die Inflation sollte noch gezügelt werden und dann hätte die FED ein hervorragendes "Softlanding" geschafft.

Daher liegt die Vermutung nahe, dass es in naher Zukunft zwar nach unten gehen kann aber eher für kurze Perioden.

Ein nachhaltiger Abschwung scheint unwahrscheinlich, ein gradliniger Aufschwung aber auch. Also eine volatile Seitwärts-/ Aufwärtsbewegung evtl.?

https://www.tradingview.com/x/2DJr6xBt/

 

Für einen Kurswechsel Richtung Norden sprechen die graduellen Umschichtungen in Sektoren, die eher risikofreudig sind. Im gleichen Zug werden defensive Werte, wie z.B. Konsumgüter tendenziell abverkauft.

Ein Beispiel eines veränderten "Chartbild-Charakters" hier bei Pepsi, ein klassischer defensiver Konsumgüterwert, der aktuell wohl unter Distribution steht.

https://www.tradingview.com/x/4A4eZNhy/

 

 

W5 Musterportfolio

BEI LW und BJ sind wir wahrscheinlich Opfer von einer Sektor Rotation geworden. Beides eher Werte aus dem defensiven Bereich, die am Freitag massiv unter Beschuss standen.

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

BJ Wholesale (BJ): Stoploss ausgeführt

Lamb Weston (LW): Stoploss ausgeführt 

Albermarle (ALB): halten  // 8,5% of Eq. // Stoploss 275.00 //

12-11-2022

Die Wochenendkolumne über die chinesische Wirtschaft und Kultur von Eric Nebe:

heute geht es um das größte Einzelversagen unseres Musterdepots und das ist ohne frage Shenzhou International. Der Kaufzeitpunkt der Aktie des Textilproduzenten muss im Nachhinein als Fehler deklariert werden. Der Wert hatte damals bereits stärker korrigiert und vieles sprach fundamental für eine Erholung. Was dann kam, war ein Jahr, in dem nicht nur China-Aktien miserabel liefen, sondern auch Logistikketten durch Lockdowns, der chinesische Konsum und ebenso die Textilnachfrage in Übersee durch hohe Inflation und Überangebote in den Lagern.

Nun deutet sich eventuell jedoch ein mögliches Ende des Abwärtstrends an. Am Freitag stieg der Bekleidungshersteller in Hongkong um fast 17%. Als Hauptlieferant für Marken wie Nike, Adidas und Uniqlo wäre der Konzern einer der größten Gewinner von Chinas Wiederöffnung, für die es erneut einige Signale gab. Der massive Anstieg am Freitag bei China-Aktien hing sicherlich in erster Linie mit den US-Inflationsdaten zusammen, die den USD schwächen und China-Aktien stärken sollten. Doch einige Werte wie Shenzhou könnten in den nächsten Monaten gleich von mehreren positiven Entwicklungen am chinesischen Aktienmarkt profitieren. Von daher bin ich sehr zuversichtlich, dass sich das Unternehmen im Depot wieder deutlich stärker präsentieren wird.

Shenzhou International produziert übrigens aus Kostengründen auch immer mehr in  südostasiatischen Ländern. In Kambodscha, wo ich mich bis vor wenigen Tagen aufgehalten habe, dominiert China fast die gesamte Textilindustrie. Wenn dich interessiert, wie ich Chinas Einfluss in Kambodscha auch unter dem Konkurrenzgedanken mit den USA beurteile, empfehle ich dir übrigens mein neues Video anzuschauen, welches morgen auf meinem YouTube-Kanal erscheinen wird.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein erfolgreiches Wochenende!
Eric Nebe

11-11-2022

 

Übertrieben geäußert, ist gestern sogar Aktien-Schrott wie Phönix aus der Asche gestiegen.

Das ist natürlich sehr plakativ. Aber im gestrigen Kommentar sprachen wir noch davon, wenn sogar der ARKK anfängt zu steigen, ja dann muss es ja eine Rally sein.

Und siehe da, der Arkk ist gestern gestiegen. Schaut man sich aber den Kontext an, stellt man fest, dass der Tag gestern kaum sichtbar ist. Die übergeordnete Abwärtsbewegung ist demgegenüber viel augenscheinlicher.

https://www.tradingview.com/x/BJnWR4UP/

Genauso verhält es sich bei diversen Einzelaktien. Obwohl es ein fulminanter Aufwärtstag war, bei dem der Nasdaq über 7% (!) gestiegen ist, könnte dieser Tag im übergeordneten Downtrend komplett unsichtbar werden. Wenn wir in 4 Wochen generell niedriger notieren als jetzt, dann würde der Tag gestern gar nicht weiter auffallen.

Der ARKK und andere Technos haben in den vergangenen Monaten öfters Tagesrallys von ca. 10% hingelegt, die jetzt im übergeordneten Downtrend nicht mehr großartig hervorspringen.

So z.B. auch bei AMZN :

https://www.tradingview.com/x/95VV1ph1/

Wirklich auffällig und positiv ist das unglaubliche Volumen von gestern, sowohl im Arkk als auch in Amazon oder diversen anderen Aktien.

Das gibt wirklich Hoffnung auf etwas Größeres. Selbstverständlich können teils auch Shortsqueezes mitverantwortlcih sein aber dennoch, der Tag gestern könnte sehr gut einen vorläufigen Boden markieren.

Tja und wie reagiert man jetzt darauf?

Mit FOMO? Das liegt am nächsten. 

Ich würde sagen, jeder hält an seinem System fest und hält sich an seine Regeln. Der eine tradet Rohstoffe, der bleibt ohnehin völlig unberührt vom gestrigen Tag.

Der andere ist Short Trader, der macht jetzt eine Pause. Wiederum ein anderer handelt Optionen, der könnte ein paar Puts schreiben.

Der eine wartet, der andere wird aktiv. Aber hin und her springen zwischen Systemen, weil sich vermeintlich eine Gelegenheit ergibt oder "FOMO Hormone" das Gehirn fluten, das würde ich lassen.

 

Bei mir haben sämtliche Schnellschüsse aufsummiert nur Murks ergeben.

Warten bis das eigene System in Harmonie mit dem Markt steht und dann Vollgas.

In meiner Anlagestrategie stehen Breakouts im Mittelpunkt. Aktien, die sich aus einer Bodenbildung auf den Weg nach oben machen. Davon gibt es aktuell noch nicht so viele, da der Gesamtmarkt noch den Schwung der Abwärtsbewegung in sich trägt. 

Sehr selektiv und risikobewusst ist weiterhin angebracht. Ich werde immer noch mit einer sehr geringen Investitionsquote unterwegs sein.

Upgaps und Downgaps in den Größenordnungen, wie gestern aufgetreten, dass sind volatile Märkte und Zeichen von Unsicherheit und nicht unbedingt Stärke. Das kann jederzeit wieder implodieren, wenn eine Hiobsbotschaft herauskommt.

 

Volatilität ist Risiko.

Am Verhalten der nun folgenden Tage werden wir sehen, wie stabil die Situation ist.

Es ist noch kein Umfeld, wo man sich alle 5 Tage mal sein Aktiendepot anschaut und nachrechnet, wieviel Geld man verdient hat. Ein easy money Umfeld sieht anders aus. 

Bei allen Warnungen, die ersten Anzeichen für die Jahresend-Rally liegen vor.

Das Barometer schwenkte sprunghaft aus dem negativen Bereich Richtung grün. Ich denke, morgen wird es dann auf grün stehen, sofern, wir heute erneut positiv schließen.

 

 

W5 Musterportfolio

LW eiert auf der Stelle. Selbst der gestrige Tag konnte die Aktie nicht beflügeln. Einen Tag geben wir der Aktie noch.

Bei ALB sichern wir uns einen Teilgewinn und versuchen, die restliche Position zu trailen.

BJ Wholesale ist einer der stärksten Werte aus dem Specialty Stores Segment der USA. Diese Industriegruppe läuft aktuell ganz gut.

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

BJ Wholesale (BJ): Buystop/Buystoplimit 80.31/80.60  // 9,0 % of Eq. // Stoploss 76,00

Lamb Weston (LW): halten // Rest Target 85.00 // Stoploss 80.10 

Albermarle (ALB): halten  // 8,5% of Eq. // Stoploss 275 // Teilverkauf 1/3 Target @321.70

10-11-2022

 

Am Gesamtbild hat sich nichts geändert. Uneinheitlich und mit dem gestrigen Tag konnten wir leider auch nichts auf der Haben-Seite verbuchen.

Aber es könnte eine Ausverkaufstag gewesen sein, der von Investoren genutzt wird, heute auf Einkaufstour zu gehen. Wenn die Bekanntgabe der Inflationsdaten heute positiv ausfällt, dann könnten es der Begin der Jahresendrally sein.

Noch aber ist Aktionismus nicht angebracht. Lassen wir den Markt entscheiden, welche Richtung er einschlagen möchte. Er soll es uns anzeigen. Umherspekulieren bringt nichts, bei mir jeden falls nicht. Mit meinem Bauchgefühl lag ich schon öfter daneben.

 

Der Markt hat immer recht. Kurzfristig spiegelt er in Übertreibungsphasen manchmal die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse nicht wieder aber trotzdem hat er Recht. Sich dagegen zu stellen ist nur mit tiefen Taschen angebracht.

Was bei einigen Quartalsergebnissen aufgefallen ist, das obwohl sie schlecht ausfielen, die Kurse dieser Aktien stiegen.

Auf der anderen Seite wurde auch viele Aktien in dieser Berichtssaison sehr abgestraft.

Also auch hier ein uneinheitliches Bild. Es sieht aber aktuell nicht nach einem weiteren Verfall von 10 oder 20% aus, obwohl ich mir das wünschen würde.

Das aktuelle Dahinsiechen nervt ja mehr als ein ordentlicher Crash :-)

Es gilt nach wie vor:

Die Disziplin zu kultivieren, nichts zu tun, ist Arbeit genug.

 

 

W5 Musterportfolio

Abwarten und Tee trinken.

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

Lamb Weston (LW): halten // Rest Target 98.00 // Stoploss 80.10 

Albermarle (ALB): halten  // 8,5% of Eq. // Stoploss 270.87 

09-11-2022

 

Das Barometer hat einen Punkt verloren. Das Kriterium Volumen ist die Ursache. Die Messung des Volumen für das Barometer ist zwar etwas komplexer als sich nur den Tagesbalken für das Volumen anzuschauen aber selbst wenn man nur das tun würde, ist leicht zu erkennen, dass die letzten vier Tage nicht viel Volumen im Spiel war.

Der erste Schub einer Aufwärtsbewegung sollte normalerweise von mehr Volumen begleitet werden und eindeutige Trendkerzen aufweisen. 

https://www.tradingview.com/x/GQQfDV1U/

Die Midterm Wahlen der USA haben bisher noch nicht viel neue Erkenntnisse hervorgebracht. Nachrichtentechnisch sind die Inflationsdaten von morgen wohl mindestens genauso so von Interesse.

Aktuell sind die Kurse stark News getrieben, wie selten. Generell ist das ein Indiz für Unsicherheit und vielleicht sogar Unwissenheit. Marktteilnehmer wissen nicht, wie man sich positionieren soll. Das Anlagegeld rotiert von einem Korb zum nächsten. Ein typisches Anzeichen für Bärenmärkte.

Wenn sich heute wieder so ein wackeliger Tag präsentiert, dann könnte es tatsächlich sogar Zeit sein, einen Short Trade zu platzieren.

Die Lage ist ambivalent. Wir haben aktuell ähnlich viele Pros und Kontras , die für bzw. gegen einen Aufwärtstrend sprechen.

Die Ambivalenz spiegeln u.a. die beiden Indizes Dax und Nasdaq wieder. Während der Dax auch gestern wieder einen starken Tag bot, krebst der langjährige Superindex Nasdaq an seinen Tiefs umher.

https://www.tradingview.com/x/Go6jZpqs/

 

Wer als Anleger gar keinen Plan mehr hat, wie sich die Aktien entwickeln könnten, der schaut sich den ARK von Cathie Wood an.

https://www.tradingview.com/x/qM5L9LGI/

Dieser Fonds enthält so ziemlich alles, was aktuell nicht läuft. Eine Sammelstelle für Underperformer sozusagen (Tech hat es eben schwer im jetzigen Börsenumfeld). Wenn selbst der ARK wieder anfängt, Boden zu gewinnen, dann dürften wir mit einer Rally rechnen :-)

 

 

W5 Musterportfolio

Albermarle entwickelte sich von der Startlinie an positiv. Das ist ein gutes Zeichen. Die Aktie kämpft jetzt zunächst mit dem ATH Level aber danach dürfte der Weg frei sein.

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

Lamb Weston (LW): halten // Rest Target 98.00 // Stoploss 80.10 

Albermarle (ALB): Buystop 288.30  // 8,5% of Eq. // Stoploss 270.87 

08-11-2022

 

Oberflächlich sah es gestern nach einer mittleren Tagesrally aus. Das Volumen war aber zu dünn, um dem gestrigen Tag viel Bedeutung einzuräumen.

Der Tag heute könnte wichtiger sein, da wir die Zwischenwahlen in den USA erwarten dürfen. Diese rücken dieses Jahr wohl mehr in den Fokus als die letzten Jahre.

Insgesamt sieht es nach einer Patt-Situation aus. Der Markt sucht eine Richtung. Seit mehr als einem Monat bewegen wir uns im Grunde nicht von der Stelle.

Der Angsthasen Index Dax behauptet sich aktuell ausgesprochen stark. Das wäre eigentlich der erste Index, der abtauchen würde, wenn richtig Schlimmes vor der Haustür stünde.

Zusammen mit der weiter fallenden Volatilität und anderen Faktoren, tendiere ich weiterhin zu einem Aufwärtsszenario in den nächsten Tagen oder Wochen.

Das Barometer wird es dann sicherlich anzeigen.

W5 Musterportfolio

Wirklich viele oder schöne Einstiegsmöglichkeiten gab es auch heute nicht. In guten Zeiten, weiß man gar nicht was man als erstes traden soll. Davon sind wir aktuell noch ein Stück entfernt.

Der Rohstoffwert Albermarle hat ein einigermaßen brauchbares Setup heraus gebildet. Dieser Wert steht schon seit Wochen auf der Speisekarte. Wie bereits geschildert, könnte Rohstoffwerte und Metalle eine glänzende Zukunft haben.

Die Quartalsergebnisse von Albermarle vielen über die letzten drei Perioden ausgezeichnet aus und spiegeln damit diese Annahme.

Das Target von LW erhöhen wir wieder. Da der Gesamtmarkt womöglich eher nach oben tendiert, versuchen wir den Wert zu halten.

Im Moment müssen wir noch ziemlich aktives Trademanagement betreiben und Gewinne relativ zügig mitnehmen. Im volatilen Umfeld können keine langen Trends erwartet werden.

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

Lamb Weston (LW): halten // Rest Target 98.00 // Stoploss 80.10 

Albermarle (ALB): Buystop 288.30  // 8,5% of Eq. // Stoploss 270.87 

07-11-2022

 

Es gibt Licht am Ende des Tunnels. Am ehesten sieht man das Licht, wenn man über den Tellerrand schaut. Jede Krise hat einen Gewinner. In diesem Fall lautet der Gewinner u.a. Indien. Also schauen wir über den Tellerrand nach Indien.

Hier die Kurs Entwicklung des Nifty 50, der größte Aktien Index Indiens, neben dem Sensex.

https://www.tradingview.com/x/M08YW759/

Eine ausgeprägte Basisbildung. Für mich als Breakout Trader aus Bodenbildungsformation ein traumhaftes Chartbild.

Wie kommt das?

Das kann ich im einzelnen nicht beantworten aber sicherlich trägt die verstärkte Kooperation mit Russland seit der russischen Invasion in die Ukraine dazu bei.

Bis Ende 2021 haben sich die Weltbörsen quasi im Gleichschritt nach oben entwickelt. Ab 2022 koppelte sich die indische Wirtschaft ab und profitierte u.a. von den wirtschaftlichen Beziehungen mit Russland.

Die New York Times hat kürzlich einen Artikel lanciert, in dem das Trading Volumen Russlands mit anderen Ländern grafisch dargestellt wurde:

https://www.nytimes.com/interactive/2022/10/30/business/economy/russia-trade-ukraine-war.html

(Bezahlschranke)

Indien erfuhr einen Zuwachs des Handelsvolumen von 310% seit der Invasion!

Auch China und Brasilien waren mit jeweils 86% und 106% relativ gut dabei. 

Die Türkei stand auf der Grafik an zweiter Stelle und erhöhte das Handelsvolumen auf gigantische 200%.

Und siehe da, auch der türkische Aktien Index steigt seit Monaten dramatisch. Innerhalb von 4 Monaten immerhin um 60%!

https://www.tradingview.com/x/P9YGibKy/

Abgebildet hier ein ETF auf den türkischen Aktien Index.

Seltsamerweise haben auch europäische Länder trotz Sanktionen das Handelsvolumen mit Russland seit der Invasion gesteigert:

Spanien: + 47%

Belgien: +81%

Niederlande: +32%

Naja, man muss ja nicht alles verstehen :-)

W5 Musterportfolio

Am Wochenende hat das Screening insgesamt nur wenig überzeugende Aktien hervorgebracht. Man macht wohl nichts falsch, wenn man noch ein bisschen abwartet, bevor man weitere Aktivitäten startet. Wieder einmal abwarten ...

Das ist der Schlüssel zum Erfolg im Trading: Abwarten - nur dann Traden, wenn die Wahrscheinlichkeiten für dich stehen!

Als Long Only Trader stehen die Wahrscheinlichkeiten schon das ganze Jahr über sehr bescheiden.

 

Das Musterportfolio hat entsprechend seit Jahresanfang nur eine Rendite von sage und schreibe 0,8% erwirtschaftet.

Aber in einem tobenden Bärenmarkt, wie aktuell, ist das ok. 

M.E. haben Aktieninvestoren bereits einen guten Job gemacht, wenn sie dieses Jahr nur einen Verlust von 10% oder 15% zu verzeichnen haben.

In einem Markt, in dem Facebook, Paypal, Netflix teils über 70% abgegeben haben. Auch viele andere Werte haben teils mehr als 80% abgegeben. Wahrlich nicht einfach dieses Jahr.

Die beiden Positionen im Portfolio schließen wir möglichst. Auch wenn es irgendwie nach Aufwärtstrend riecht, das Barometer zeigt rot. 

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

Lamb Weston (LW): halten // Rest Target @86.40 // Stoploss 80.10 

UFP Technologies (UFPT): halten // Target 110.00 // Stoploss 90.00 

05-11-2022

Die Wochenendkolumne über die chinesische Wirtschaft und Kultur von Eric Nebe:

in den nächsten Wochen werde ich vor allem über einzelne Depot-Werte sprechen und diese in einen interessanten Kontext setzen. Heute beginnen wir mit dem Sportausrüster Anta. Das abgelaufene Quartal stand immer noch unter dem Eindruck von chinesischer Konsumschwäche. Die Q3-Einzelhandelsumsätze für die ANTA-Marke konnten zum Vorjahr um lediglich rund 5% anziehen. Bei FILA, die in China zu Anta gehören, erwartet man ca. 15% und bei übrigen Marken rund 45%.

Doch Anta wird zukünftig speziel von zwei großen Trends profitieren: Der erste offensichtlichere ist Sport und Gesundheit, welche in China immer mehr in den Fokus gerückt werden. Der zweite heißt Guochao (国朝) und ist ein chinesischer Trend zu mehr nationalen Produkten. Anta hat hier weiterhin sehr gute Chancen, der internationalen Konkurrenz Marktanteile abzuluchsen.

Kurzfristig wird jedoch Druck auf Anta und der Aktie bestehen bleiben und dies liegt nicht nur direkt am Unternehmen, sondern auch an der Branche. Viele andere große Sport-Aktien haben 2022 ebenfalls extreme Werteinbrüche erleben müssen. Gleichzeitig bleibt Anta in den letzten 5 Jahren unter den großen Playern der mit Abstand beste Aktien-Wert.

Woher kommt die Branchenschwäche? Die Welt ist sportlich, aber so sportlich wie teilweise antizipiert dann doch nicht. Bei vielen Unternehmen gab es Überproduktionen, die dann aus verschiedenen Gründen (Sättigung, Inflation usw.) zum Teil zu gefüllten Lagern führten. Nicht jeder Mensch braucht drei paar Fußballschuhe und so sehen wir aktuell bei vielen Sport-Werten eine Absatzschwäche, die allerdings nicht ewig anhalten wird.

Apropos: Die in diesem Monat beginnende Fußball Weltmeisterschaft könnte eventuell den Sektor wieder ein wenig anstoßen. Anta wird zwar dort als Marke wenig zu melden haben, doch alleine die Tatsache, dass viele Chinesen die WM schauen, könnte dazu führen, dass wieder mehr Menschen Lust nach Sport und damit verbundenem Konsum bekommen.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein erfolgreiches Wochenende!
Eric Nebe

In diesem Sinne wünsche ich dir ein erfolgreiches Wochenende!
Eric Nebe

04-11-2022

 

Gestern verhielt sich der Markt genau anders herum wie vorgestern, obwohl es noch einmal bergab ging.

 

Zwei von drei Auffälligkeiten des Vortages drehten ins Gegenteil:

1) Das Volumen hat sich reduziert trotz Abverkauf

2) Relative Stärke Aktien und führende Branchen wurden gekauft

3) Die Volatilität ist niedrig geblieben

Mein Fazit lautet:

Obwohl das Barometer nun auf rot umgeschwenkt ist, vermute ich, dass der Rücksetzer nur von kurzer Dauer ist.

 

Das Barometer könnte dann in den nächsten Tag wieder umschwenken. Bei so kurzfristigen Zeiträumen hinkt das Barometer meistens zwei oder drei Tage hinterher. In volatilen Bodenbildungsphasen kämpft es daher ordentlich.

Die Zinsen für einjährige Anleihen marschieren geradeaus auf die 5% Marke zu.

https://www.tradingview.com/x/WrH8IAUK/

Wenn sich an der 5% Marke ein Plateau ausbilden würde, könnte das ein positives Zeichen sein und dem Markt Auftrieb geben. Dann hätte man sozusagen den Zinsgipfel erreicht.

Aktuell bleibt es schwierig, denn das Thema Inflation ist noch nicht nachhaltig vom Tisch. Öl und Gas steigen wieder ganz allmählich und heute kommen die US Arbeitsmarktdaten heraus.

 

Es kommen praktisch im Wochentakt viel beachtete Wirtschaftszahlen heraus, die die Märkte derzeit hin und her werfen. In ruhigen Zeiten haben diese Wirtschaftsdaten nicht die Wirkung auf die Kurse.

In "normalen" Zeiten werden diese Daten zwar beobachtet aber bei weitem nicht so intensiv wie aktuell. Der Markt ist sehr volatil und stark News getrieben. Das ist normal in unsicheren Zeiten.

Als Long-Only-Trader von Aktien kann man froh sein, wenn man kein Geld verliert.

Ich kann es nur wiederholen. Der nächste Bullenmarkt ist gewiss! Natürlich nagt ein langer Bärenmarkt am Gemüt aber je länger und tiefer es bergab geht, desto besser wird es im Anschluss.

Die Clean Energy Branche zeigt allmählich wieder Stärke, genauso wie die Biotechnologie Branche. Beide Branchen könnten sehr interessant sein im nächsten Bullenmarkt.

W5 Musterportfolio

Zweimal hat man uns herausgeschmissen. Die Vola ist hoch aktuell.

REGN werden wir wahrscheinlich in den nächsten Tagen wieder aufnehmen

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

Lamb Weston (LW): halten // Stoploss 80.10 // Rest Target @97,00

UFP Technologies (UFPT): halten  // Stoploss 86.00 

03-11-2022

 

Im Zuge der FED Sitzung erlebten die Börsianer gestern eine Berg und Talfahrt.

Das Barometer hat durch die gestrige Sitzung drei Punkte verloren, steht aber noch nicht eindeutig auf rot.

 

Drei Auffälligkeiten ergaben sich bei der gestrigen Börsensitzung:

1) Das Volumen ist verhältnismäßig hoch gewesen bei fallenden Kursen

2) Titel, die sich in den letzten Tagen und Wochen stabil hielten und aufwärtsgerichtete Trends zeigten, wurde stark verkauft

3) Die Volatilität ist für so einen Tag nicht übermäßig  gestiegen

Punkt 1 und 2 sprechen für einen stärkeren Rücksetzer und Punkt 3 gibt Hoffnung, dass es nicht so schlimm kommt.

Fazit:

Es braucht einen weiteren Tag, um die Lage eindeutig zu beurteilen. Können wir den Schlusskurs heute nicht verteidigen, dann tendiere ich eher zu erneut fallenden Kursen, zu den Tiefs vom Oktober.

W5 Musterportfolio

Ein paar Adjustierungen haben wir gemacht, um das offene Risiko zu reduzieren.

REGN bringt heute Zahlen.

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

Regeneron (REGN): halten  // 9,0% of Eq. // Stoploss 716.60 // 

 

Lamb Weston (LW): halten  // 5,5% of Eq. // Stoploss 80.10 // Teilverkauf 1/3 Position Stoploss @ 85,97

Clean Harbors (CLH): halten // 5,5% of Eq. // Stoploss 112.50 // Teilverkauf 1/2 Position @ 119,00

UFP Technologies (UFPT): halten  // Stoploss 86.00 // 

02-11-2022

 

Das Barometer hat sich nicht verändert.

Auffälliger Weise hat nicht einmal die Volatilität im Vorfeld der FED Sitzung heute angezogen. Die Marktteilnehmer fürchten wohl keine Überraschungen. Der Zinsschritt wird wahrscheinlich im Rahmen der Erwartungen ausfallen.

Das könnte bedeuten, dass die Rally noch ein bisschen anhält. Jedenfalls unterstützt die "Marktdichte" diese These.

Es notieren zunehmend Aktien über ihrem 200Tage Durchschnitt, auch wenn wir noch weit entfernt von einem echten Bullenmarkt sind. Dazu sollten mal wenigstens die Hälfte der Aktien über der 50er Marke notieren.

Aktuell befinden sich noch weniger als 30% unter ihrem 200Tage Durchschnitt.

 

Dafür ist die Anzahl der Aktien, die über ihrem 50Tage gleitenden Durchschnitt liegt, bereits auf ungefähr die Hälfte angestiegen (NYSE/NASDAQ). Das ist doch mal ein gutes Zeichen.

Man kann sich gern Gedanken machen und interpretieren. Nur sollte man vorsichtig sein und sich nicht auf ein Szenario festlegen. Es kann nach oben oder auch nach unten gehen. Es geht nicht darum recht zu behalten, sondern die Tradingregeln umzusetzen.

Es geht auch nicht darum, den Hoch- oder Tiefpunkt zu erwischen, sondern durch die dauerhafte Umsetzung der Tradingregeln den positiven Erwartungswert eines Systems zu erhalten. Sowie ein Casino durch zig Kugelwürfe den Vorteil der Null erwirtschaftet.

Das Casino denkt gar nicht  daran, irgendeine Zahl vorhersehen zu wollen oder sich über einen einzigen Kugelwurf den Kopf zu zerbrechen.

Permanente Umsetzung aber auch Flexibilität sind enorm wichtig.

Wen ich mir den Chart vom SP500 anschaue, könnte ich mir alle Richtungen vorstellen. Die wichtigsten gleitenden Durchschnitte (MA50 und MA200) zeigen immer noch nach unten.

https://www.tradingview.com/x/nBzI0a4j/

W5 Musterportfolio

Schauen wir uns heute die Reaktion auf die FED Sitzung an.

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

Regeneron (REGN): Buystop 756.00  // 9,0% of Eq. // Stoploss 716.60 // 

 

Lamb Weston (LW): halten  // 5,5% of Eq. // Stoploss 80.10 // Teilverkauf 1/3 Position @ 93.40

Clean Harbors (CLH): halten // 5,5% of Eq. // Stoploss 112.50 // Teilverkauf 1/3 Position @ 130,90

Arch Capital (ACGL): Trailingstop ausgeführt

UFP Technologies (UFPT): halten  // 8% of Eq. // Stoploss 86.00 // Teilverkauf 1/2 Position @ 97.20

29-10-2022

Die Wochenendkolumne über die chinesische Wirtschaft und Kultur von Eric Nebe:

zu Beginn möchte ich betonen, dass ich in den kommenden Wochen in meinem Newsletter wieder in erster Linie die positiven Entwicklungen in China aufgreifen werde und die gibt es zu Genüge, wenn man China intensiv verfolgt – und keine Angst damit meine ich nicht die Machenschaften im Hamburger Hafen. Nach der abgelaufenen Woche ist es aber auch irgendwo meine Pflicht diejenigen, die sich immer noch fragen, was genau am chinesischen Aktienmarkt los ist, ein wenig aufzuklären.

Am Montag kam es in Hongkong zum stärksten Abverkauf seit der Finanzkrise 2008. Die Börse schloss mit einem Minus von über 6% und der techlastigere China-Index in den USA später sogar mit über -14%. Einzelne Werte verloren teilweise bis zu 25% ihres Börsenwertes. Während die meisten Aktien-Crashs in Bezug auf ihre Auslöser (nicht zu verwechseln mit der Ursache) recht schnell erklärt werden können, ist es in diesem Fall etwas komplexer.

Daher fasse ich meine Erklärung ohne große Ausholbewegungen mit den einfachsten Worten, die ich habe, zusammen: Die brachiale Marktreaktion ist eine klare Positionierung der ausländischen Investoren gegenüber China und dessen politischer Führung unmittelbar nach dem Ende des 20. Parteitages. Außerdem spiegelt sie die große Unsicherheit in die zukünftige Gestaltung von Chinas Wirtschaft und Politik wider und ist somit auch Ausdruck eines großen Misstrauens.

Wenn ich das so schreibe, mag es ein wenig zynisch klingen, doch das soll es nicht sein. Denn so eine Marktreaktion, auch wenn sie keinerlei Bezug zu Fundamentaldaten hat, ist natürlich ernst zu nehmen. China-Investoren brauchen somit noch mehr Geduld als zuvor, denn die Erholung wird nun weiter verschleppt. Anzumerken bleibt, dass die Wirtschaftsdaten von China eine klare Aufwärtstendenz zeigen und die Festlandbörsen in Shenzhen und Shanghai am Montag vergleichsweise ruhig agierten, was wieder mal zeigt, wie verschieden momentan global die Wahrnehmung von gleichen Ereignissen sein kann.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein erfolgreiches Wochenende!
Eric Nebe

31-10-2022

 

 

Bezugnehmend auf die Kolumne über die chinesische Wirtschaft von meinem geschätzten Kollegen Eric , möchte ich ergänzen, dass es sicherlich sehr viel Positives über China und seine Wirtschaft zu berichten gibt. Natürlich auch Negatives. Berichterstattung sollte eben nicht einseitig darstellen, sondern möglichst objektiv alle Facetten beleuchten.

Die Aktienmärkte verhalten sich nicht immer im Gleichschritt mit der Wirtschaft. Wenn die Wirtschaft gigantisch brummt, ist es i.d.R. bald Zeit für einen Crash der Börsen. Andersherum, Wenn die Wirtschaft in einer Rezession steckt, fangen die Aktien plötzlich an, zu steigen.

Die institutionellen Profis diskontieren eben immer die zukünftige Entwicklung und nicht die aktuelle Situation. Dabei denken die Instis wenigstens 6 bis 9 Monate voraus, in den meisten Fällen eher Jahre.

 

Häufig höre ich, das z.B. eine Nvidia toll ist, weil die Auftragsbücher prall gefüllt sind. Die Aktie sei unterbewertet und der immer weiter fallende Kurs bietet Schnäppchengelegenheiten.

Genau, die Millionen von Institutionellen auf dieser Welt übersehen doch tatsächlich, dass ein Bluechip wie Nvidia unterbewertet ist und eigentlich steigen müßte.

 

Tja, da kann ich nur sagen, das Smartmoney weiß i.d.R. mehr und verlässt sich nicht auf die Zeitungsartikel, die eher von der Gegenwart berichten und die Texte zum Inhalt haben, die von den PR Abteilungen der Firmen verfasst werden.

Genauso war es bei Wirecard. Die Kurse plumpsten, während Herr Scholz und die größten Wirtschaftskanzleien Deutschlands bestätigen, das Wirecard in bester Verfassung sei. Aber Herrn Scholz sei verziehen. Der Arme hat schon in jungen Jahren mit Gedächtnislücken zu kämpfen :-)

Zurück zu China, bzw. zum CSI 300, der die größten 300 Aktien Chinas repräsentiert.

 

Sind chinesische Aktien jetzt günstig? 

Die Follower dieser Website kennen meine Meinung dazu!

Hier der Chart eines ETFs auf den CSI300:

https://www.tradingview.com/x/D1lwTl5U/

Don't buy the Dip! 

Sonst heißt es irgendwann: Buy the Dip with what?

Auch für die US Börsen bin ich noch nicht 100% überzeugt von einem länger anhaltenden Aufwärtstrend. Kurzfristig scheint es eine Rally zu geben aber derzeit führen immer noch defensive Werte das Feld an und machen keine Anstalten, Schwäche zu zeigen.

Telekom, Food, Healthcare sind nach wie vor mit die stärksten Branchen. Am Freitag haben wir zwar eine schöne Marktbreite gesehen, d.h. Aktien über alle Sektoren hinweg wurden von den Investoren gekauft aber für einen frischen Bullenmarkt sollte das Feld von Technologie Aktien und Small Caps angeführt werden.

Wenigstens der Russell2000, stellvertretend für Small Caps, zeigt eine leichte Outperformance gegenüber den Big Caps. Dieser Trend sollte bestenfalls anhalten.

Das wöchentliche Hin-und-Her-Springen unterschiedlicher Sektoren deutet eher noch auf einen gelegentliche Akkumulation hin und nicht auf einen neuen Trend. Neue andauernde Bullenmärkte entstehen, wenn sich neue Industrien und Sektoren durch Relative Stärke herauskristallisieren und ihren Trend beibehalten.

An einem anhaltenden Trend erkennt man sozusagen "echte" Nachfrage. Ein gelegentlicher explosionsartiger Kauf an Tiefs kann Schnäppchenjagd sein oder aber auch der Hinweis auf Shorteindeckungen.

W5 Musterportfolio

Vertex hat sich seltsam verhalten, daher nehme ich Abstand von der Aktie. Den starken Ausverkauf am Donnerstag kann ich nicht einschätzen.

Stattdessen versuchen wir, die Schwester Aktie Regeneron ins Depot aufzunehmen. 

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

Regeneron (REGN): Buystop 756.00  // 9,0% of Eq. // Stoploss 716.60 // 

 

Lamb Weston (LW): Buystop 86.60  // 5,5% of Eq. // Stoploss 80.10 // Teilverkauf 1/3 Position @ 93.40

Clean Harbors (CLH): halten // 5,5% of Eq. // Stoploss 112.50 // Teilverkauf 1/3 Position @ 130,90

Arch Capital (ACGL): halten // 8% of Eq. // Stoploss Rest 55.60 // Teilverkauf 1/2 MOO

UFP Technologies (UFPT): halten  // 8% of Eq. // Stoploss 86.00 // Teilverkauf 1/2 Position @ 97.20

01-11-2022

 

Heute aus zeitlichen Gründen nur das Update des Musterportfolios

W5 Musterportfolio

Aktuell halten wir 5 Positionen. Der Investitionsgrad beträgt ca. 35%. Lassen wir die Positionen ein wenig Gewinn machen bevor wir den Investitionsgrad erhöhen. 

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Die Order sind solange gültig, wie sie hier aufgeführt werden

Regeneron (REGN): Buystop 756.00  // 9,0% of Eq. // Stoploss 716.60 // 

 

Lamb Weston (LW): Buystop 86.60  // 5,5% of Eq. // Stoploss 80.10 // Teilverkauf 1/3 Position @ 93.40

Clean Harbors (CLH): halten // 5,5% of Eq. // Stoploss 112.50 // Teilverkauf 1/3 Position @ 130,90

Arch Capital (ACGL): halten  // Stoploss restliche Position 55.60

UFP Technologies (UFPT): halten  // 8% of Eq. // Stoploss 86.00 // Teilverkauf 1/2 Position @ 97.20

28-10-2022

 

 

Jetzt verstehe ich, was allgemein damit gemeint ist, Aktien sind unsicher und das Sparbuch ist die bessere Alternative :-)

Facebook bzw. Meta hat Zahlen herausgebracht, die wohl beim besten Willen nicht positiv zu interpretieren waren:

https://www.tradingview.com/x/ajuhpEkK/

Immerhin, Anleger, die seit dem IPO dabei sind, liegen immer noch im Gewinn. Nur haben sie jetzt einen kleinen Drawdown von 75% zu verzeichnen.

Aber es stimmt schon, Aktien sind volatil und nicht risikolos. Man hat an den Börsen als Buy and Hope Investor eine 98%ige Chance, nicht einmal 1jährige US Anleihen outzuperformen.

 

Dazu gab es mal eine umfangreiche Untersuchung.

Die 1jährigen US Anleihen wurden als Vergleichsmaßstab genommen, weil sie sehr liquide sind und ganz grob den aktuellen Leitzins wieder spiegeln. Sozusagen wenig Zinsen gegen Sicherheit, war die These.

 

Der Leitzinsvergleich ist natürlich sehr pauschal aber worauf es ankommt, war der Vergleich zweier Anlageinstrumente mit unterschiedlichen Risiken.

Volatile aber chancenreichere Aktien gegen kurzfristige "sichere" US Anleihen, die aber wenig Zinsen bringen.

Tja und das Ergebnis war ernüchternd. Wie o.a., schaffen es 98% der jemals an den US Börsen gelisteten Aktien nicht, die 1jährigen US Anleihen zuschlagen. Der Versuchszeitraum betrug gut 1 Jahrhundert!

Facebook ist ein Schwergewicht und hat sicherlich Substanz aber ich würde diesen Wert trotzdem nicht als LURO Wert bezeichnen.

LURO = links unten nach rechts oben

Church and Dwight ist ein LURO Wert:

https://www.tradingview.com/x/zZpLhOsX/

Viele LURO Werte stammen aus der defensive Konsumgüterbanche aber auch aus vergessenen  Bereichen, wie Wastemangement also Müllentsorgung, etc. .. 

LUROs sind starke Aktien (teils Marktführer mit Burggraben a la Buffet) in Branchen, die man immer braucht. 

Aber konnte man bei Facebook diesen Absturz erahnen und sie vorher verkaufen?

Klar, genau am Top, war es offensichtlich, dass, Meta abstürzt!

Nein, natürlich nicht aber es mehrten sich zunehmend Hinweise, dass es nicht mehr ganz so rund läuft beim Zuckerberg.

Negative Gewinnüberraschungen in den letzten Quartalen, ein riesiges Downgap unter heftigem Volumen, Bruch der 200 TAge Linie...

https://www.tradingview.com/x/qZo0yWnw/

Was aber an dieser Stelle noch viel wichtiger ist, dass ich davor warnen möchte, solche Werte zu kaufen!

Es werden zunächst Firmenanpassungen erfolgen, wie Mitarbeiterentlassungen und andere Restrukturierungsmaßnahmen.

Bis diese Prozedere alle greifen und sich wieder ein solider anhaltender Wachstumstrend abzeichnet, braucht es Zeit.

 

Der Chart wird es dann früh genug darstellen, nämlich dann wenn eine mehrmonatige Bodenbildung ausgeformt wurde und es ganz allmählich wieder aufwärts geht.

 

Bis dahin sind solche Bottom Fishing Aktien verschwendete Zeit und meistens auch Geld.

W5 Musterportfolio

Orderangaben: Orderart // OrderLevels // Positionsgröße //Ordergültigkeit // Stoploss

Clean Harbors (CLH): Buystop 121.70  // 5,5% of Eq. // Stoploss 112.50 // Teilverkauf 1/3 Position @ 130,90

Lamb Weston (LW): Buystop 86.60  // 5,5% of Eq. // Stoploss 80.10 // Teilverkauf 1/3 Position @ 93.40

Vertex (VRTX): ausgetsoppt

Arch Capital (ACGL): halten // 8% of Eq. // Stoploss 47.10

UFP Technologies (UFPT): halten  // 8% of Eq. // Stoploss 86.00 // Teilverkauf 1/3 Position @ 97.20